FECHTEN AUF HOHEM NIVEAU

Florettfechterin Leonie Ebert - Quelle „Augusto Bizzi/BIZZI TEAM

TOKIO. Am zweiten Tag der Fechtwettbewerbe in Tokio ging Florettfechterin Leonie Ebert im Einzel an den Start. Die 21-jährige Würzburgerin konnte bei ihren ersten Olympischen Spielen noch nicht nach Edelmetall greifen, aber durchaus mit einer starken Leistung überzeugen.

Leonie hat einen starken Auftritt hingelegt und einen tollen Wettkampf gezeigt“, lobt DFB-Sportdirektor Sven Ressel, der mit der Leistung sehr zufriden war, „auch wenn es noch über das Achtelfinale hätte hinausgehen können“. „Das erste Gefecht hat sie mit viel Nervenstärke für sich entscheiden. Im Gefecht gegen die Italienerin konnte sie ihr hohes Niveau zeigen. Sie war definitiv dran“.

In ihrem ersten Gefecht gegen die Amerikanerin Dubrovich hatte es Ebert nicht leicht und vergab zum Ende hin eine sichere Führung. Beim Stande von 14:14 behielt sie aber einen kühlen Kopf und setzte den Siegtreffer. In der Runde der letzten 16 traf Ebert als Außenseiterin auf eine der Mitfavoritinnen, Alice Volpi aus Italien. Die Deutsche startete gut in das Gefecht und konnte eine respektable Fünf-Punkte-Führung herausholen. Die Italienerin schien überrascht. Im zweiten Drittel musste Ebert aber ihre Serie abreißen lassen. Die Konkurrentin holte auf und kam zum Ausgleich. Das insgesamt ausgegliche Gefecht wurde dann immer wieder durch von beiden Seiten geforderte Videobeweise unterbrochen. Am Ende konnte die ältere Italienerin ihre ganze Erfahrung ausspielen und knapp mit 15:13 gewinnen.

Ich wusste, dass ich gegen Volpi ein schweres Gefecht haben würde, glaube aber, dass mehr drin gewesen wäre. Das macht mich hungrig auf mehr. Mit meiner heute gezeigten Leistung kann ich aber ganz zufrieden sein“, erklärte Ebert nach dem Wettbewerb. Kampfrichter-Entscheidungen gegen sie konnte sie gut abschütteln. „Auch wenn es gegen die spätere Viertplatzierte eng wurde, muss man am Ende auch damit gewinnen können“, resümierte die 21-Jährige.

Heute starten die Herren ihren Florett-Wettbewerb. Peter Joppich, Andre Sanita und Benjamin Kleibrink hoffen auf Einzelmedaillen.