DER DRV-VORSITZENDE SIEGFRIED KAIDER RUFT ZUM ZUSAMMENHALT AUF

Der Vorditzende des Deutschen Ruderverbandes Siegfried Kaidel - Foto: tomski-media

HANNOVER. Wenngleich wir im Rudersport viel Herzblut, Zeit und Engagement investieren, wird er doch aufgrund der aktuellen Entwicklung in der Corona-Krise zu einer Nebensache. Wir hoffen, dass Maßnahmen, wie die Schließung aller privaten und öffentlichen Sportstätten, das Verbot von Zusammenkünften in den Vereinen und die damit verbundene Einstellung des Vereinssportbetriebes als Baustein zur Bewältigung dieser existentiellen Krise beitragen.

Dennoch ist festzuhalten, dass für viele Vereine neben der sportlichen auch eine finanzielle Unsicherheit besteht. So sind Bootshaus-Gastronomien geschlossen, die Unterstützung durch Sponsoren und Unterstützer steht bei der sich abzeichnenden wirtschaftlichen Entwicklung in Frage. Vorstände müssen ohne Legitimation einer Mitgliederversammlung teilweise einschneidende Maßnahmen beschließen. Doch so schmerzhaft diese Entscheidungen und Rahmenbedingungen sind – sie sind unabwendbar. Es ist erforderlich, dass die Rudergemeinschaft virtuell zusammenrückt und gemeinsam die Herausforderungen annimmt. 

Bisher kann niemand genau sagen, wie es in den kommenden Wochen und Monaten weitergeht. Besonders belastend ist die Situation nach den Absagen der Weltcups und der olympischen Nachqualifikation sowie den vielen Fragezeichen hinter Tokio 2020 für unsere Kaderathletinnen und -athleten. Training an den jeweiligen Bundesstützpunkten für all die Sportlerinnen und Sportler, die sich auf Olympischen Spiele vorbereiten, ist unter strengen Auflagen und in ständiger Absprache mit den jeweiligen Behörden nur noch vereinzelt möglich – eine optimale Vorbereitung auf das große Highlight Olympia sieht anders aus. Wir hoffen, hier schnell Klarheit über den weiteren Weg bekommen zu können.

Ich bitte euch, in dieser schwierigen Zeit zusammenzustehen. Wir alle sitzen im selben Boot – aber gemeinsam können wir diese Ausnahmesituation bewältigen und wieder ans sichere Ufer gelangen. Positive Beispiele in den Rudervereinen sind Initiativen, in denen jüngere Vereinsmitglieder die Einkäufe für ältere übernehmen. Bleibt euch und auch uns stets treu, übernehmt Verantwortung und lasst uns als Einheit in die Zukunft blicken.

Ich hoffe, dass wir bald zur Normalität zurückfinden können. Wir stehen im ständigen Austausch mit den nationalen Behörden, dem DOSB sowie der FISA und informieren regelmäßig auf unserer Verbandswebsite rudern.de.

Jetzt bleibt mir nur noch, euch allen beste Gesundheit zu wünschen. Auf dass wir möglichst bald wieder dem nachkommen können, was wir am liebsten tun – gemeinsam zu rudern.