SAISONFINALE MIT PLATZREKORDEN

St. Leon-Rot dominiert Deutsche Mannschaftsmeisterschaften der Jugend \\ DGV

Die Mädchen des GC St. Leon-Rot sind alter und neuer Deutscher Mannschaftsmeister der AK 18. (Foto: C&V Sport Promotion)

WIESBADEN. Der GC St. Leon-Rot ist und bleibt die Talentschmiede Nummer eins: Bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften (DMM), die in den Altersklassen 18, 16 und 14 – jeweils Mädchen und Jungen – an sechs Spielorten stattfanden, holte Team SLR gleich fünfmal Gold. Es gab nicht nur tiefe Scores der deutschen Top-Talente, sondern auch zwei Platzrekorde.

AK 18 Mädchen: Krimi mit neuer Bestmarke

In einem Herzschlagfinale hat der GC St. Leon-Rot seinen Titel verteidigt und das Bundesfinale der Mädchen AK 18 in Salzgitter für sich entschieden. Diesmal war es nur ein einziger Schlag, der den neuen Deutschen Mannschaftsmeister von seinem ärgsten Verfolger trennte: Team SLR setzte sich mit gesamt 361 (+1) vor dem Hamburger GC (362/+2) durch. „Es war ein harter Kampf mit dem glücklicheren Ende für uns“, sagte Michael Strong. Der SLR-Mädchen-Coach feierte mit seiner Equipe nicht nur die Goldmedaille, sondern auch den 17. Geburtstag von Nationalspielerin Charlotte Back, die an ihrem Ehrentag mit einer 70 (-2) das beste Ergebnis für ihr Team in die Wertung brachte. Den besten Score des Turniers unterschrieb jedoch Julia Bäumken vom GC Altenhof, die mit einer 67 (-5) einen neuen Platzrekord im GC Salzgitter aufstellte. Altenhof belegte am Ende mit +12 Rang vier – knapp hinter dem G&LC Berlin-Wannsee (+11), der die Bronzemedaille mit nach Hause nehmen durfte.

AK 18 Jungen: Favoriten in Augsburg auf dem Podium

Die Jungen des GC Mannheim-Viernheim sind Deutscher Mannschaftsmeister in der AK 18. Nachdem das Team von Trainer Ted Long nach den Vierern Platz eins noch mit dem GC Main-Taunus geteilt hatte, zeigten die Junioren des Erstliga-Clubs am Sonntag in den Einzeln ihre Klasse und sicherten den Titel mit gesamt +13 (524 Schläge) souverän vor dem Münchener GC (528/+17) und dem GC St. Leon-Rot (529/+18). Nach jeweils drei Vierer-Partien und sechs Einzeln setzten sich damit die Favoriten beim Bundesfinale der AK 18-Jungen durch. „Der Club kann sehr stolz auf diese Jungs sein, die sich sehr gut vorbereitet hatten und am Finaltag entschlossen und voll fokussiert aufgetreten sind“, erklärte Mannheims Coach Long. SLR-Akteur Yannick Malik (Junior Team Germany) sorgte dabei mit einer fehlerfreien 64er-Runde für das überragende Ergebnis des Turniers und stellte auf dem Par-73-Parcours des GC Augsburg in Bobingen-Burgwalden einen neuen Platzrekord auf.

AK 16 Mädchen: Spannendes Duell an der Spitze
Einen enorm packenden Zweikampf gab es an der Spitze der DMM der Mädchen AK 16 im niedersächsischen GC Peine-Edemissen: Der GC St. Leon-Rot lieferte sich ein Duell auf Augenhöhe mit dem Nachwuchs aus dem Münchener GC, das das Team SLR am Ende mit gesamt +3 und damit einen Schlag vor der Auswahl aus der bayerischen Landeshauptstadt hauchdünn für sich entschied. Bronze holte der Mainzer GC (+25). Nach den Vierern am Samstag hatten die Münchenerinnen noch in Führung gelegen; in den Einzeln schalteten die Mädchen aus St. Leon-Rot dann aber auf Attacke und holten aufgrund einer geschlossenen Mannschaftsleistung doch noch Gold. Den bei diesem Turnier herausragenden Score steuerte Uma Bergner bei, die ihre Runde am Sonntag mit einer starken 69 (-3) beendete. Auch ihre SLR-Teamkollegin Sophie Böhlhoff (71/-1) blieb unter Par.

AK 16 Jungen: Wertung nach den Vierern
Die Deutschen Mannschaftsmeisterschaften der Jungen AK 16 auf der Golfanlage Holledau mussten wegen eines positiven Corona-Falles abgebrochen werden. „Wir bedauern sehr, dass die Nachwuchsathleten ihr Turnier nicht zu Ende spielen konnten, aber um die Teilnehmer zu schützen, war es notwendig, das Turnier abzubrechen. Für den Deutschen Golf Verband steht die Gesundheit der Spieler an erster Stelle“, bedauert Marcus Neumann, Vorstand Sport des DGV, den Vorfall. Die Wettspielleitung entschied gemeinsam mit den DGV-Verantwortlichen, die bereits gespielten Ergebnisse des ersten Turniertages als Endstand zu werten. Alter und neuer Deutscher Mannschaftsmeister ist damit der GC St. Leon-Rot (-7), Silber geht an den G&LC Berlin-Wannsee (+1), Bronze holt der Münchener GC (+4).

Mädchen AK 14: St. Leon-Rot vor Hubbelrath und Berlin

Die jungen Golferinnen des GC St. Leon-Rot haben bei den DMM der Altersklasse 14 ihre Favoritenrolle bestätigt und sich nach Silber in 2019 den Titel zurückgeholt. Nach einem Jahr Corona-Pause hatten die Akteurinnen aus dem Südwesten der Republik beim Wettbewerb im bayerischen GC Ebersberg die Nase vorn und feierten einen erwarteten wie auch verdienten Sieg. SLR gewann mit gesamt +10 (370 Schläge). Die Silbermedaille ging am Ende eines spannenden Finaltages an die Mädchen des GC Hubbelrath (+17), Bronze sicherte sich die Mannschaft des G&LC Berlin-Wannsee (+23). Mit zwei starken Ergebnissen am Samstag in den Vierern hatten Maya Burmann, Lynette Evers, Lea Geiss und Sofia Maier-Borst den Grundstein für ihren Erfolg gelegt. Fünf Schläge hatte ihr Vorsprung auf die ersten Verfolgerinnen betragen. Und den ließen sich die Spielerinnen aus Baden-Württemberg nicht mehr nehmen.

Jungen AK 14: Start-Ziel-Sieg für Team SLR

Mit einer beeindruckenden Leistung haben die Jungen des GC St. Leon-Rot gezeigt, dass die Meisterschaftskrone in die Kurpfalz gehört. Sowohl in den Vierern (+1) als auch den Einzeln (+22) erzielten die kleinen Wölfe das beste Mannschaftsergebnis – und mit insgesamt gerade einmal 23 Schlägen über Par beendete das Team um Coach Sebastian Holzapfel diese DMM der AK 14 im niedersächsischen Artland GC per Start-Ziel-Sieg. Dementsprechend zufrieden zog Trainer Holzapfel Bilanz: „Es war ein Tag mit einem sehr guten Ende für uns. Dennoch war es kein Selbstläufer, wie das Endergebnis vielleicht den Anschein geben mag.“ Besonders hervorzuheben sind die Auftritte von Keyong Ren und Jingchen Fen, die beide in ihren Einzeln jeweils eine starke 73 (+1) in die Wertung brachten. Auf Platz zwei stand am Ende der Nachwuchs des Hamburger GC. Die Falkensteiner beendeten das Bundesfinale mit einem Gesamtscore von +40 und verwiesen den G&LC Berlin-Wannsee (+64) mit deutlichem Abstand auf den Bronzerang.