WERKSELFEN GASTIEREN BEIM „HEINRICH-HORN-GEDÄCHTNIS-TURNIER“

Foto: Jörg Dembinski

LEVERKUSEN. Nach dem Turnier ist vor dem Turnier – Eine Woche nach dem bisweilen starken Auftritt beim hochkarätig besetzten Wittlicher Handballcup, bei dem sie am Ende Platz drei erreichten, steht für die Bundesliga-Handballerinnen des TSV Bayer 04 Leverkusen nun die zweite Turnierteilnahme im Rahmen der Vorbereitung an. Am Wochenende geht es ins hessische Melsungen zum “Heinrich-Horn-Gedächtnis-Turnier” des Zweitligisten SG 09 Kirchhof, für den inzwischen die ehemalige Elfe Anouk van de Wiel aktiv ist. Anouk war zuletzt beim norwegischen Erstligisten Molde HK unter Vertrag, zog sich jedoch eine schwere Verletzung zu und kam deshalb kaum zum Einsatz.

Am Samstag stehen für die Leverkusenerinnen die beiden Gruppenspiele an. Zunächst geht es ab 14.30 Uhr in der Stadtsporthalle gegen den Zweitligisten BSV Sachsen Zwickau, und drei Stunden später wird der niederländische Erstligist HV Quintus der Gegner sein. In den anderen beiden Dreiergruppen treffen der Erstligist VfL Oldenburg sowie die Zweitligisten Kirchhof, Werder Bremen, SV Union Halle- Neustadt, HC Leipzig und HSV Solingen-Gräfrath aufeinander. Sollte es beispielsweise im Halbfinale am Sonntag dann gegen Gräfrath gehen, gäbe es ein Wiedersehen mit Kerstin Reckenthäler und etlichen Spielerinnen, die einst in der Bayer-Jugend ausgebildet wurden. Die Hauptrunde startet am Sonntag bereits um 9 Uhr, das heißt, man sollte möglichst auf den Punkt wach sein. Im vergangenen Jahr belegten die Elfen übrigens ungeschlagen Rang zwei. Nach einem 13:13 gegen Blomberg-Lippe fehlten in der Tordifferenz nur zwei Treffer. Eine Steigerung wäre also durchaus möglich…

WITTLICH UND DIE FOLGEN....

So positiv das Turnier in Wittlich auch rein sportlich für die Werkselfen verlief, so schmerzhaft sind die Folgen für zwei Leverkusenerinnen: Mareike Thomaier zog sich im Halbfinale gegen Bietigheim einen Nasenbeinbruch zu und wird sich nach erfolgreich verlaufendem operativem Eingriff in der HNO-Klinik Holweide vorerst mit Krafttraining und ähnlichem begnügen müssen. “Es war eine doofe Situation. Der Ball war frei, und ich wollte mich auf ihn stürzen. Leider hatte eine Bietigheimerin die gleiche Idee. Im Kampf um den Ball schlug ich dann mit der Nase zuerst auf dem Boden ein. Wirklich doof gelaufen”, berichtet Mareike, die aktuell mit einem kleidsamen Nasenschutz herumlaufen muss, aber schon bald wieder richtig aktiv eingreifen will.

Auch für Torhüterin Vanessa Fehr hat Wittlich ein schmerzhaftes Nachspiel. Sie wurde “vom Himmel geschossen”, wie es Thomaier ausdrückte, bekam einen Ball mit Wucht genau ins Gesicht. Zunächst ging es für Vanessa weiter, doch als die Kopfschmerzen stärker wurden, begab sie sich in Behandlung. Diagnose: Gehirnerschütterung. Somit fällt dieses malade Duo für das anstehende Turnier der SG Kirchhof in Melsungen aus.

Auch an dieser Stelle wünschen wir Mareike und Vanessa gute Besserung!!