MERCEDES CUP MIT KOEPFER, SHAPOVALOV UND AUGER-ALIASSIME

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Foto: Denis Shapovalov (CAN) (CAN)© Imago Images / Philippe Ruiz

STUTTGART. Mit dem Beginn der Rasensaison steht das zweite ATP-Turnier des Jahres auf deutschem Boden auf dem Programm. Nach der coronabedingten Absage im vergangenen Jahr steigt der MercedesCups auf der Anlage des TC Weissenhof vom 7. – 13. Juni 2021.

Aufgrund der erstmaligen Überschneidung mit den zeitgleich stattfindenden French Open in Paris kam es für Turnierdirektor Edwin Weindorfer bis zum endgültigen Start des Hauptfelds zu einigen kurzfristigen Zu- aber auch Absagen.

Dominik Koepfer feiert Premiere am Stuttgarter Weissenhof

Aus deutscher Sicht sind mit Dominik Koepfer (ATP 59), Yannick Hanfmann (ATP 96), Dustin Brown (ATP 303) und Rudolf Molleker (ATP 262) insgesamt vier DTB-Akteure im Hauptfeld des diesjährigen MercedesCups mit dabei.

Der 27-jährige Koepfer, der sich in der dritten Runde von Roland Garros in vier engen Sätzen dem Schweizer Roger Federer (ATP 8) geschlagenen geben musste, trifft in der ersten Runde auf den jungen Österreicher Jurij Rodionov (ATP 142). Yannick Hanfmann bekommt es indes mit dem erfahrenen Franzosen Jeremy Chardy (ATP 60) zu tun. Der junge Berliner Rudolf Molleker, mit einer Wild Card ausgestattet, trifft in der ersten Runde auf den US Open-Champion von 2014, Marin Cilic (ATP 47) aus Kroatien. Rasenspezialist Dustin Brown, der ebenso eine Wildcard erhielt, bekommt es mit dem Sieger der BMW Open 2021, Nikoloz Basilashvili (ATP 31/GEO) zu tun. Darüber hinaus stehen mit Daniel Masur (ATP 218) und Peter Gojowczyk (ATP 134) zwei weitere DTB-Akteure in der Qualifikation am Stuttgarter Killesberg.

Vier Spieler aus den Top 25 der ATP-Weltrangliste mit dabei

Angeführt wird der diesjährige MercedesCup von der momentanen Nummer 14 der ATP-Weltrangliste, Denis Shapovalov (CAN). Der junge Kanadier bekommt es nach einem Freilos in der ersten Runde entweder mit dem erfahrenen Spanier Feliciano Lopez (ATP 62) oder Alexei Popyrin (ATP 63) aus Australien zu tun. An Position zwei der Setzliste findet sich der Sieger der diesjährigen Miami Open, Hubert Hurkacz (ATP 20) wieder. Der Pole trifft nach einem Freilos entweder auf den jungen Schweizer Dominic Stricker oder einen Qualifikanten. Neben Denis Shapovalov greift auch der zweite aufstrebende Kanandier, Felix Auger-Aliassime (ATP 21),  in der baden-württembergischen Hauptstadt an. Nach seiner Finalteilnahme 2019 strebt der erst 20–Jährige in diesem Jahr den Titel an. Komplettiert wird das Quartett der besten vier Spieler durch Alex de Minaur (ATP 22/AUS).

Nebst jenen vier Akteuren sind mit Sam Querrey (ATP 67/USA), der bereits im Halbfinale von Wimbledon stand, sowie den beiden Franzosen Adrian Mannarino (ATP 36) und Gilles Simon (ATP 69) zahlreiche weitere Rasenspezialisten im Teilnehmerfeld vertreten. Somit wird es auch in diesem Jahr einen spannenden Kampf um die Trophäe und das Siegerauto bei der 42. Auflage des Traditionsturniers geben.

Von Sand auf Rasen – der Wandel des MercedesCups in den vergangenen sechs Jahren

Während das ATP-250-Event bis in das Jahr 2014 auf rotem Sand ausgetragen wurde, dient das Turnier seit 2015 gemeinsam mit dem ATP-Turnier von Halle als Vorbereitungsevent auf das dritte Grand Slam-Turnier des Jahres in Wimbledon. Diese Möglichkeit nutzten in der Vergangenheit zahlreiche Top-Spieler, gewannen in den Vorjahren doch unter anderem die beiden zwanzigfachen-Grand Slam-Champions Rafael Nadal (ATP 3/ESP) und Roger Federer das Turnier auf dem Stuttgarter Killesberg.

Darüber hinaus erfreut sich das Turnier über große Beliebtheit bei den Spielern der ATP-World Tour. Nicht umsonst wurde der MercedesCup bereits fünfmal zum weltbesten und beliebtesten Turnier des Jahres gewählt. Rekordsieger in Stuttgart ist der Spanier Rafael Nadal, der 2005 und 2007 auf Sand, sowie 2015 auf Rasen triumphieren konnte. Letzter deutscher Titelträger im Einzel war 1991 Michael Stich.