ERFOLGREICHER WORLD TEAM CUP IN PORTUGAL

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VILAMOURA: (PORTUGAL) Mit drei Mannschaften war man in die Qualifikation für den World Team Cup in Portugal gegangen, eine ist am Ende durchgekommen: Die deutschen Damen reisen im Oktober nach Sardinien und messen sich dort im wichtigsten Nationen-Wettkampf mit der Weltspitze.

Bei der Qualifikationsrunde für den World Team Cup (WTC) im portugiesischen Vilamoura haben die deutschen Damen für eine kleine Sensation gesorgt und das Ticket für die Endrunde im Oktober auf Sardinien gelöst.

Als ungesetztes Duo überraschten Katharina Krüger und Britta Wend unter den Augen ihres Coaches Claudia Kohde-Kilsch mit starken Leistungen und siegten im Viertelfinale sogar mit 2:1 über die favorisierten Französinnen. Anschließend schafften sie es mit einem Sieg über Brasilien sogar bis ins Finale, wo sie gegen Russland verloren: „Ich bin unglaublich stolz auf unsere Damen Ich wusste um das Potenzial der beiden, aber sie haben meine Erwartungen absolut übertroffen, toll gekämpft und sich den Platz in der Finalrunde auf Sardinien absolut verdient.“

Besonders bemerkenswert ist die Leistung auch, da es für Britta Wend erst die zweite internationale Turnierteilnahme überhaupt war. „Ich war sehr aufgeregt und unglaublich froh, mit Katharina so eine erfahrene Spielerin an meiner Seite zu haben“, jubelte die Kölnerin nach dem knapp mit 10:8 gewonnenen Champions Tiebreak im entscheidenden Doppel gegen Frankreich. Auch Weltklasse-Spielerin Katharina Krüger (Berlin) freute sich über die gelungene Premiere als Team: „Wir hatten keinen Druck und haben es einfach genossen. Es ist kaum zu glauben, aber das war nicht nur unser erstes gemeinsames Doppel, wir haben uns auch erst diese Woche persönlich kennengelernt. Vorher gab es nur Whatsapp-Kontakt.“

Bei den Herren lautete das Ziel ebenfalls ganz klar: Wiederaufstieg in die Weltgruppe. Und nach einem erfolgreichen Start gegen Kenia (3:0) machten sich Steffen Sommerfeld (Berlin), Toni Dittmar (Köln) und Sven Hiller (Berlin) auch berechtigte Hoffnungen auf ein Weiterkommen und die damit verbundene Qualifikation für Sardinien. Dem im Wege standen allerdings im Halbfinale die starken Österreicher, die das Match im entscheidenden Doppel gewannen (1:2 / Champions Tiebreak 4:10).

Im Quad, also im Wettbewerb der Spieler*innen mit einer zusätzlichen Einschränkung der oberen Extremitäten, wurde anders als bei den Damen und Herren in einem Round-Robin-Modus gespielt. Hier traten der Berliner Marcus Laudan und Nick Nobbe aus Münster für Deutschland an und sie machten es spannend. Nach einer 1:2-Niederlage zum Auftakt gegen Brasilien wahrten sie mit einem 2:1-Sieg gegen Schweden ihre Chancen auf den Einzug in die Finalrunde auf Sardinien. Doch dafür waren sie auf freundliche Mithilfe der Schweden angewiesen.

Zwar taten die Skandinavier der deutschen Mannschaft diesen Gefallen nicht, da sie mit 1:2 vom Platz gingen, aber dennoch zeigte sich Rollstuhltennis Cheftrainer Niklas Höfken glücklich: „Ich blicke sehr zufrieden auf die Turnierwoche zurück. Alle drei Teams haben gezeigt, was sie drauf haben und dass das deutsche Rollstuhltennis wieder zurück auf die Weltbühne gehört. Mit einem Sieg für die Damen die WTC-Quali geschafft, mit zwei knappen Niederlagen für die Herren und Quads diese nur super eng verpasst – nächstes Jahr greifen wir wieder an und bis dahin wird weiterhin hart gearbeitet.“

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