RUSSISCHER DOPPELSIEG IM SKELETON

+ + + EM-Titel für Elena Nikitina + + + Tina Hermann wird Zweite vor der Weltcupführenden Janine Flock + + +EuropameisterAlexander Tretiakov besiegt Dominator Martins Dukurs + + + EM-Bronzemedaille für Alex Gassner + + +

Besonders erfolgreich war Alexander Gassner vom BSC Winterberg, der sich die Bronzemedaille in der Weltcup- und in der EM-Wertung sicherte ©Dietmar_Reker

WINTERBERG. (pst) Ganz vorne wurde russisch gesprochen. Der Auftakttag des BMW IBSF Skeleton-und Bob-Weltcupsin derVELTINS-EisArena brachte neue Sieger und Europameister. Im Skeleton gab eseinen russischen Doppelerfolgfür Elena Nikitina und Alexander Tretiakov.Die Rennen, in denen es sowohl Weltcuppunkte als auchEM-Medaillen ging, waren heiß umkämpft.

Einen packenden Wettkampf gab es vor allem bei den Damen. Nach dem ersten Durchgang waren die ersten Fünf nur neun hundertstel Sekunden auseinander. Vorne lag die Weltmeisterin Tina Hermann gerade einmal zwei Hundertstel vor der Russin Elena Nikitina. Mit sechs Hundertstel Rückstand auf die Führendevom WSV Königsseelagen Jaqueline Lölling und die Weltcupführende Janine Flock aus Österreich gleichaufauf Platz drei. Mit Hannah Neisekomplettierte die dritte Deutsche die Top fünfnach dem ersten Lauf.

Jaqueline Lölling vermisst ihren Fanclub

Am Ende war Nikitina die strahlende Siegerin dank der Laufbestzeit im zweiten Durchgang. Mit 57,50 Sekundenund damit besten Zeit aller Läufeüberholte sie auf der bestens präparierten Bahn die führende Hermann.Die Deutsche meinte: “Der Platz ist o.k., auch wenn ich mit meinen Fahrten nicht zufrieden bin.”Janine Flock gewann Bronze. Lölling (RSG Hochsauerland) und Neise (BSC Winterberg) landeten auf ihrer Heimbahn auf den Plätzen vier und fünf. “Platz vier war nicht mein Ziel. Ich hätte gerne im zweiten Lauf die Kleinigkeiten oben abgestellt unduntenheraus aufgeholt. Es hat aber nicht gereicht”, sagte die enttäuschte Lölling, der ihr stimmungsstarker Anhang fehlte:“Heute Morgenwurde mir richtig bewusst, als ich auf die Bahn kam, dasses ein Rennen ohne meine Freunde und Familie wird. Ich bin aber froh, dass wir momentan unseren Sport überhaupt ausüben dürfen.”Weil ihre Mutter und deren Partner als Helfer des BSC Winterberg aktiv sind, durfte sich Hannah Neise bei ihrem bislangbesten Weltcupergebnis wenigstens über etwas familiäre Unterstützung freuen. Sie sagte: “Ich bin zufrieden, aber auch ein bisschen traurig, weil es im ersten Lauf recht eng war und ich ein bisschen hätte gut machen können. Insgesamt bin ich aber happy mit dem fünften Platz.”

Erstmals kein Sieg für den Letten Martins Dukurs im Winter 2020/2021

Bei den Herren musste sich der bisherige Dominator des Winters Martins Dukurs erstmals geschlagen geben. Der 36-jährige Lette lagam Ende im Duell der Routiniers mit 17 hundertstel Sekunden hinter demein Jahr jüngerenRussen Alexander Tretiakov. Bester Deutscher war Lokalmatador Alexander Gassner. Der Weltcupzweite wurde Dritter mit vier Hundertstel hinter Dukurs.“Ich bin sehr happy über die Bronzemedaille auf meiner Heimbahn”, sagte Gassner. Der Athletdes BSC Winterbergerklärt seine gute Form: “Vierter wurde der junge Deutsche Felix Keisinger. Weltmeister Christopher Grotheer komplettierte das BSD-Trio alsAchter.

Felix Seibel steigt Ende Januar in den Weltcup ein

Positive Nachrichtenvermeldete Felix Seibel am Rande des Skeletonweltcups. Der Sportler des BRC Hallenberg verkündete, dass er am 29. Januar in Igls im Weltcup starten wird. Vorher stehen noch Rennen im Intercontinental Cup an.“Die deutschen WM-Fahrer sind dann bereits in Altenbergunddann wird das Intercontinental Cup-Team in Igls starten”, weiß NWBSV-Landestrainer Peter Meyer.

Das Fazit des Skeleton-Bundestrainers Christian Baude lautete: “Ich denke, ich kann zufrieden sein. Die Fahrleistungen waren durchweg gut bis sehr gut. Einzigdie Startzeiten,gerade bei den Damen,waren der limitierende Faktor, dass es nicht zum Sieg reicht.Mit drei Damen unter den Top fünf kann aber nicht meckern.Im Herrenbereich bin ich mit Alex Gassner sehr zufrieden. Felix Keisinger kommt auf der Bahn immer besser zurecht. Jens Grotheers Startzeiten reichten heute nicht, um bei einem Weltcup vorne reinzufahren.“

Foto oben (anklicken und vergrößern) Siegerehrung Skeleton Herren Winterberg © Dietmar_Reker