DAVIS CUP-STARS GREIFEN BEIM MASTERS AN

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Foto: Dominik Koepfer © Imago Images/Hasenkopf

MADRID. (ESP) Die Sandplatzsaison ist in vollem Gange und die ATP- und WTA-Tour macht diese Woche in Madrid Halt. Nach den deutschen Sandplatzturnieren in Stuttgart und München treffen die Top-Stars der Tour beim Masters in der Caja Magica aufeinander. Neben Rafael Nadal, Ashleigh Barty und Co. sind auch die  DTB-Akteure um Alexander Zverev und Jan-Lennard Struff mit von der Partie.

Die aktuelle Nummer sechs der Welt, Alexander Zverev, trifft in der zweiten Runde der Mutua Madrid Open entweder auf den Russen Karen Khachanov (ATP 23) oder Kei Nishikori (ATP 43) aus Japan. Bei einem Sieg könnte im Achtelfinale der Champion der diesjährigen Miami-Open, Hubert Hurcakz (ATP 17), auf den 24-Jährigen Deutschen warten, ehe es im Viertelfinale zum Duell gegen den spanischen Sandplatzmatador Rafael Nadal (ATP 2) kommen könnte. Der Hamburger reist sicherlich mit einem guten Gefühl nach Madrid, setze er sich doch 2018 in einem packenden Finale gegen Dominic Thiem (AUT/ATP 4) die Krone in der spanischen Hauptstadt auf.

Stark in Form präsentierte sich in den letzten Wochen Deutschlands Nummer zwei Jan-Lennard Struff (ATP 40). Nach der erfolgreichsten Turnierwoche seiner Karriere in München (4:6, 5:7 (5) Finalniederlage gegen Nikoloz Basilashvili (GEO/ATP 31)), greift der Warsteiner schon diese Woche wieder ins Geschehen ein. In der ersten Runde bekommt es Struff mit dem 21-Jährigen australischen Qualifikanten Alexei Popyrin (ATP 76) zu tun. Der 31-Jährige geht als klarer Favorit in diese Partie und könnte bei einem Sieg in der zweiten Runde auf Guido Pella (ATP 55) aus Argentinien oder aber den 19-jährigen italienischen Shootingstar Jannik Sinner (ATP 18) treffen. Bei zwei Siegen würde es der Deutsche im Achtelfinale womöglich mit Rafael Nadal zu tun bekommen.

Neben Alexander Zverev und Jan-Lennard Struff ist auch Dominik Koepfer (ATP 50) in Madrid mit von der Partie und komplettiert somit das deutsche Starterfeld beim vierten Masters des Jahres. Der Furtwanger, der in der vergangenen Woche noch bei den BMW Open aktiv war und sich erst im deutschen Achtelfinale Jan-Lennard Struff geschlagen geben musste, bekommt es in der ersten Runde mit einem der besten Aufschläger der Tour zu tun: Mit dem 2,11 Meter großen Reily Opelka (USA) wartet keine leichte Aufgabe auf den 27-Jährigen Deutschen. Gegen die aktuelle Nummer 47 der Weltrangliste weist Koepfer zwar eine 1:3 Bilanz auf, das letzte Duell zwischen den Beiden konnte er bei den US-Open 2019 jedoch in drei Sätzen für sich entscheiden. Bei einem Sieg würde es Koepfer mit dem spanischen Routinier Fernando Verdasco (ATP 71) oder aber dem südamerikanischen Sandplatz-Ass Crisitan Garín (CHI/ATP 25) zu tun bekommen. In einem potentiellen Achtelfinale könnte der Sieger der letztjährigen World-Tour-Finals, Daniil Medvedev (RUS/ATP 3), auf den 27-Jährigen warten.

Neben den deutschen Davis Cup Stars ist auch die absolute Weltspitze in Madrid mit von der Partie.  Mit Dominic Thiem, Stefanos Tsitsipas (GRE/ATP 5), Andrey Reblev (RUS/ATP 7), Diego Schwartmann (ARG/ATP 9) und Matteo Berrettini (ITA/ATP 10) sind beim Klassiker von Madrid nahezu alle Stars der Top 10 am Start. Lediglich der Branchenprimus Novak Djokovic (SRB/ATP 1) und der Schweizer Altmeister Roger Federer (SUI/ATP 8) fehlen bei der diesjährigen Austragung des Masters. Während Federer beim Turnier von Genf wieder zum Schläger greift, soll der Serbe Djokovic womöglich in der kommenden Woche noch beim zweiten ATP-Event in Serbien aufschlagen.

Auch in der Doppelkonkurrenz sind zwei Paarungen mit deutscher Beteiligung in Madrid dabei. Der frischgebackene Champion der Estoril Open, Tim Pütz (ATP 55), trifft gemeinsam mit Alexander Zverev (ATP 168) auf die kanadisch-polnische Paarung Felix Auger-Aliassime (CAN/ATP 79) und Hubert Hurkacz (ATP 69).Ebenso an den Start geht der frischgebackene Champion der BMW-Open, Kevin Krawietz (ATP 16). Nach seinem Erfolg in der Heimat trifft der gebürtige Coburger mit Horia Tecau (ROU/ATP 22) auf die Paarung Henri Kontinen (FIN/ATP 31) und Édouard Roger-Vaselin (FRA/ATP 14)

In der Damenkonkurrenz sind alle deutschen Starterinnen ausgeschieden. Angelique Kerber (WTA 26) unterlag nach ihrem Auftaktsieg über Marketa Vondrousova (CZE/WTA 21) Petra Kvitova (CZE/WTA 12) in zwei Sätzen mit 4:6 und 5:7. Billie-Jean-King Cup Spielerin Laura Siegemund (WTA 59) musste sich nach überstandener Qualifikation, in welcher sie unter anderem Andrea Petkovic (WTA 109) bezwang, der amtierenden French Open-Siegerin Iga Swiatek (/WTA 17) aus Polen geschlagen geben.