GOLDENE FRITZ-WALTER-MEDAILLEN AN BRAND, ADEYEMI UND MOUKOKO

FRANKFURT. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat sich im Zuge einer “Equal Play” Reform dazu entschieden, die Fritz-Walter-Medaille ab sofort gleichwertig an Nachwuchsspielerinnen und Nachwuchsspieler zu vergeben. Das bedeutet, dass mit der diesjährigen Vergabe und in Zukunft sowohl die besten männlichen als auch weiblichen Spieler*innen des U 17- und U 19-Jahrgangs mit Gold-, Silber und Bronzemedaillen ausgezeichnet werden.

Zudem wird dieses Prinzip auch auf die pandemiebedingt ausgefallene Verleihung der Fritz-Walter-Medaille im Vorjahr angewendet. Dadurch dürfen sich 24 Spieler*innen über die höchste Einzelauszeichnung im deutschen Nachwuchsfußball freuen. Unter den mit Gold ausgezeichneten Preisträger*innen sind unter anderem Spieler*innen wie Karim Adeyemi, Jule Brand, Lisanne Gräwe, Youssoufa Moukoko und Florian Wirtz.

Durch die Neustrukturierung der Medaillenvergabe trägt der DFB dem Gedanken des “Equal Play” Gedanken Rechnung. Hermann Winkler, DFB-Vizepräsident für Jugendfußball, sagt: “Die Gleichberechtigung und die deutlich gestiegene Professionalisierung im Frauen- und Mädchenfußball muss sich auch bei der Würdigung des Nachwuchses bemerkbar machen. Eines Tages die Fritz-Walter-Medaille in den Händen halten zu dürfen, soll auch ein Ansporn für die jungen Talente sein, die jetzt in unseren Vereinen trainieren. Herzlichen Glückwunsch an alle Ausgezeichneten!”

Weit über 400 Bundesligaspiele können alle 24 Preisträger*innen gemeinsam vorweisen. Und obwohl die Goldmedaillengewinner*innen teilweise erst 17 Jahre alt sind, haben alle schon Erfahrung im Erwachsenenbereich gesammelt. Der Dortmunder Stürmer und U 21-Europameister Karim Adeyemi (Gold, Jahrgang 2002) ist längst eine feste Größe in der Bundesliga und UEFA Champions League. Jule Brand (Gold, Jahrgang 2002) war die jüngste Spielerin im EM-Aufgebot von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg und stand beim Halbfinalsieg gegen Frankreich in der Startformation. Florian Wirtz (Gold, Jahrgang 2003) gehört zu den U 21-Europameistern von 2021. In der Bundesliga zog der gebürtige Pulheimer vor seinem Kreuzbandriss bereits im Mittelfeld von Bayer 04 Leverkusen die Fäden.

Youssoufa Moukoko (Gold, Jahrgang 2004) von Borussia Dortmund hat in den vergangenen Jahren beinahe jeden Torrekord der Junioren-Bundesligen pulverisiert. Mittlerweile ist er mit wichtigen Toren auch bei den Profis des BVB und in der U 21-Nationalmannschaft angekommen. Lisanne Gräwe (Gold, Jahrgang 2003) ist nach ihrem Wechsel vom VfL Wolfsburg zu Bayer 04 Leverkusen Stammkraft. Mit der U 20-Nationalmannschaft bestritt die zentrale Mittelfeldspielerin alle Spiele bei der Weltmeisterschaft in Costa Rica.

Der Anspruch aller unserer Nationalmannschaften ist es, nachhaltig in der Weltspitze vertreten zu sein”, sagt Joti Chatzialexiou, Sportlicher Leiter Nationalmannschaften. “Unsere Medaillengewinner*innen sind bereits jetzt unmittelbar an der Verwirklichung dieses Ziels beteiligt oder besitzen das Potenzial, in der Zukunft prägende Figuren des deutschen Fußballs zu werden. Es freut mich wirklich sehr für alle Preisträger*innen, dass wir dieses Jahr wieder die talentiertesten Spieler*innen der Jahrgänge 2002 bis 2005 für ihre besonderen Leistungen auszeichnen können. Die Gewinner*innen gehen auf und neben dem Platz voran und überzeugen besonders durch ihre Persönlichkeit. Die Medaille soll auch als Motivation dienen, es ihren Vorgänger*innen um Lena Oberdorf oder Kai Havertz gleichzutun und zu wichtigen A-Nationalspieler*innen zu wachsen. Auf diesem Weg werden wir sie bestmöglich begleiten.”

Für Chatzialexiou sind die Anpassungen bei der Vergabe folgerichtig: “Equal Play liegt uns am Herzen. Deshalb freuen wir uns, von nun an Spieler*innen gleichermaßen für ihre Leistungen zu honorieren.” Für Gold zahlt der DFB jeweils 20.000 Euro, für Silber jeweils 15.000 Euro und für Bronze jeweils 10.000 Euro an die an der Ausbildung beteiligten Amateurvereine. “Die reformierte Vergabe sorgt auch dafür, dass wir bei der Ausschüttung der Prämien mehr Amateurvereine berücksichtigen können”, unterstreicht Chatzialexiou die positiven Aspekte durch die gestiegene Zahl der Gewinner*innen. “Unsere Nationalspieler*innen beginnen ihren Weg alle in einem unserer vielen Tausend Amateurvereine. Es ist uns ein Anliegen, die Vereinsarbeit auch auf diesem Weg zu honorieren.”

Die Fritz-Walter-Medaille wird den Preisträger*innen während der nächsten Länderspielphase ihrer Nationalmannschaft oder direkt in ihren Vereinen überreicht. Künftig sollen jährlich zwölf Preisträger*innen die Fritz-Walter-Medaille erhalten.

Die Preisträger Jahrgang 2002 weiblich – U 19-Frauen 2021:

Gold: Jule Brand (VfL Wolfsburg)

Silber: Julia Kassen (VfL Wolfsburg)

Bronze: Sophie Weidauer (1. FFC Turbine Potsdam)

Jahrgang 2002 männlich – U 19-Junioren 2021:

Gold: Karim Adeyemi (Borussia Dortmund)

Silber: Ansgar Knauff (Eintracht Frankfurt)

Bronze: Noah Atubolu (SC Freiburg)

Jahrgang 2003 weiblich – U 19-Frauen 2022:

Gold: Lisanne Gräwe (Bayer 04 Leverkusen)

Silber: Carlotta Wamser (Eintracht Frankfurt)

Bronze: Sarah Mattner-Trambleau (First Vienna FC)

Jahrgang 2003 männlich – U 19-Junioren 2022:

Gold: Florian Wirtz (Bayer 04 Leverkusen)

Silber: Luca Netz (Borussia Mönchengladbach)

Bronze: Robert Wagner (SC Freiburg)

Jahrgang 2004 weiblich – U 17-Juniorinnen 2021:

Gold: Clara Fröhlich (Bayer 04 Leverkusen)

Silber: Vanessa Diehm (TSG 1899 Hoffenheim)

Bronze: Cora Zicai (SC Freiburg)

Die Preisträger Jahrgang 2004 männlich – U 17-Junioren 2021:

Gold: Youssoufa Moukoko (Borussia Dortmund)

Silber: Linus Gechter (Hertha BSC Berlin)

Bronze: Anton Kade (FC Basel)

Jahrgang 2005 weiblich – U 17-Juniorinnen 2022:

Gold: Jella Veit (Eintracht Frankfurt)

Silber: Mara Alber (TSG 1899 Hoffenheim)

Bronze: Mathilde Janzen (TSG 1899 Hoffenheim)

Jahrgang 2005 männlich – U 17-Junioren 2022:

Gold: Nelson Weiper (FSV Mainz 05)

Silber: Laurin Ulrich (VfB Stuttgart)

Bronze: Tarek Buchmann (FC Bayern München)

 

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