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TAG ZWEI DER HEIM-EM

Anni Cesar im Portrait \\ dvv

Anni Cesar - (Foto: Flo Treiber)

DÜSSELDORF. Mit der EuroVolley 2023 in Düsseldorf (17. bis 24. August) wartet ein absolutes Highlight auf die deutsche Frauen-Nationalmannschaft. Erstmals seit zehn Jahren findet eine EM wieder im eigenen Land statt. Wir stellen alle Spielerinnen in einer kleinen Serie vor. Weiter geht es mit Libera Annie Cesar.

Im Mai feierte Annie Cesar beim Länderspiel gegen die Ukraine in Kienbaum ihr Debüt in der Nationalmannschaft. „Ich war sehr nervös, es war sehr aufregend“, gesteht die sympathische Libera. Kurze Zeit später lief sie mit dem Team in Japan, Brasilien und Korea in der Volleyball Nations League auf. Nun spielt sie ihre erste Europameisterschaft – und das auch noch im eigenen Land. „Das ist etwas ganz Besonderes, aber für mich ist gerade eh alles Besonders, egal wo wir hingen, selbst Kienbaum ist etwas Besonderes“, sagt Annie Cesar, die auf viel Unterstützung von den Rängen im CASTELLO hofft. „Ich freue mich auf die Atmosphäre und das Gefühl, das dann entsteht.“

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(Foto: volleyballworld)

Dass sie mal für Deutschland spielen würde, hätte sie vor ein paar Jahren selbst noch nicht geglaubt, denn die 26-Jährige hatte nie eine Profikarriere im Sinn. Zwar wuchs sie quasi in der Halle auf, da ihre Mutter Trainerin ist und sie und ihre Schwester schon als Kinder mit zum Volleyball nahm, doch Annie Cesar sah sich eher im Beachvolleyball. „Ich war Außenangreiferin und dachte immer, dass ich in der 1. Liga keine Chance habe“, sagt die Bad Krozingenerin. Im Sand feierte sie hingegen an der Seite von Leonie Klinke die Deutschen Meisterschaften der U17 bis U20.

Ich habe nie darüber nachgedacht, in der Halle Profi zu werden, das war eher eine spontane Sache“, erzählt Annie Cesar. Und mit dem Sprung in die 1. Liga vor sechs Jahren kam dann auch der Positionswechsel, seitdem ist sie die Annahme- und Abwehrchefin auf dem Feld. „Ich wollte mal testen, ob ich es schaffe“, sagt die Libera. Am Anfang sei sie überrascht gewesen, wie vielfältig diese Position doch ist. Das Angreifen vermisse sie zwar schon, aber dafür kann man „viel Verantwortung übernehmen, das finde ich toll“. Und zuspiele darf sie ja auch öfters. „Daher macht es mir insgesamt Spaß.“

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(Foto: Flo Treiber)

Einen besonderen Moment erlebte Annie Cesar vor wenigen Wochen in der VNL, als die „Nicht-Starting-Six-Spielerinnen“ in Brasilien gegen Brasilien spielen durften. „Das war beeindruckend, weil da so viele Leute waren, die den Volleyball feiern.“ Für die 26-Jährige ist es „etwas ganz Besonderes“, das Nationaltrikot überzustreifen. „Seit ich in der 1. Liga war, habe ich dann natürlich schon davon geträumt, für Deutschland zu spielen“, erzählt Annie Cesar. Sie sei sehr froh, „teil der Mannschaft zu sein“.

Bevor sie nach den langen Wochen der VNL in die EM-Vorbereitung startete, verbrachte sie die freien Tage zuhause, „um mal so richtig runterzufahren“. Nach der vielen Reiserei konnte sie sich nicht vorstellen, nochmal irgendwo hinzufahren. „Ich habe viele Freunde und Familie getroffen und die Zeit genossen, es war richtig entspannt“, berichtet Annie Cesar, die sich selbst als positiven und flexiblen Menschen beschreibt, der keine Ahnung von Technik hat. „Mit technischen Dingen kann ich nichts anfangen, da sind selbst die Basics schon gar nicht mehr so Basic für mich“, erzählt sie lachend. Wenn die Zeit es zulässt, verbringt sie ihre Zeit gerne zuhause bei der Familie und geht mit ihrem Vater Tennis spielen. Doch noch muss der Tennisschläger ruhen, erstmal steht die EM und die Olympiaqualifikation mit den DVV-Frauen auf dem Programm.

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