HEIMERFOLG FÜR LAURA NOLTE

+ + + Pilotin des BSC Winterberg gewinnt zeitgleich Weltcup und Europameisterschaft in der VELTINS-EisArena + + + Francesco Friedrich wird seiner Favoritenrolle gerecht und holt 45. Weltcupsiegbei deutschem Doppelerfolg + + +

Im Frauenbob-Rennen gab es zwei Weltcup- und zwei EM-Medaillen für die Athletinnen aus Nordrhein-Westfalen. Laura Nolte (BSC Winterberg) gewann mit ihrer Anschieberin Deborah Levi (SC Potsdam) Gold im Weltcup und bei der EM ©Dietmar Reker

WINTERBERG. (pst) Ein deutscher Dreifach-Triumph mit österreichischem, rot-weißen Farbtupfer läutete den ersten Bobtag beim BMW IBSF Bob-und Skeleton Weltcupin der VELTINS-EisArena ein.“Das ist für uns natürlich ein überragendes Ergebnis beim Weltcup und der Europameisterschaft, obwohl die Amerikanerinnenzurückgekommensind”, sagte ein zufriedener Bundestrainer René Spies über das Ergebnis beim Damenbob. Im Zweierbob der Herren dominierte der Favorit Francesco Friedrich, der sich im neunten Rennen des Winters den achten Erfolg sicherte.

Ihre momentane Topform unterstrich in Winterberg Laura Nolte auf ihrer Heimbahn. Am Ende holte die Athletin des BSC WinterbergmitAnschieberin Deborah Levy in einer Zeit von 1:53,39 Minute unddeutlichem Vorsprung von 42 hundertstel Sekunden ihren dritten Weltcupsieg des Winters und gleichzeitig die Europameisterschaft. Zweite wurde die Weltcupführende Kim Kalicki mit Bremserin Ann-Christin Strack. Den dritten Platz teilte sich das dritte deutsche Duo Mariama Jamanka/Leonie Fiebig mit den Österreicherinnen Katrin Beierl/Jennifer Onasanya. “Die Freude istriesig. Schade, dass Familie und Freunde nicht dabei sein konnten. Sehr zufrieden sind wir mit den Startzeiten”, meinte Laura Nolte.

Foto oben (anklicken und vergrößern) Leonie Fiebig (BSC Winterberg) schob ihre Pilotin Mariama Jamanka (BRC Thüringen) zu Weltcup- und EM-Bronze. Copyright: Dietmar Reker

Geteilter Platz drei im DamenbobFür Nolte könnte der Gewinn der europäischen Goldmedailleder Auftakt eines goldenen Winters sein. Nach dem Weltcup in St. Moritz soll sie im Anschluss in der Schweiz auch mit dem Sieg bei der Junioren-Weltmeisterschaft den vierten Startplatz für die WM in Altenberg sichern. Auch dort gehört sie zu den Favoritinnen, wie alle deutschen Pilotinnen, die bislang bei ihren Auftritten im Weltcup allesamt überzeugten. Besonders zufrieden waren die beiden Drittplatzierten. Mariama Jamanka erklärte warum: “Wir sind gut befreundet und Katrin Beierl meinte vor dem zweiten Lauf, dann machen wir das zeitgleich und dann war es wirklich so. Das war ganz witzig.”

Francesco Friedrich wird souveräner Europameister im Zweierbob

Eine eindeutige Angelegenheit war die Entscheidung bei den Männern im Zweierbob. Francesco Friedrich ließ mit seinem Anschieber Thorsten Margis nichts anbrennen. In beiden Läufen verpassten sie ihren eigenen Bahnrekord (55,02 Sekunden) jeweils nur um wenige Hundertstel. Die Zeiten von 55,05 und 55,03 Sekunden brachten am Ende einen Vorsprung von 67 Hundertstel vor ihren Teamkollegen Johannes Lochner und Eric Franke. “Doppelsieg für unsere Mannschaft, Christoph Hafer und Kevin Korona waren am Start zu weit weg, um vorne eingreifen zu können. Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit der Leistung unserer Mannschaft am heutigen Tag”, sagte Bundestrainer Spies. Hafer/Korona wurde Achte. Während mit Friedrich und Lochner die erwarteten Bobs auf die Plätze eins und zwei kamen, sorgten die Österreicher Benjamin Maier und Markus Sammer als Dritte für die positive Überraschung des Tages. “Wir können es nicht fassen. Im Training haben wir uns eigentlich auf den Vierer konzentriert und die Medaille haben wir nichterwartet”, erklärte Maier. Sehr zufrieden war er mit dem Zustand und Profil des Eises in der Bahn: “So machtdasFahren Spaß!”Bester Nordamerikaner, die Corona bedingt erst in Winterberg in den Weltcup einstiegen, war der Kanadier Justin Krippsals Fünfter hinter dem Schweizer Michael Vogt.

Alle Ergebnisse gibt des Tages gibt es auf der IBSF-Seite: ibsf.org