DRV STEHT MIT 13 BOOTEN IN DEN WM-FINALS DER U19

\\  von Hans Strauss

(c) SEYB/DRV

VARESE. (ITA) Wir hatten die Hoffnung, dass alle Acht in den Halbfinals weiterkommen, aber das muss erst einmal gemacht werden“, sagte U19-Bundestrainer Adrian Bretting. Besonders freute den neuen Nachwuchs-Chef das taktische Verhalten der Ruderer, die zum Teil ihre ersten internationalen Erfahrungen sammeln „Alle haben die Nerven behalten und sind offensiv von vorne gefahren.“  Gefahr, sich mit dem B-Finale begnügen zu müssen oder gar auszuscheiden, lief so kein einziges deutsches Boot.

Lob für Doppelzweier und Doppelvierer der Junioren
Mit einem Sonderlob bedachte Bretting den Junioren-Doppelzweier. Ole Hanack (Hanauer RC Hassia) und Jakob Geyer (Berliner RC) dominierten bei ihrem Sieg ihr Rennen und fuhren im Vergleich beider Semifinals auch die schnellste Zeit. Nach Startschwierigkeiten bei dieser WM habe sich der Junioren-Doppelvierer enorm gesteigert und gezeigt, „dass sie jetzt da sind, wo sie hin wollten“. Nach langer Führung reichte Lukas Haaser (Laubegaster RV Dresden), Leonhard Tanneberg (Lübecker RC), Kaspar Dobrzalski (Hallescher RV/Nelson im SC Halle) und Lorenz Grimm (Schweinfurter Ruderclub Franken) auch der zweite Platz 0,12 Sekunden hinter Tschechien zum Finale.

Auch der Junioren-Zweier, den Vinzent Kuhn und Kieran Holthues (beide RV Münster) bilden, ließ das Rennen nach langer Führung am Ende etwas austrudeln, Platz zwei hinter Rumänien genügte schließlich. Rang drei belegte der Junioren-Vierer mit Viktor Schönwandt (Frankfurter RG Germania), Linus Klein (Offenbacher RG Undine), Jonas Wollrab (Frankfurter RG Germania) und Jasper Schulz (Gießener RG), der Vorsprung des Hessen-Boots auf Rang vier war deutlich.

Große Abstände zwischen den Booten ergaben sich frühzeitig im Halbfinale des Juniorinnen-Doppelzweiers. Paula Lutz (Mannheimer RC) und Helena Breuke (Karlsruher RV Wiking) mussten zu Griechenland abreißen lassen, brachten den zweiten Rang aber sicher nach Hause. Ein packendes Duell mit den Niederlanden um den Sieg lieferte sich der Juniorinnen-Doppelvierer. Sandrine Bartos (SC Magdeburg), Marlene Zukunft (Frankfurter RC), Lea Berkemeyer (RC Hansa Dortmund) und Charlotte Luster (Hallescher RV) ließen nicht locker und zogen ihr Rennen zum Sieg durch.

Beide Skuller bringen sich in Stellung
Die beiden U19-Skuller brachten sich mit Siegen für das Finale in Stellung. Cornelius Conrad (Dresdner RC) ließ vom Start weg keine Zweifel, wer das Rennen gewinnen würde. Rebecca Falkenberg (Stralsunder RC) lieferte eine ähnlich dominante Vorstellung. Obwohl sie auf den letzten Metern etwas Druck herausnahm, reichte es zum Sieg mit vier Hundertstelsekunden vor den Niederlanden.

Fünf Boote schon aus Vortagen qualifiziert
Schon an den Tagen zuvor standen fünf DRV-Boote als Finalteilnehmer fest. Der Juniorinnen-Zweier mit Lilian Albrecht (RK am Wannsee) und Leni Kötitz (RC Potsdam) qualifizierte sich durch seinen Sieg im Hoffnungslauf. Der gesteuerte Juniorinnen-Vierer mit Stella Kreft (SC Magdeburg), Sara Grauer (RV Münster), Viola Heidacher (Hallescher RV/Nelson im SV Halle), Maya Grün (RK am Baldeneysee) und Steuermann Elias Fabian (RG Speyer) war im Bahnverteilungsrennen Vierter geworden. Dem gesteuerten Junioren-Vierer mit Emanuel Wieczorek (RV Münster), Christian Aether (Hallescher RV/Nelson im SV Halle), Lars Vockenstedt (Berliner RC), Yannick Stadler (Mündener RV) und Steuermann Sadeepa Jadoga (Bessel-RC) reichte Rang vier im Hoffnungslauf.

Mit dem zweiten Platz im Hoffnungslauf ins Finale kam der Juniorinnen-Achter mit Leonie Rostow (RC Potsdam), Celina Grunwald (Hanauer RC Hassia), Tjorven Stina Schneider (RV Münster), Lilly Waske (Dresdner RC), Janina Kröber (SC Magdeburg), Florentina Riffel (RC Potsdam), Isabell Heine (Dresdener RV), Michelle Lebahn (RC Potsdam) und Steuerfrau Emma Lauri Mehner (Dresdener RC). Und der Junioren-Achter qualifizierte sich mit einem Sieg im Vorlauf. Ihn bilden Tom Hesse (SC Magdeburg), Johannes Benien (RV Dorsten), Carl Sgonina (Dresdner RC), Tobias Strangemann (RV Dorsten), Moritz Müller (SC Magdeburg), Aaron Fuchs (Berliner RC), Leonhard Goez (RK am Wannsee), Paul Stern (Dresdner RC) und Steuerfrau Lina Mistera (Alster RV Hanseat).

Das B-Finale mit dem Mädchen-Vierer, den Nike Versace, Frida Dettmann (beide RG Hansa), Helena Wegener (RK am Wannsee) und Stina Steffen (RG Hansa) bilden, ist am Sonntag für 10.45 Uhr angesetzt. Die A-Finals laufen von 11.45 bis 15.05 Uhr. Bundestrainer Bretting kann zuversichtlich sein: „Wir haben einige Boote, die ganz vorne mitsprechen können.“

World Rowing überträgt die Finals der U19-WM auf seiner Internetseite.  

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