SEGELREGATTA UND RHEINWOCHE

K.-PORZ/WAHN. (GR) Am Pfingstwochenende startet von Porz aus die diesjährige „Rheinwoche“. Die Rheinwoche gilt äls älteste und längste Flussregatta Europas und findet immer zu Pfingsten statt. 1922 wurde sie erstmals gesegelt. (Näheres siehe unten unter „Historie der Rheinwoche“.) Los geht es mit dem Einkranen der Gastboote am Freitag den 18. Mai gegen 10 Uhr im Zündorfer Yachthafen. Am Samstag fällt dann gegen 10 Uhr (bis ca. 11 Uhr) der Startschuss in sieben verschiedenen Bootsklassen für die erste Etappe von Porz nach Hitdorf. (Näheres siehe unten unter „Programmablauf) Bisher haben sich 80 Boote aus Deutschland und den Nachbarländern angemeldet. Mindestens eine Anmeldung gibt es bisher auch vom CfWP

Im letzten Jahr endete das Wettsegeln vorzeitig in Porz. Die Boote mussten unerwartet in Zündorf ausgekrant werden, denn im Zielhafen Hitdorf wäre der Wasserstand zu niedrig gewesen. 103 Boote mit 218 Seglern wurden kurzfristig aus dem Wasser geholt.

Nach dem Ausbaggern des Schlamms ist der Zündorfer Hafen bestens gerüstet für die Rheinwoche und als Ankerplatz für die Eureka, das holländische Begleitschiff zur Übernachtung der Gäste. Wie ein Korken wird die „Eureka“ den Hafen verschließen. Ein schwieriges Manöver, das Kapitän Edwin wie jedes Jahr meistern wird.  Vielleicht lohnt sich ja mal ein Gespräch mit dem Kapitän, der die Regatta mit seinem Schiff jedes Jahr begleitet.

Wir würden uns freuen, Sie zu diesem Ereignis im Hafen begrüßen zu können. Außerdem bitten wir Sie, die Ankündigung in ihrer nächstmöglichen Ausgabe zu veröffentlichen. Den Text und drei Fotos aus dem letzten Jahr – von mir fotografiert – finden Sie im Anhang. (Bildunterschrift für alle Fotos: 2017 Vorzeitiges Aus für die Regatta in Zündorf oder : Nach starken Winden endlich in Porz angekommen). Für weitere Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Vor Ort wenden Sie sich bitte an den Leiter der Segel- und Motorbootabteilung Friedhelm Teutschbein (Tel.: 0163 5999777) oder an unseren ClubvorsitzendennMarcus Schüler (Tel.:0176 63242811)

Programmablauf

Freitag, 18. Mai, CfWP Yachthafen in Zündorf, Einkranen der Boote gegen 10 Uhr, Regatta-Heiligabend (gemeinsame Feier) am Nachmittag/Abend

Pfingstsamstag, 19. Mai, Start der 1. Wettfahrt Porz bis Hittdorf, Startschuss für jeweils 10 verschiedene gegen 10 Uhr, nachdem die Eureka den Hafen verlassen hat (ca.9 Uhr). 2. Wettfahrt von Hitdorf nach Düsseldorf-Lörick

Pfingstsonntag, 20. Mai, Start der 3. Wettfahrt Düsseldorf-Lörick bis Ruhrort. 4. Wettfahrt von Ruhrort bis Wesel, Abends Siegerehrung

Diesjähriger Ausrichter sind der Yacht-Club Wesel und die Yachtabteilung der Ruder- und Tennisgesellschaft Wesel.

Näheres unter: http://www.rheinwoche.org/home

Historie der Rheinwoche (mit Wikipedia)

Im Jahr 1922 wurde sie erstmals gesegelt, von Andernach bis Emmerich: die Rheinwoche – die älteste, größte und längste Flussregatta Europas, wenn nicht der Welt. Seitdem segeln, mit einer kurzen kriegsbedingten Unterbrechung, jedes Jahr über Pfingsten bis zu 120 Boote den Strom hinab. Schon 1925 wurde die längste jemals gesegelte Rheinwoche von Gernsheim (bei Mainz) bis nach Emmerich gesegelt.

Aus den fünf Segelvereinen am Rhein des Jahres 1922 (Es waren dies der Segelclub Rheingau in Walluf und die traditionsreichen Yachtclubs in Köln, Bonn und Düsseldorf sowie die verbandsfreie Wassersportvereinigung Volmerswerth, der heutige Düsseldorfer Seglerverein) sind heute 20 geworden, die sich zur Regattagemeinschaft Rhein e.V. zusammengeschlossen haben. Reihum organisiert einer der rheinanliegenden Vereine die Rheinwoche, unterstützt von der RGM e.V. und einem tatkräftigen, gut eingespielten Team von selbstlosen Freiwilligen aus den anderen Vereinen.

Die Strecke wechselt jährlich, die einzige Konstante bildet ein rauschendes Fest beim veranstaltenden Verein jeweils am Abend des Pfingstsamstags. Nicht nur die Teilnehmer segeln in ihren Booten von Hafen zu Hafen, auch das Regattabüro, das Gepäck und die Gespanne müssen irgendwie vom Start zum Ziel bewegt und 300 bis 400 Teilnehmer an den Etappenzielen verpflegt werden. Einige wenige schleppen auch heute noch wie Anno 1922 hinter der Berufsschiffahrt zu Berg zum Start und ersparen sich das Nachholen ihres Gespannes.

Das zeitschnellste Schiff über die gesamte Strecke erhält das „Blaue Band vom Rhein“. Ansporn genug auch für zahlreiche Auswärtige, die oft weite Anreise auf sich zu nehmen und die Rheinsegler auf ihrem Revier herauszufordern. Und – das sei zugegeben – – regelmäßig sogar erfolgreich.