DEG VERLIERT 0:1 n.P. GEGEN BIETIGHEIM

Ein Punkt - Gebrauchter Tag gegen Bietigheim - 0:1 nach Penaltyschießen

(c) Birgit Häfner

DÜSSELDORF. Es gibt Tage, da läuft einfach nicht viel zusammen. Das Duell gegen das Tabellenschlusslicht aus Bietigheim fiel leider auf einen solchen. Gegen zähe und wacker rackernde Steelers wollte es der DEG einfach nicht gelingen, die Scheibe im Tor unterzubringen. So sahen 9772 Zuschauer im PSD BANK DOME letztlich eine ärgerliche 0:1-Niederlage nach Penaltyschießen (0:0; 0:0; 0:0; 0:0; 0:1).

Zähes Bietigheim

Der erste Abschnitt war nicht unbedingt der Kategorie Eishockeyleckerbissen zuzuordnen. Beide Mannschaften starteten eher gemächlich in den Nachmittag und schickten vorerst nur Schüsschen in Richtung der Torhüter Henrik Haukeland und Cody Brenner. Die ersten Annäherungsversuche auf Seiten der DEG erfolgten durch Alec McCrea (3.) und Daniel Fischbuch (5.). Sehenswert war dann eine Einzelaktion von Tobi Eder, der sich in Richtung Tor durchtankte, ein zwingender Abschluss gelang dann aber leider nicht (8.). Die zweifelsfrei beste Möglichkeit des ganzen Drittels hatten aber die Gäste aus Bietigheim. Ex-DEG-Verteidiger Tim Schüle fand sich nach einem flott vorgetragenen Konter in aussichtsreicher Position vor Haukeland wieder, traf aber nur den Pfosten, Glück für Rot-Gelb (12.). Ein weiterer Bietigheimer mit DEG-Vergangenheit, Sausewind Alex “Preibo” Preibisch, sorgte mit einer Strafe wegen Haltens für das erste Powerplay der DEG, doch wie so oft in dieser Saison taten sich die Mannen von Roger Hansson schwer in dieser Disziplin und fanden nicht den Weg zur Führung.

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Alex Blank hochkonzentriert – Alle Bilder: Birgit Häfner

Glücklose DEG

Ein ähnliches Bild im Mitteldrittel. Die Steelers waren weiter der zähe Gegner, der um jeden Zentimeter Eis kämpfte, die DEG mühte sich, klare Aktionen aufs Eis zu bringen und den entscheidenden Schwung in die Partie zu bringen. Gleich zu Beginn hatte der achtmalige Deutsche Meister gleich zweimal die Möglichkeit, in Überzahl für die Führung zu sorgen. Es gab zwar durchaus Abschlüsse (Fischbuch & MacAulay), aber abermals wollte der Knoten nicht platzen. Bietigheim tauchte eher selten vor Haukeland auf, konzentrierte sich eher auf eine solide Defensive. Einzig in ihrem ersten eigenen Powerplay kam ein wenig Gefahr für das DEG-Tor auf, doch Blocks und Haukeland verhinderten einen Gegentreffer. Auch nach vierzig Minuten ging die Partie torlos in die Pause.

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Ebner im Slot

Verdiente Führung will nicht fallen

In den letzten 20 Minuten war die DEG dann letztlich schon deutlich überlegen, hätte den Führungstreffer durchaus verdient gehabt, doch so langsam dämmerte es wohl allen, dass das so ein gebrauchter Tag war, an dem einfach gar nichts gelingen wollte. Egal ob Kousa aus halbhoher Position (44.), Järvinen schön bedient am Pfosten (46.) oder Eder per strammem Schuss (48.), die Scheibe wollte einfach nicht hinter die Linie. Vor allem in den letzten fünf Minuten vor der Schlusssirene machte die DEG nochmal richtig Dampf, Fischbuch traf den Pfosten und Gogulla scheiterte aus bester Position im Slot, in der allerletzten Minute hätte Stephen Harper es noch richten können, doch es nützte alles nichts: 0:0 nach 60 Minuten Eishockey!

In der fünfminütigen Verlängerung hatte Rot-Gelb deutlich mehr Puckbesitz, doch die Gäste verteidigten gut und ließen keine hochkarätigen Chancen zu. So musste das Penaltyschießen über den Gewinner des zweiten Punkts entscheiden. Erst einmal ging es auch hier so weiter, wie vorher im laufenden Spiel: kein Tor hüben, kein Tor drüben. Erst der neunte Schütze, Teemu Lepaus, brachte die Scheibe für die Bietigheim Steelers im Tor unter. Da Alex Ehl im Anschluss vergab, war die Entscheidung gefallen und der zweite Punkt wanderte ins Bietigheimer Reisegepäck.

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Auch per Penalty will die Scheibe nicht rein

Machen wir uns nichts vor, das war keine Eishockeygala. Ein Sonntag so ganz ohne DEG-Tor ist wirklich nicht schön. Als nächste Aufgabe wartet das vierte und vorerst letzte rheinische Derby der Saison auf die Mannschaft. Am kommenden Freitag (Beginn: 19:30 Uhr) kommt der Erzrivale aus der Domstadt in den pickepackevollen PSD BANK DOME, dann wird es auch wieder rot-gelbe Tore geben, ganz bestimmt.

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