PILLE-STEPPAT RUDERT INS HALBFINALE

DREI WEITERE BOOTE IM HOFFNUNGLAUF - VON JUDITH GARBE / DRV

OTTENSHEIM. Am gestrigen zweiten Wettkampftag standen vier weitere Vorläufe mit deutscher Beteiligung an. Während sich Sylvia Pille-Steppat im PR1W1x direkt für das Halbfinale qualifizieren konnte, müssen die anderen drei Boote den Umweg Hoffnungslauf nehmen.

Greiten und Menzel rudern auf Rang vier
Auf Leonie Menzel und Pia Greiten (RC Germania Düsseldorf/Osnabrücker RV) wartete im Vorlauf heute keine leichte Aufgabe, qualifizierte sich doch nur das siegreiche Boot direkt für das Halbfinale. Das Duo ordnete sich nach dem Start auf Rang drei ein. An der Spitze machten die Boote aus Rumänien und den Niederlanden das Tempo. Im weiteren Rennverlauf fielen die Deutschen zunächst auf Rang fünf zurück, konnten aber auf den letzten 500 m das Tempo noch einmal erhöhen und an den Polen vorbei auf Platz vier rudern. Damit müssen die beiden den Umweg Hoffnungslauf nehmen. „Der Rennverlauf war wie zu erwarten. Start und Endspurt waren schon ganz gut, aber im Mittelteil müssen wir uns noch verbessern“, so Trainer Thomas Affeldt nach dem Rennen. „Es hätte besser laufen können. Die Bedingungen waren auf jeden Fall fair“, erklärt Menzel.

Gelungener Auftakt für Pille-Steppat
Für Sylvia Pille-Steppat (Wilhelmsburger RC) war es ein gelungener WM-Auftakt. Während die Vize-Weltmeisterin Samuel Moran aus Israel an der Spitze wie zu erwarten ein einsames Rennen fuhr, lieferte sich Pille-Steppat auf den ersten 500 m einen Zweikampf mit dem Boot aus China. Auf der zweiten Teilstrecke konnte sich die Hamburgerin dann aber absetzen und den Vorsprung auf Rang drei kontinuierlich ausbauen. Als Zweitplatzierte freut sie sich über die direkte Halbfinalqualifikation und drei Tage Rennpause. „Ich bin wirklich zufrieden. Die Chinesin war zuletzt vor zwei Jahren in Sarasota am Start, deshalb konnte ich ihre Leistung jetzt im Vorfeld nicht einschätzen. Als ich sie irgendwann aus den Augenwinkeln gesehen habe, war ich dann beruhigt. Da der Abstand dann zum Ende hin groß genug war, brauchte ich auch keinen Endspurt fahren“, freut sich Pille-Steppat. Auch Para-Bundestrainer Jochen Weber war mit dem Auftritt „seines heißesten Eisen im Feuer“ sehr zufrieden. „Sylvia ist super sauber gerudert, das sah wirklich gut aus.

WM-Premiere für Reimann
Für Rookie Leopold Reimann (Rüdersdorfer RV) ging es in seinem ersten WM-Rennen auch darum, weitere Erfahrung zu sammeln. Vier Boote waren in seinem Vorlauf am Start. Der 22-Jährige musste die Konkurrenz aber schon frühzeitig ziehen lassen, versuchte aber, den Abstand auf Rang drei gering zu halten. Im Ziel betrug dieser knapp drei Sekunden. „Wir wussten schon vor der WM, dass Leopold nicht um die Medaillen mitrudern wird. Dafür fehlt es ihm noch an physischen Voraussetzungen“, erklärt Weber.

PR3 M2- erfüllt kleines Ziel
Für Marc Lembeck und Dominik Siemenroth im PR3 M2- lautete das kleine Ziel vor dem Rennen, nicht Letzter zu werden. Und das ist den beiden auch gelungen. Das Duo ordnete sich nach dem Start hinter den Kanadiern und Ukrainern ein und versuchte, die hinter ihn liegenden Amerikaner in Schach zu halten – mit Erfolg. Mit etwas mehr als drei Sekunden Rückstand überquerten sie als Dritte die Ziellinie. „Die Jungs sind heute im Rahmen ihrer Möglichkeiten gerudert. Sie können es noch etwas besser, aber das kleine Ziel, nicht Letzter zu werden, haben sie erreicht. Jetzt hoffen wir, dass wir im Hoffnungslauf auch vor den Amerikanern bleiben und am Ende vielleicht zwei Teams hinter uns lassen“, so Weber.

Morgen startet dann der Deutschland-Achter seine Mission Titelverteidigung. Auch der Frauen-Doppelvierer, der Frauen-Achter, der leichte Frauen-Zweier ohne und der leichten Frauen-Doppelvierer steigen morgen in die WM ein. Für die beiden Vierer ohne sowie die beiden Para-Boote PR2 Mix2x und PR3 Mix4+ stehen die Hoffnungsläufe auf dem Programm. Los geht’s um 10 Uhr. Die Rennen werden wieder live auf worldrowing.com übertragen.

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