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DIE HONAMAS UNTERLIEGEN BELGIEN

FIH Pro League: Honamas vs. Belgien 0:1 (0:0) \\ DHB

FIH Men Pro League 2022-2023 Mendoza, Argentina Match 10: Germany v Belgium Copyright. Worldsportpics / RODRIGO JARAMILLO

MENDOZA. (ARG) Die Honamas mussten sich erstmals in der aktuellen FIH Pro League Saison geschlagen geben. Nach einem leidenschaftlichen Auftritt, reichte den Belgiern der Treffer von Tom Boon (PC), um das Spiel mit 1:0 zu gewinnen. Am 9. November (1:40 Uhr) treffen die deutschen Herren auf Argentinien.

Kontrollierter Beginn von Belgien  

Die Honamas versuchten erst einmal gut zu stehen und lauerten immer wieder auf Ballgewinne, um dann schnell umzuschalten. Dies gelang zu Beginn direkt über Marco Miltkau, allerdings ohne Erfolg. Deutschland war von Anfang an präsent, hellwach und stand defensiv gut. Das Spiel spielte sich trotzdem hauptsächlich im Mittelfeld ab – keine Mannschaft wollte zu früh ins Risiko gehen, wobei die Belgier mehr Ballkontrolle hatten. Dies zeigt sich auch auf der Anzeigetafel: Ohne Tore endete das erste Viertel. 

Im zweiten Viertel musste Alexander Stadler das erste Mal richtig eingreifen und die Belgier hatten im Anschluss den ersten gefährlichen Kreiseintritt, der in einer Strafecke endete. Diese Ecke konnte Stadler stark entschärfen. Im weiteren Verlauf erhöhten die Belgier das Tempo und kamen immer häufiger zu Abschlüssen. Nach 19 Minuten ist erneut Alexander Stadler die Endstation für die belgischen Angriffe. Der Druck auf die Honamas stieg weiter: Zwei Minuten vor Schluss musste Stadler wieder eingreifen, bevor Deutschland einen Umschaltmoment unsauber ausspielte. Ein starker Alexander Stadler war bisher dafür verantwortlich das kein Tor fiel – so ging es mit einem 0:0 in die Halbzeit.

Defensiv war das eine überzeugende Leistung und die Mannschaft macht hier weiter große Fortschritte. Wir sind auf dem Weg Richtung WM voll im Soll.

Konzentrierte Defensivleistung  

Knapp 30 Sekunden dauerte es und die Belgier kamen innerhalb des Kreises zum Abschluss. Diesmal war es kein Problem für Stadler, weil der Schuss zu unplatziert war. Anschließend hatten die Honamas eine Umschaltsituation: Christopher Rühr suchte Marco Miltkau, aber die Belgier kamen in letzter Sekunde dazwischen. In den weiteren Minuten ließ Deutschland defensiv nicht mehr viel zu und stand – wie im ersten Viertel – sicher. In der 35. Minute gab es die gelbe Karte für Thies Prinz und die Honamas mussten fünf Minuten in Unterzahl spielen. In der nächsten Aktion wurde ein starker langer Pass auf Johannes Große gespielt, der zu Fall gebracht wurde. Allerdings hatte Deutschland den Videobeweis nicht gezogen. Im Folgenden erhöhte Belgien erneut den Druck, aber Deutschland verteidigte weiterhin konzentriert. In der 40. Minute konnten die Honamas für Entlastung sorgen und erhielten eine kurze Ecke, die allerdings verteidigt werden konnte. Auf dem Platz gab es immer mehr hitzige Duelle zwischen den Honamas und Belgiern. Auch das dritte Viertel endete torlos.

Zu Beginn des letzten Viertels ist Deutschland in doppelter Unterzahl: Mats Grambusch hatte zum Ende des dritten Viertels die grüne Karte bekommen und Christoper Rühr direkt zu Beginn des letzten Viertels. Belgien versuchte dies mit vielen schnellen Pässen auszunutzen, aber die Honamas verteidigten leidenschaftlich. In der 47. Minute gab es eine Strafecke für Belgien, die direkt zur nächsten führte: Zunächst parierte Alexander Stadler stark und anschließend blockte Hannes Müller den nächsten Versuch. In der 50. Minute gab es die nächste Strafecke für die Belgier und diesmal fiel das Tor: Tom Boon brachte Belgien in Führung und musste wegen einer anschließenden Unsportlichkeit mit der gelben Karte vom Feld. Die Honamas versuchten die Überzahl durch häufige Seitenverlagerungen und dem Schlenzball zu nutzen, aber die Belgier spielten die Unterzahl clever aus. Nach starker Vorarbeit von Christopher Rühr hatte Niklas Wellen die bisher beste Chance für die Honamas, aber Deutschland lief dem 0:1-Rückstand weiter hinterher. Kurz vor Schluss nahm André Henning Alexander Stadler noch aus dem Tor, um die Offensive zu unterstützen. Daraus resultierte letztendlich keine große Chance. Somit kassierten die Honamas ihre erste Niederlage in der aktuellen FIH Pro League Saison nach einem sehr leidenschaftlichen und defensiv disziplinierten Auftritt. 

Stimmen zum Spiel: 

André Henning: „Das ist eine absolut unnötige und auch maximal vermeidbare Niederlage. Wir starten sehr gut ins Spiel, haben viele gute Lösungen gegen das belgische Pressing, aber Richtung Kreis fehlt uns heute die Durchschlagskraft und auch ein wenig die Kaltschnäuzigkeit. Die ganzen Provokationen und Fehlentscheidungen können wir sicher noch etwas besser verpacken und sogar für uns nutzen. Gleichzeitig muss ich sagen, dass der Teamspirit einmal mehr wahnsinnig stark war und hier eine echte Einheit auf dem Platz stand. Defensiv war das eine überzeugende Leistung und die Mannschaft macht hier weiter große Fortschritte. Wir sind auf dem Weg Richtung WM voll im Soll.“
Hannes Müller: „Es ist bitter, dass wir dieses Spiel verlieren. Wir spielen über weite Phasen gutes Hockey, aber dann wird es hektisch und wir bekommen wieder Karten, die uns das Spiel erschweren. Wir haben uns trotzdem nicht hängen lassen und sind als Mannschaft zusammengewachsen. Außerdem haben wir heute 60 Minuten mit dem Olympiasieger und Weltmeister auf Augenhöhe gespielt. Jetzt werden wir für morgen unsere Kräfte nochmal sammeln, um den dritten Sieg zu holen.“
Moritz Trompertz: „Es war eine sehr bittere Niederlage. Wir haben in vielen Situationen unglücklich agiert, sodass wir unnötige Karten kassiert haben. Phasenweise war es eine ordentliche Partie, aber an einigen Stellen ist es durchaus ausbaufähig.“

Details zum Spiel:

Deutschland vs. Belgien 0:1
08.11.2022, Mendoza, Argentinien
1. Viertel
Keine Tore
2. Viertel
Keine Tore
3. Viertel
Keine Tore 
4. Viertel
0:1 – Tom Boon (PC), 50. Minute 

Folgende Spieler kamen für Deutschland zum Einsatz: 

Nr. Name
1 Alexander Stadler (TW)
3 Mats Grambusch (C)
4 Lukas Windfeder 
5 Linus Müller
9 Niklas Wellen
10  Johannes Große 
14 Teo Hinrichs
15 Tom Grambusch
16 Gonzalo Peillat
17 Christopher Rühr
19 Justus Weigand
22 Marco Miltkau 
23 Martin Zwicker
25 Hannes Müller 
30 Thies Prinz
33 Moritz Trompertz
44 Moritz Ludwig
74 Jean-Paul Danneberg

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