OLYMPIA- UND WM-TEILNEHMER AUF DER ERFT

Bergheimer Kanuslalom findet große Resonanz

BERGHEIM. Am Zievericher Bootshaus herrschte zweiTage lang reges Treiben. Der Kanuklub Bergheim hatte zum 17. Kanuslalom auf der Erft eingeladen. Mehr als 200 Kanuten aus Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Palz und Hessen gingen auf der mit 18 Toren aufgebauten Strecke an den Start. Prominenteste Starter waren dabei die Olympia- und WM-Teilnehmer Rüdiger Hübbers-Lüking und Udo Raumann vom KST Rhein-Ruhr im Zweier-Canadier. Die erfolgreichste Bergheimer Kanusportlerin, Ricarda Funk, war auf der Erft nicht im Boot. Sie bereitet sich auf die in Kürze anstehenden Qualifikationsrennen des Deutschen Kanuverbandes vor und hofft auf einen Startplatz im Olympiateam für Tokio 2020.

Das Wetter hat natürlich mitgespielt“, freute sich Klaus Meyer, Sportwart des KK Bergheim, über das gute Gelingen des Saisonauftakts. Im Vergleich zum letzten Bergheimer Kanuslalom 2017 hatte sich die Teilnehmerzahl noch einmal gesteigert. Die Sportler aus Hanau waren zum Beispiel erstmals in Bergheim dabei. „Obwohl unsere Personaldecke dünner geworden ist, läuft alles gut und auch mit dem sportlichen Niveau sind wir sehr zufrieden“, zog Meyer ein erstes Fazit.

Mit dazu bei trugen natürlich auch die zum Teil nicht erwarteten Erfolge der Bergheimer Kanuten. In dem mit 19 Startern stark besetzten Wettbewerb im Einer-Kajak der männlichen Jugend wurde Tobias Meyer in seinem ersten Jahr in der Jugendklasse mit nur sechs Zehntelsekunden Vorsprung aus beiden Läufen auf den Vierten ausgezeichneter Dritter. Bei den Schülerinnen A kam Teamkollegin Sarah Conzendorf als Sechste über die Ziellinie. Den Sieg ließ sich die amtierende Deutsche Meisterin in der Schüler-A-Klasse, Paulina Pirro vom KSV Bad Kreuznach, nicht nehmen. Am stärksten besetzt waren die Läufe der Schüler A mit 31 Bewerbern. Den Siegerpreis holte sich Marten Konrad vom WSC Dormagen. Ein gleichbleibend hoher Wasserstand brachte für alle gleiche, faire Bedingungen, dennoch mussten einige der Nachwuchssportler mit dem 15 Grad warmen Erftwasser Bekanntschaft machen. „Allein am Samstag sind fünf Teilnehmer gekentert. Das ist ungewöhnlich. Es ist aber nichts passiert. Die Hilfskräfte waren schnell zur Stelle“, berichtete Meyer. Der Sportwart des KK Bergheim ist selbst aus dem Kajak in den Canadier umgestiegen und holte sich in der Seniorenklasse den dritten Platz.

Schon öfter in Bergheim dabei“ war Robin Sprave vom KC Unna, der eine Schülermannschaft betreute und dabei die Gelegenheit wahrnahm, auch selbst an den Start zu gehen. „Für den Einstieg in den Wettkampfsport und in die Saison ist die Veranstaltung hier ideal. Die Schüler können Wettkampferfahrung sammeln, und der relativ einfache Kurs erlaubt auch schon mal einen Fehler“, erklärte Sprave. Selbst holte er sich im Einer-Kajak der Herren den dritten Platz auf dem Siegerpodest. Sieger in der Leistungsklasse wurde Magnus Hering von den WSF 31 Köln vor Yannik Wytelus vom KC Hohenlimburg. Im Einer-Kajak der Damen lag am Ende seine Teamkollegin Luisa Rönn vorn. Die Veranstaltung hier ist sehr schön, die Organisation in Ordnung und die Strecke recht anspruchsvoll“, urteilte die aus Gladbeck angereiste Denise Targowski vom KST Rhein-Ruhr. Der dritte Platz in der Seniorinnenklasse habe aber „viel Kraft gekostet“. In den Teamwettbewerben zum Abschluss des Bergheimer Kanusloloms 2019 stand die Kajakmannschaft aus Unna mit Robin Sprave ganz oben auf dem Siegerpodest.

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