QUICKSILBER IM SPRINT – MAX ZU BRONZE

DUISBURG / MINSK. Bei den Sprintrennen am frühen Nachmittag der European Games in Minsk versilberten sich die deutschen Kanutinnen ihre Leistungen. In beiden Rennen mit deutscher Beteiligung paddelten sowohl Lisa Jahn im Einer-Canadier als auch Franziska John und Tina Dietze im Zweier-Kajak zur Silbermedaille.

Dabei waren die äußeren Bedingungen noch schwerer als am Vormittag. Zum heftigen Gegenwind kam am Nachmittag auch noch Regen dazu. Lisa Jahn trotze dem Wetter und kam zu einem tollen Achtungserfolg, da sie mit dieser hervorragenden Leistung endgültig in der Weltspitze angekommen ist. Einzig die Weißrussin Alena Nazdrova war an diesem Tag schneller.  Entscheidend war aber das Finish gegen die Polin Dorota Borowska, die die 25-jährige Berlinerin durch den entscheidenden Kick mit dem Boot auf Platz  vier verwies. „Den Zielsprung hat sie unglaublich gut gemacht“, meinte Sportdirektor Dr. Jens Kahl. „Ich habe ihr aber direkt nach dem Rennen gesagt, dass das nichts mit Glück zu hatte. Sie hat sich das alles selbst erarbeitet und kann jetzt die Früchte ernten.“

In der Weltspitze paddeln die beiden Olympiasiegerinnen Franziska John und Tina Dietze nunmehr schon seit über einem Jahrzehnt. Als amtierender Weltmeister im Zweier-Kajak sollte nun, nach verpasster Chance im Vierer-Kajak, endlich die Medaille in Minsk her. Allerdings wussten die starken Ukrainerinnen Mariya Povkh und Liudmyla Kuklinovska dies zu verhindern. Zwei Zehntel Sekunden Vorsprung reichte den Ukrainerinnen, um den Schlussspurt der beiden Deutschen abzuwehren. „Die Bedingungen mit Wind und Wetter waren schon grenzwertig“, so Kahl nach dem Rennen. „Die Mädels sind aber happy, ihre Medaille gewonnen zu haben.“

Hoff kämpft sich zu Bronze

Gold hatte Max Hoff bereits vom Vortag in der Tasche. Entsprechend befreit konnte er die Langstrecke zum Ende der European Games Regatta angehen. Fast den gesamten Verlauf paddelte er in einem Führungs-Quintett die Runden runter. Nach der letzten Wende sah er sich nur noch seinem Dauerkontrahenten Fernando Pimenta aus Portugal und dem Ungarn Balint Kopasz gegenüber. Seine Taktik von der Welle der beiden Gegner zu gehen und auf einer inneren Bahn allein ins Ziel zu paddeln, ging allerdings nicht auf. Der Ungar nutzte den Windschatten und die Welle von Pimenta und siegte vor dem Portugiesen. Max Hoff sicherte Bronze und damit seine zweite Medaille.
Jasmin Fritz kam im Langstreckenrennen über 5.000m im Einer-Kajak auf den achten Platz.

Die deutsche Kanu-Flotte verabschiedet sich mit insgesamt sechs Medaillen (1xG | 3xS | 2x B) von den European Games. „Sicherlich muss an den Formaten und dem Konzept weitergearbeitet werden“, meinte Kahl zum Abschluss. „Wir werden heute Abend zur deutschen Mannschaftsfeier gehen, um ein bisschen von der Atmosphäre mitnehmen zu können.“

Das nächste, große Saisonhighlight wartet auf die deutschen Kanuten am 3. und 4. August mit den „Finals 2019 in Berlin“ (https://finals2019.berlin.de/ )

 

Ergebnisse

https://minsk2019.by/en/tsrd/CSP/results