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STEINER GEWINNT DIE GERMAN INTERNATIONAL CHAMPIONSHIP

Das Turnier musste wegen Gewitter auf zwei Runden verkürzt werden

Antonia Steiner vom GC Hubbelrath (Mitte), die Österreicherin Johanna Janisch und der Schwede Neo Berg setzen sich bei den International German Amateur Championship – Boys & Girls durch. (Foto: DGV/stebl)

WIESBADEN. Bei der 20. German International Amateur Championship – Boys & Girls, die erstmals im GC Hardenberg vom 30. Mai bis zum 1. Juni stattfand, sicherten sich Antonia Steiner vom GC Hubbelrath mit Runden von 69 und 75 Schlägen (gesamt 144) und Johanna Janisch aus Österreich mit Runden von 70 und 74 Schlägen (ebenfalls 144) bei den Mädchen sowie der Schwede Neo Berg mit Runden von 70 und 67 Schlägen (gesamt 137) bei den Jungen die Titel. Das Turnier wurde aufgrund aufziehender Gewitter von ursprünglich drei auf zwei Runden verkürzt. Somit war das Ergebnis nach den ersten beiden Runden auch der Endstand.

Das Wetter hielt bis zum Morgen des dritten Turniertags, dem Finaltag. Dann wurde das Turnier mittags erstmals für eine knappe Stunde unterbrochen. Als es für die Athleten wieder rausging, dauerte es nicht lange, bis die Spielleitung nicht anders handeln konnte, als erneut zu unterbrechen. Immer, wenn ein Gewitter gerade vorbeigezogen war, zog das nächste in den Warnradius. So musste die Finalrunde annulliert werden, da keine Chance mehr bestand, diese am Samstag zu beenden. Der Sieger der Jungen sicherte sich mit 70 und 67 Schlägen den Titel. Neo Berg aus Göteburg gewann in diesem Jahr bei seiner dritten Teilnahme in Deutschland erstmals eines der ganz großen Turniere Europas. 2022 hatte Berg bei der GBGO den 13. Platz erspielt, 2023 schaffte er es sogar in die Top Ten. „Ich habe von Tee zu Grün sehr solide gespielt und habe mir viele Chance gegeben, Birdies zu machen. Ich habe an allen Tagen gut gespielt. Ich bin richtig erleichtert, denn ich hatte am Anfang des Jahres keine gute Zeit. Dieser Sieg ist wirklich groß für mich. Ich liebe es, diese großen Turniere in Europa zu spielen, weil man hier so viele talentierte Spieler kennenlernt“, freute sich der Schwede, der ab 2026 in den USA Collegegolf spielen möchte. Zweiter wurde der Italiener Bruno Frontero mit jeweils 72 und 66 Schlägen (138) vor Ben Bolton aus England (71, 69, gesamt 140).

Bei den Mädchen waren zwei Spielerinnen schlaggleich in die Finalrunde gestartet. Da die Gewitterlage auch kein Stechen mehr zuließ, wurden Antonia Steiner und Johanna Janisch beide zu Siegerinnen erklärt. Dies war zuletzt 2016 der Fall, als Aline Krauter vom Stuttgarter GC Solitude und die Dänin Sofie Kibsgaard beide Gold gewannen.

Antonia Steiner hatte Scorekarten mit 69 und 75 Schlägen unterschrieben. „Dieser Sieg bedeutet mir sehr viel, denn er hilft mit definitiv in der laufenden Karriere weiter, gerade für die Qualifikation zum Junior Solheim Cup, der am Ende des Jahres mein Ziel ist. Ich freue mich sehr. Ich habe heute sehr gut gespielt, ich hätte gerne zu Ende gespielt.“ Antonia Steiners größter Erfolg war der Sieg bei der R&A Girls U16 Championship 2023. Die amtierende NRW-Meisterin spielt in der 1. Bundesliga der Deutschen Golf Liga presented by All4Golf für den GC Hubbelrath. Anfang des Monats hatte die 16-Jährige sich bei den Deutschen Lochspielmeisterschaften die Bronzemedaille gesichert. Hinter den beiden Siegerinnen wurde Louise Uma Landgraf aus Frankreich mit nur einem Schlag Rückstand Dritte (74, 71 gesamt 145).

Mädchen-Bundestrainer Sebastian Rühl war begeistert: „Das Turnier hatte eine unfassbare Trennschärfe. Das war vom Setup des Platzes und des Events insgesamt seit langer Zeit das anspruchsvollste, was ich in Deutschland und Europa gesehen habe. Ich bin von der Performance von Antonia sehr beeindruckt, weil sie auch auf so komplexen Golfplätzen wie dem Niedersachsen Course ihre Leistung abrufen konnte.“

Der Bundestrainer der Jungen, Christoph Herrmann, war ebenfalls sehr angetan von den Tagen im Golf Resort Hardenberg: „Mir tat es für den GC Hardenberg leid, dass das Wetter so schlecht war. Für uns heißt schlechtes Wetter einfach nur, dass wir andere Dinge lernen können und eine andere Challenge haben. Das ist ein spektakulärer Golfplatz. Für die Entwicklung unserer Spieler war das Turnier sehr gut geeignet und ich fand alles rundherum sehr gelungen. Wir sind mit dem Ergebnis insgesamt froh, weil wir vier Deutsche zum Zeitpunkt des Abbruchs in der Top Ten hatten.“

Weitere deutsche Platzierungen:

Auf dem geteilten fünften Rang landete bei den Jungen Niklas Rehmann vom GC Dresden Ullersdorf (70, 74, 144), Julius Wollny vom Hamburger GC wurde geteilter Siebter (73, 72, 145), Nils-Levi Bock vom GC St. Leon-Rot (74, 72, 146) und Jasper Pippig (72, 74, 146) wurden geteilte elfte.

Siebte bei den Mädchen wurde Lilian Joy Bühle (75, 72, 147) vom GC Kirchheim-Wendlingen. Alle Ergebnisse und weitere Berichte finden Sie auf der Seite www.golf.de unter DGV-Turniere. (https://www.golf.de/sport/alle-turniere/dgv-turniere-2024.html) www.golf.de/serviceportal.

Golf Team Germany

Das erst seit 2013 bestehende Golf Team Germany umfasst die besten Golfspieler Deutschlands. Als Teil der Vision Gold, das Leitbild und Leistungssportprogramm des DGV, kämpfen Amateure und Tourspieler erstmals gemeinsam für ein Ziel: Sie wollen eine Medaille bei den Olympischen Spielen gewinnen. Das Golf Team Germany setzt sich aus dem Elite Team, dem National Team und dem Junior Team zusammen und wird von der PGA of Germany, der Stiftung Deutsche Sporthilfe und der Bundeswehr unterstützt. Jeweils zwei Damen und zwei Herren werden vom DGV dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) zur Nominierung für die Olympischen Spiele vorgeschlagen. Das Elite Team Germany umfasst Spieler mit einer kurzfristigen Olympiaperspektive. Das National Team Germany stellt Tourspieler mit mittelfristiger olympischer Perspektive. Für das Junior Team werden Amateure bis 23 Jahre nominiert, die eine langfristige Olympiaperspektive und eine kurz- bis mittelfristige EM- und WM-Perspektive besitzen

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