DAS IST ANDERS

2. Bundesliga Frauen Pro mit neuem Regelwerk

Für die Teams in der neu errichteten 2. Bundesliga Frauen Pro – powered by SnowTrex gelten spezielle Regeln. (Foto: Tom Schulte Fotografie)

BERLIN. Wenn ab September erstmals die Bälle in der neu errichteten 2. Bundesliga Frauen Pro – powered by SnowTrex übers Netz fliegen, gelten für die Teams spezielle Regeln. Im Zentrum stehen dabei Maßnahmen zur Förderung von deutschen Nachwuchsspielerinnen sowie eine Aufstiegsverpflichtung.

Die Neuerungen sollen auf die Ziele einzahlen, die die Volleyball Bundesliga (VBL) mit der Einführung der zusätzlichen eingleisigen Liga zwischen der 1. Bundesliga und der 2. Bundesliga Nord/Süd verfolgt. Dank der Maßnahmen wird ein attraktives Wettbewerbsumfeld geschaffen, das es den Vereinen ermöglicht sich besser zu entwickeln als je zuvor, um so die Lücke zwischen der 1. und 2. Bundesliga Frauen nachhaltig zu verringern und einen funktionierenden sportlichen Auf- und Abstieg zwischen den Ligen zu etablieren.

Mit der Einführung der 2. Bundesliga Frauen Pro gehen wir einen wichtigen Schritt in Richtung eines funktionierenden Auf- und Abstiegs“, erklärt VBL-Geschäftsführerin Julia Retzlaff und ergänzt: „Wir setzen bei den Neuerungen auf eine Mischung von Lizenzanforderungen, Selbstverpflichtungen und Anreizsystemen, die es den Vereinen ermöglicht, sich nachhaltig weiterzuentwickeln und die Volleyball Bundesliga der Frauen insgesamt voranzubringen.“

Die folgenden neuen Regelungen sind Eckpfeiler der 2. Bundesliga Frauen Pro: 

Aufstiegsverpflichtung
Für die teilnehmenden Teams besteht eine Aufstiegsverpflichtung. Dabei greift die Regel für Absteiger aus der 1. Bundesliga bereits ab dem ersten Spieljahr. Alle übrigen Mannschaften sind ab dem dritten Jahr ihrer Ligazugehörigkeit verpflichtet, im Fall einer sportlichen Qualifikation, ihr Aufstiegsrecht wahrzunehmen. Bei Verzicht auf den Aufstieg in die 1. Bundesliga ist von den Vereinen ein stufenweise steigender Kompensationsbetrag zu hinterlegen.

Quote für Spielerinnen des Ursprungsverbandes DVV
In jeder Mannschaft der 2. Bundesliga Pro müssen mindestens die Hälfte der Spielerinnen, die in den Spielberichtsbogen eingetragen werden, dem Ursprungsverband DVV angehören – das heißt in Deutschland das Volleyball spielen gelernt haben. Darunter müssen sich zudem zwei Nachwuchsspielerinnen (Altersklasse U23 oder jünger) befinden. Während eines Spiels ist es zudem notwendig, dass durchgängig mindestens zwei Spielerinnen des Ursprungsverbandes DVV auf dem Spielfeld stehen.

U23-Bonussystem
Mithilfe eines neuen Bonussystems sollen Spieleinsätze von U23-Spielerinnen nachhaltig gefördert und belohnt werden. Die Förderung von jungen Spielerinnen ist entscheidend für die Entwicklung des Volleyballs in Deutschland. Durch regelmäßige Spieleinsätze in einer höheren Liga erhalten talentierte Nachwuchsspielerinnen die Chance, ihre Fähigkeiten zu verbessern und wichtige Spielpraxis zu sammeln, die für ihre langfristige Perspektive von großer Bedeutung sind. Gefördert werden Spieleinsätze von U23-Spielerinnen. Die Fördermittel werden aus dem Nachwuchsbudget der Liga ausgeschüttet.

Verpflichtende Teilnahme am Live-Scouting und Videosharing
Alle teilnehmenden Vereine sind dazu verpflichtet, am Live-Scouting und Videosharing teilzunehmen, um die Qualität und Professionalität des Wettbewerbs weiter zu steigern. Nach einer Testphase werden die Live-Scoutings auch im Live-Ticker der VBL ausgespielt.

Fremdlinienfreie Spielfläche
Das erklärte Ziel ist es, bis zu fünfzig Prozent der Spiele in der 2. Bundesliga Pro in den kommenden Jahren auf einem fremdlinienfreien Boden auszutragen. Die Standorte der 2. Bundesliga Pro verfügen inzwischen mehrheitlich über einen mobilen Boden, so dass die Zielsetzung bereits in der ersten Saison erfüllt wird. Mannschaften ohne eigenen mobilen Boden müssen mindestens ein Saisonheimspiel auf einem fremdlinienfreien Spielfeld durchführen und können hierzu dank Unterstützung von GERFLOR einen Boden bei der VBL ausleihen.

Wirtschaftliches Wachstum und Sportstättenentwicklungsplanung
Die Einführung von Vertriebs- und Managementstrukturen soll das wirtschaftliche Wachstum der Liga fördern. Zudem wird eine umfassende Sportstättenentwicklungsplanung vorangetrieben, um den Rahmen für die Veranstaltung der Spiele zu optimieren.

Über die 2. Bundesliga Frauen Pro powered by SnowTrex
Die eingleisige 2. Bundesliga Pro ist die zweithöchste Volleyball-Liga in Deutschland. Sie wird zur Saison 2023/24 ausschließlich in der Volleyball Bundesliga der Frauen zwischen der 1. Bundesliga und der bisherigen zweigleisigen 2. Bundesliga eingeführt. Ziel der Einführung ist es, Vereinen die Möglichkeit zu geben, sich in einem leistungsstärkeren Wettbewerbsumfeld zu professionalisieren. Auf diese Weise wird die Lücke zwischen 1. und 2. Bundesliga nachhaltig verringert, um den Übergang in die 1. Bundesliga zu vereinfachen. In der 2. Bundesliga Pro wird eine Hauptrunde mit Hin- und Rückspiel gespielt. Am Ende der Spielrunde steigt der Meister in die 1. Bundesliga auf, die beiden letztplatzierten Mannschaften steigen in die 2. Bundesliga Nord/Süd ab.

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