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KANU-TEAM DEUTSCHLAND TANKT WEITER SELBSTVERTRAUEN

Sebastian Brendel (c) Henning Schoon

DUISBURG. Die ersten beiden Tage bei der Kanu-Rennsport-WM sind geschafft und es lässt sich sagen: Die Performance der Deutschen Nationalmannschaft lässt bislang keine Wünsche offen. Die ersten Teilnahmen im Finale sind verbucht, weitere könnten folgen. 

Historisch betrachtet schwierig ist es auf den 200 Metern im K1 der Herren in den Endläufen dabei zu sein. Hauchdünn verpasst Jonas Draeger (Dresden) dies mir Rang vier im Zwischenlauf, nachdem er bei der WM im vergangenen Jahr noch im A-Endlauf vertreten war. Im B-Finale wird sich der Dresdner am Samstag noch einmal beweisen dürfen. 

Souverän in den Endlauf eingezogen sind die Youngster Anton Winkelmann (20, Potsdam) und Leonard Busch (22, Potsdam)) im K2 über 1000 Meter. Mit einem Sieg im Zwischenlauf dürfen sich die beiden berechtigte Chancen auf einen Platz unter den ersten drei ausrechnen. „Ja ich glaube, wir können da gut mitmischen. Unser Ziel ist es, im Kampf um die Medaillen voll dabei zu sein“, erklärt Busch zuversichtlich. Im vergangenen Jahr krönten sich Martin Hiller und Tams Grossmann überlegen zum Weltmeister über diese Distanz. 

Auch Altmeister Sebastian Brendel (Potsdam) ist eine Runde weiter. Mit einem zweiten Rang im Halbfinale wird auch der dreifache Olympiasieger ein gewichtiges Wort bei der Medaillenvergabe im C1 1000 Meter mitsprechen. 

Genau das gleich gilt für Jakob Thordsen (Potsdam) im Kajak-Einer auf der Königsdistanz über 1000 Meter. Der 24-Jährige dominierte seinen Zwischenlauf nach Belieben und zählt damit ebenfalls zu den Kandidaten für Edelmetall im großen Finale.  

„Ich habe ja im Vorfeld der WM gesagt, dass wir ein bisschen das Siegergen verloren haben. Aufgrund der beständig guten Leistungen an den ersten beiden Tagen würde ich sagen, dass wir dieses jetzt wieder zurückgewonnen haben“, zeigte sich Sportdirektor Dr. Jens Kahl über die gute Performance der Athletinnen und Athleten erfreut.

Diese Performance zeigten in diesen Wettkampftagen auch die Paraathletinnen und Paraathleten. Anas Al-Khalifa schaffte es als Sechster in der VL2-Klasse souverän ins B-Finale. Für Edina Müller reichte es in der KL1-Klasse mit Rang 2 im Vorlauf für den direkten Finaleinzug. 

Besonders begeistern konnte aber Johanna Pflügner. Obwohl sie bei der EM vor wenigen Wochen von der KL1 in die leistungsstärkere KL2-Klasse klassifiziert wurde, zeigte sie einen tollen Lauf über die 200 Meter. Am Ende reichte es völlig überraschend sogar für das Finale. „Das ist natürlich ein enormer Rückschlag, wenn Du plötzlich in eine Klasse mit viel Schnelleren gesteckt wirst. Umso erleichterter bin ich, heute so eine tolle Leistung gezeigt zu haben. Es war von Schlag eins bis zum letzten ein klasse Rennen“, ist Pflügner stolz auf sich, nachdem sie eine persönliche Bestleistung gefahren ist. Für das Finale am Samstag gibt das Selbstvertrauen, auch wenn die Konkurrenz natürlich eine andere sein wird: „Ich will nochmal genau so ein Rennen zeigen wie heute, dann mit noch mehr Zuschauern als Unterstützung. Und natürlich nicht Letzte werden in diesem starken Feld, das wäre schon ein riesiger Erfolg.“ 

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