20 JAHRE JIU-JITSU

TRAINERJUBILÄUM

Foto: SSK

KERPEN. Bereits 20 Jahre ist es her, dass der langjährige Leiter und Gründer der Abteilung Jiu-Jitsu im SSK-Kerpen aus beruflichen Gründen sein ehrenamtliches Engagement aufgeben musste und ein Nachfolger gesucht wurde. In einer traditionellen japanischen Kampfkunst wie dem Jiu-Jitsu ist es üblich, dass die Verantwortung an die ältesten Schüler weitergegeben wird.

Diese Aufgabe haben Claudia Schröder und ihr Mann Hubertus Webert gerne übernommen und leiten seitdem die Abteilung und das Training. Beide waren zu der Zeit schon lange dabei und bereits Inhaber des Schwarzen Gürtels. Inzwischen haben Claudia den dritten und Hubertus den vierten Dan. Beide sind lizensierte Übungsleiter des LSB und haben zusätzlich die Trainer-A-Lizenz des Kodokan Budo Verbandes, sowie die Prüferlizenz.

Nur kurze Zeit später kam Jürgen Kurpiers zum Trainerteam dazu. Er hat den zweiten Dan Jiu-Jitsu, ist ebenfalls ausgebildeter LSB-Übungsleiter, und auch er hat die Prüferlizenz.

Aus dem Jiu-Jitsu, der traditionellen japanischen Selbstvereidigung, haben sich modernere Kampfsportarten wie Karate, Judo oder Aikido entwickelt. Diese konzentrieren sich auf einzelne Teilbereiche des ursprünglichen sehr vielfältigen Jiu-Jitsu und perfektionieren diese.

Auch wenn Jiu-Jitsu der Ursprung ist, bedeutet das noch lange nicht, dass es sich um ein starres antiquiertes System handelt. Vielmehr ist dieser Ursprung so flexibel angelegt, dass sowohl neue Anforderungen an die Selbstverteidigung als auch Weiterentwicklungen aus den neuen Kampfsportarten aufgegriffen und in das ursprüngliche System integriert werden.

An die Trainer stellt diese Vielseitigkeit besondere Ansprüche. Um dem gerecht zu werden, blicken die drei regelmäßig über den Tellerrand und holen sich Anregungen sowohl im Breitensport als auch in anderen Kampfsportarten. So betreibt Hubertus seit Jahren intensiv Karate. Claudia und Jürgen haben das Aikido gewählt, und seit kurzem ist noch Kyusho-Jitsu dazugekommen. Im Kyusho Jitsu werden gezielt Schmerzpunkte eingesetzt um die Selbstverteidigungstechniken zu unterstützen, eine ideale Ergänzung zum Jiu-Jitsu.

Jiu Jitsu ist daher sehr abwechslungsreich und bietet immer wieder neue Herausforderungen, Grenzerfahrungen und jede Menge Spaß an der Bewegung. Es gibt keine Wettkämpfe. Das Gewinnen ist nicht besonders wichtig, viel wichtiger ist dagegen der individuelle Fortschritt des einzelnen. Daher eignet sich Jiu Jitsu für Jung und Alt, für den Supersportler wie für den Durchschnittsmenschen gleichermaßen.

Ein besonderes Angebot besteht darin, dass Kinder ab 10 Jahren und Erwachsene gemeinsam trainieren. Dies haben schon viele Eltern genutzt, sind mit ihren Sprösslingen gemeinsam zum Training gegangen, haben dann mit Partnern in ihrer Gewichtsklasse trainiert und sind nach dem Training wieder gemeinsam nach Hause gegangen. In welchem anderen Sport hat man dazu schon die Gelegenheit?
Weitere Informationen zu dieser Selbstverteidigungssportart gibt es bei der Geschäftstelle des SSK-Kerpen, Tel. 02237/3272 oder unter
www.ssk-kerpen.de.

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