AB 2022 TRENNEN SICH DIE WEGE

Vertrag wird in gegenseitigem Einvernehmen nicht verlängert

DHB

MÖNCHENGLADBACH. Im Zuge der Analyse des Abschneidens des deutschen Herren-Olympiateams bei den Spielen von Tokio haben sich die Verantwortlichen beim Deutschen Hockey-Bund und Bundestrainer Kais al Saadi einvernehmlich dazu entschlossen, ab 2022 getrennte Wege zu gehen. Der zum Jahresende auslaufende Vertrag des 44-Jährigen wird demnach nicht verlängert.

DHB-Sportdirektor Dr. Christoph Menke-Salz: „Wir bedanken uns bei Kais al Saadi für seine hervorragende Arbeit mit den Honamas in den vergangenen zwei Jahren und wünschen ihm alles Gute für die Zukunft. Die Mannschaft hat unter Kais‘ Führung sowohl bei der EM in Amstelveen als auch bei den Olympischen Spielen in Tokio unter Beweis gestellt, dass sie wieder zur erweiterten Weltspitze gehört.“

Kais al Saadi: „Für zwei Jahre die Verantwortung für die Honamas übertragen zu bekommen, war die größte Ehre meines beruflichen Lebens. Ich bedanke mich bei den Verantwortlichen für das Vertrauen sowie dem Team, meinem Staff und allen im Umfeld der Honamas für die hervorragende Zusammenarbeit unter zuweilen schwierigen Bedingungen. Ich traue dieser Mannschaft wieder absolute Top-Platzierungen bei den kommenden Turnieren zu, der Grundstein dafür ist gelegt. Es haben sich bei den Gesprächen zwischen den DHB-Verantwortlichen und mir allerdings zum Teil stark unterschiedliche Ansichten hinsichtlich der strategischen Ausrichtung und den Rahmenbedingungen für den nächsten Olympischen Zyklus ergeben, so dass wir die Zusammenarbeit beenden werden. Ich für meinen Teil tue das sehr schweren Herzens. Natürlich wünsche ich dem DHB und der Mannschaft alles Glück der Welt für die nächsten Aufgaben.“

„Wir danken Kais dafür, dass er die Mannschaft in einer herausfordernden Phase übernommen und weiterentwickelt hat. Wir waren an einer Fortsetzung der Zusammenarbeit über das Vertragsende hinaus durchaus interessiert, haben aber im Laufe der offenen und vertrauensvollen Gespräche in einigen wichtigen Punkten nicht zusammengefunden“, so Katrin Kauschke, DHB-Vizepräsidentin Leistungssport. Die Suche nach einer Nachfolge für al Saadi habe bereits begonnen: „Wir haben uns für den kommenden Olympiazyklus hohe Ziele gesetzt und sind davon überzeugt, dass unsere Mannschaft dazu imstande ist, diese Ziele zu erreichen, wenn wir die richtigen Schlüsse aus dem Turnier von Tokio ziehen.“

Bei den am 16. und 17. Oktober anstehenden Pro-League-Auswärtsspielen gegen Olympiasieger Belgien wird Kais al Saadi die Mannschaft noch einmal wie gewohnt betreuen.