KEVIN KRENZ STELLT DEUTSCHEN HALLENREKORD EIN

Hallen-DM Dortmund Tag eins: \\ DLV

Foto. Kevin Kranz - Fotograf: Theo Kiefner

DORTMUND. Kevin Kranz hat am ersten Tag der Deutschen Hallenmeisterschaften in Dortmund über 60 Meter den deutschen Hallenrekord des Erfurters Julian Reus egalisiert. Der 22-Jährige vom Sprintteam Wetzlar setzte sich am Samstag im Finale in 6,52 Sekunden durch. In seinem Sog stellten auch Julian Wagner (LC Top Team Thüringen; 6,59 sec) und Vereinskollege Michael Pohl (6,60 sec) neue Bestleistungen auf. Als pfeilschnelles Trio haben sie sich mit Endlauf- oder gar Medaillen-Ambitionen für die Hallen-EM in Torun (Polen; 4. bis 7. März) empfohlen.

Schnellste Frau der Titelkämpfe, die aufgrund der Corona-Pandemie unter strengen Hygiene-Maßnahmen und mit reduzierten Teilnehmerfelder stattfinden müssen, war überraschend die Münchnerin Amelie Sophie Lederer.

Sie steigerte in einem Finale, in dem sechs Athletinnen unter der Hallen-EM-Norm von 7,25 Sekunden blieben, ihre Bestzeit aus dem Vorlauf noch einmal um acht Hundertstel auf 7,12 Sekunden. Nur eine Europäerin war in dieser Hallensaison schneller. Dahinter sprinteten auch Jennifer Montag (TSV Bayer 04 Leverkusen; 7,19 sec) und Yasmin Kwadwo (LC Paderborn; 7,19 sec) zu neuen Bestzeiten sowie Silber und Bronze.

Im Dreisprung schlug Max Heß mit dem ersten 17-Meter-Satz der Saison den Weg zur Hallen-EM ein. Nach einer Reihe ungültiger Sprünge saß der letzte Versuch: Mit exakt 17,00 Metern und seinem fünften Hallentitel setzte sich der Chemnitzer vorläufig auf Platz zwei der europäischen Hallen-Rangliste und kündigte für die kontinentalen Titelkämpfe sogleich an: „Zweimal habe ich Bronze geholt, jetzt soll es mal eine andere Farbe werden!“ Auch im Dreisprung der Frauen setzte sich mit Neele Eckhardt (LG Göttingen; 13,85 m) die Favoritin durch, das i-Tüpfelchen eines 14-Meter-Sprungs aber fehlte.

Die erste Medaille der Titelkämpfe und ihr persönliches Hallen-DM-Gold Nummer sechs hatte sich im Kugelstoßen der Frauen die WM-Dritte Christina Schwanitz (LV 90 Erzgebirge; 18,87 m) gesichert. „Für die Deutschen Meisterschaften in dem Corona-Wahnsinn, den wir alle mehr oder weniger gut versuchen zu bewältigen, finde ich die Weite in Ordnung“, befand Schwanitz. „Ich hoffe, dass ich bei den Hallen-Europameisterschaften in Torun meinen zweiten Platz in der europäischen Rangliste zumindest bestätigen kann.“

Sogar schon der neunte Hallentitel ging im Wettbewerb der Männer an Ex-Weltmeister David Storl (SC DHfK Leipzig), der in seinem dritten Wettkampf der Saison seine Jahresbestleistung auf 20,83 Meter schraubte. Lisa Ryzih (ABC Ludwigshafen) reichte im Stabhochsprung der Frauen ein gültiger Versuch zum Sieg: Mit 4,41 Metern sprang sie höher als ihre Konkurrentinnen, bei 4,61 Metern und der Hallen-EM-Norm war jedoch Endstation. Dafür konnte Hürden-Sieger Erik Balnuweit (TV Wattenscheid 01), der in der Halle ebenfalls ein Gold-Abo hat, in 7,70 Sekunden den Richtwert für Torun bestätigen – und Titel Nummer acht feiern. Auch Ricarda Lobe (MTG Mannheim; 8,19 sec) wurde im Frauen-Rennen ihrer Favoritenrolle gerecht.