DEG SCHLÄGT BREMERHAVEN

4.869 Zuschauer im PSD BANK DOME jubelten über den eroberten fünften Tabellenplatz.

DÜSSELDORF. Vor dem Duell gegen die Fischtown Pinguins Bremerhaven verriet ein Blick auf die Tabelle, um was für eine wichtige Partie es sich handelte. Beide Mannschaften befanden sich in Schlagdistanz zueinander. Die DEG packte die Möglichkeit, an den Norddeutschen vorbeizuziehen, am Schopfe und kämpfte sich gegen starke Gäste zu einem knappen 2:1-Erfolg (1:0: 1:1; 0:0). 4.869 Zuschauer im PSD BANK DOME jubelten über den eroberten fünften Tabellenplatz.

Powerplay-Tor bringt DEG in Führung

Bis zum ersten Powerbreak war es eher eine mäßige Partie zwischen den beiden Tabellennachbarn. In einem frühen DEG-Powerplay schoben sich Eder und Svensson die Scheibe mehrfach hin und her, bis der Schwede abzog, Stefan Svedberg im Tor der Fischtown Pinguins aber keine großen Probleme bereitete. Ansonsten war das Spiel wirklich arm an Highlights, zu kompliziert und teilweise fahrig agierten beide Teams im Aufbau. Erst nach dem Powerbreak und in der zweiten Überzahl für die DEG gab es dann wieder offensiv was zu sehen. Mikko Kousa zog von der blauen Linie einfach mal ab und Stephen MacAulay, von den Bremerhavenern im Slot sträflich allein gelassen, fälschte gekonnt und unhaltbar ins Tor ab (13.). Wenig später hätte Tobi Eder sogar erhöhen können, sein Nachsetzen nach einem zentralen Rückhandschuss von Ehl blieb aber erfolglos (15.). Kurz vor der Pause dann die beste Szene der bisher unauffälligen Gäste: Erst hielt Henrik Haukeland gut gegen Urbas, den Nachschuss setzte Jeglic überraschend weit am Tor vorbei (18.).

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MacAulay fälscht zum 1:0 ab – Alle Bilder: Birgit Häfner

Zwei Tore binnen 17 Sekunden

Im zweiten Abschnitt hatten die Gäste aus dem Norden dann deutlich mehr Spielanteile und pressten aggressiv vor, was der DEG durchaus Probleme hatte. Ein dadurch erzwungener Scheibenverlust im eigenen Drittel führte nach scharfer Hereingabe durch Vikingstad zu einem gefährlichen Abfälscher von Tyrväinen, der das Tor aber knapp verfehlte (23.). Die Pinguins drückten weiter, doch das nächste Tor fiel auf der anderen, der richtigen Seite. Zugegeben etwas aus dem Nichts bekam Fischbuch den Puck in der neutralen Zone, zog scharf und mit Tempo ins Drittel, ließ zwei Verteidiger aussteigen, kurvte um Svedberg rum und schloss ab. Der Puck blieb direkt am rechten Pfosten liegen und sowohl McCrea als auch Blank hechteten Richtung scheibe. Am Ende war es McCrea, der das Spielgerät über die Linie drückte (27.). Die Freude über die doppelte Führung währte allerdings nicht lange. Nur 17 Sekunden später jubelte Bremerhaven über einen Treffer direkt nach einem Offensivbully. Vom Anspiel weg erhielt Nino Kinder die Scheibe, schlenzte Richtung Haukeland und fand den Weg in die Maschen (27.). Danach weiter viel offensives Bremerhaven, aber mit rot-gelben Farbtupfern. Ein solcher war eine Unterzahlchance von Tobi Eder, der sich zuletzt als Experte für diese Disiplin erwiesen hatte, diesmal gelang der Treffer aber leider nicht (32.). Auch gefährlich: ein von Gogulla schön eingeleiteter Konter, der über MacAulay bei Harper enden sollte, die Scheibe verpasste den Stürmer aber letztlich knapp.

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Tyrväinen gegen Haukeland

DEG-Bollwerk hält stand

Im Schlussabschnitt ein ähnliches Bild wie in Drittel zwei: Bremerhaven machte ordentlich Dampf und viel für den Angriff, die DEG hielt gut dagegen und versuchte, ihrerseits Stiche zu setzen. Die besten DEG-Chancen hatten Geitner mit einem Schuss vom linken Bullykreis  und Kousa per Rückhandabschluss. Die gefährlicheren Szenen stiegen aber eindeutig vor Henrik Haukeland. Brenzlig wurde es in der 53. Minute als die Gäste nochmal ihr gefährliches Powerplay praktizieren durften. Die DEG kämpfte allerdings hingebungsvoll um jeden Zentimeter und jede Scheibe und ließ keinen Hochkaräter zu. In den letzten Minuten machte die DEG es dann gut, spielte viel mit der Scheibe am Schläger und half den Sekunden somit erfolgreich beim Zerrinnen. Gästetrainer Thomas Popiesch griff zur Ultima Ratio und nahm Svedberg vom Eis, doch das DEG-Bollwerk hielt bis zur letzten Sekunde stand.

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Die DEG macht hinten dicht

Das war ein hartes Stück Arbeit gegen die Fischtown Pinguins und wenn man ehrlich ist, hätte das Spiel auch anders ausgehen können. Umso größer natürlich die Freude über die hart und ehrlich erkämpften drei Punkte. Der Kampf um die oberen Tabellenplätze geht schon am kommenden Wochenende mit einem bayerischen Doppelpack weiter. Am Freitag kommt mit den Augsbuger Panthern ein Kellerkind nach Düsseldorf (Spielbeginn: 19:30, Karten unter www.degtickets.de), ehe am Sonntag das Gastspiel beim Tabellenführer EHC Red Bull München auf dem Programm steht. An das letzte Spiel dort erinnern wir uns gerne…

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