EISENHUT UND DOBRUNZ TRIUMPHIEREN IN VALLEY

Spannender Finaltag bei Deutscher Meisterschaft im Münchner Süden

DM Damen und Herren AK offen 2022

WIESBADEN.. Anni Eisenhut (GC St. Leon-Rot) und Nils Dobrunz (G&LC Berlin-Wannsee) gewinnen die Deutsche Meisterschaft (DM) AK offen im GC München Valley. Eisenhut siegt mit gesamt -4 (67, 72, 73, 72) vor Eva-Lucia Lindner vom 1. GC Fürth und Hanna Tauber (Even) vom GC Hubbelrath. Dobrunz setzt sich mit -13 (69, 67, 72, 67) vor den schlaggleichen Silbermedaillen-Gewinnern Tom Haberer (GCHannover) und Christian Hellwig (GC Hubbelrath/beide -12) durch.

Mit drei Schlägen Vorsprung auf seine Verfolger Christian Hellwig (Hubbelrath) und Tom Haberer (Hannover) war Nils Dobrunz (G&LC Berlin-Wannsee) auf die 18, die 72.und letzte Bahn der Deutschen Meisterschaft im GC München Valley, gegangen. Dann fingen die Hände zu zittern an; der Berliner zeigte Nerven, machte zum ersten Mal an diesem sonnigen Sonntag einen Fehler und versenkte seinen Annäherungsschlag im Wasser. Die Konkurrenz witterte ihre Chance. Im Finish reichte dem Berliner jedoch noch ein Doppelbogey, weil Haberer und Hellwig ihre Birdie-Putts jeweils verpassten.

Dobrunz: „Das ist Wahnsinn. Ich muss erst mal eine Nacht darüber schlafen. Das fühlt sich im Moment noch sehr besonders an. Morgen, wenn ich aufgewacht bin, werde ich wohl erst verstehen, was passiert ist.“ Die Heimfahrt war für den neuen deutschen Champion dann doch etwas länger, denn mit rund 700 Kilometern hatte der Berliner Dobrunz mitunter die weiteste Strecke aller Teilnehmer. Bayern war für ihn allerdings auf jeden Fall eine Reise wert: „Man muss sich immer erst an die Bedingungen hier in den höheren Lagen gewöhnen. Da fliegt der Ball dann doch so gut fünf Prozent weiter als bei uns“, sagte er.

Bei den Damen holte Anni Eisenhut die Goldmedaille. Die Spielerin des GC St. Leon- Rot triumphierte, weil sie in den entscheidenden Momenten die besseren Nerven und ihr Spiel im Griff hatte. Und irgendwie war’s dann doch ein Heimsieg. „Ja, auf jeden Fall. München ist meine Heimat. Ich bin hier aufgewachsen, zur Schule gegangen und habe während dieser DM auch bei meinen Eltern geschlafen. Es fühlt sich riesig an, in Valley Deutsche Meisterin zu werden, nachdem ich den Titel in der Jugend zweimal im Stechen jeweils knapp verpasst hatte“, so Eisenhut. Sie lieferte sich auf der letzten Runde ein Duell mit Eva-Lucia Lindner. Die Bayerische Meisterin aus dem 1. GC Fürth spielte ebenfalls eine sehr starke Deutsche Meisterschaft und war im Finale in einer sehr guten Position auf dem bestens präparierten Kurs von Valley, auf dem allerdings zunächst Runde drei zu Ende gespielt werden musste, da diese tags zuvor wegen Gewitters abgebrochen worden war. Für die Fränkin Lindner war diese Pause alles andere als optimal, denn zu Beginn des Tages verlor sie prompt ein paar Schläge, kämpfte sich dann aber wieder ran und ging sogar erneut in Führung. Eisenhut konterte jedoch eiskalt: Mit Birdies auf den Bahnen 14, 15 und 16 zog sie ihren Konkurrentinnen den Zahn. „Da habe ich schon gespürt, dass es ein sehr guter Tag werden könnte für mich. Ich bin megahappy, dass ich diese Trophäe mit nach Hause nehmen darf.“

Bild 2: (li.)Top Drei der Damen (v.l.): Eva-Lucia Lindner (Silber/1. GC Fürth), Siegerin
Anni Eisenhut und Hanna Tauber (Bronze) vom GC Hubbelrath (Foto: DGV/Kirmaier)
Bild 3:(re.) Top Drei der Herren: Tom Haberer (Hannover/l.) und Christian Hellwig
(Hubbelrath) holten Silber, Nils Dobrunz (Berlin-Wannsee) Gold. (Foto: DGV/Kirmaier)

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