ENDRUNDEN-AUSLOSUNG

TEAM-WM - Deutschlands Damen und Herren treffen am Donnerstag im EM-Achtelfinale auf die Ukraine

(c) MS DTTB

MALMÖ. Deutschlands Nationalmannschaften treffen im Achtelfinale der Team-Europameisterschaften in Malmö am Donnerstag auf die Damen und Herren der Ukraine. Dies ergab am späten Dienstagabend die Auslosung in der Malmö-Arena. Auch der weitere Weg im Tableau weist Ähnlichkeiten auf. So könnte es für die deutschen Titelverteidiger, die sich gestern in ihren Vorrundengruppen als ungeschlagene Erstplatzierte durchsetzten, im Halbfinale zum Aufeinandertreffen mit den Auswahlteams Portugals kommen. Von den jeweils 24 gestarteten Mannschaften haben sich in den ersten drei Turniertagen die besten 16 für das Achtelfinale qualifiziert. Am Mittwoch steht bei den Europameisterschaften nur der Kongress der Europäischen Tischtennis-Union (ETTU) auf dem Tagesprogramm.

Bis die Glücksfee zur Tat schritt, wurde es spät am Dienstagabend in der Malmö-Arena. Während die DTTB-Teams heute nur Trainingseinheiten und eine Fotosession im Terminkalender stehen hatten, stritten sich den ganzen Tag über die Teams hinter den acht Topgesetzten in den letzten Vorrundenspielen um acht noch zu vergebende Plätze im Hauptfeld. Zu den letzten Begegnungen zählte das nach einem 0:2-Rückstand hart erkämpfte 3:2 für Polens Herren gegen Finnland in der deutschen Gruppe A.

Deutschlands Damen konzentrierten sich auf das Achtelfinale

Deutschlands Damen, amtierender Europameister und WM-Dritter, gehen an Position eins gesetzt vor European-Games-Gewinner Rumänien in die Endrunde, der in der unteren Hälfte des Feldes steht. Bevor es zum erhofften Traumfinale kommt, müssen die DTTB-Damen allerdings noch drei gegnerische Nationalmannschaften aus dem Wege räumen. Zunächst am Donnerstag um 19 Uhr im Achtelfinale die Ukraine mit der gefährlichen jungen Linkshänderin Solomiya Brateyko, der EM-Zweiten von Stuttgart 2009, Margaryta Pesotska, und Abwehr-Routinier Ganna Gaponova. Nummer vier der Ukraine, die in der Gruppe F Zweiter hinter Ungarn wurde, ist Anastasya Dymytrenko. Sollte Deutschland gegen die Ukraine gewinnen, träfe das Team am Freitag im Viertelfinale auf den Sieger der Begegnung zwischen Italien und Tschechien. Doch weiter als bis zur Ukraine will Damen-Bundestrainerin Tamara Boros zu diesem Zeitpunkt aus Prinzip nicht denken: „Wir haben die erste Etappe der EM souverän genommen. Wir werden aber keinen Gegner unterschätzen und konzentrieren uns im weiteren Verlauf von Aufgabe zu Aufgabe.“ Der European-Games-Dritte Portugal, an Position drei gesetzt, könnte Deutschland im Halbfinale am Samstag herausfordern. Zuvor müssen sich die Südeuropäerinnen aber gegen Kroatien und anschließend gegen den Gewinner des Duells zwischen Gastgeber Schweden und Polen durchsetzen.

Deutschlands Herren denken von Spiel zu Spiel

Im Herren-Feld nimmt Titelverteidiger Deutschland ebenfalls Setzungsposition eins ein, die Nummer zwei des Feldes ist Gastgeber Schweden. In die Hälfte Schwedens wurde das an Position drei gesetzte und hoch motivierte Frankreich mit den Brüdern Felix und Alexis Lebrun gelost, das sich in der Gruppe C vor der Ukraine behauptete. Der European-Games-Vierte Portugal steht in der Hälfte der DTTB-Auswahl. Bevor es auch bei den Herren zu diesem Halbfinale kommen könnte, ist der Weg für beide Teams steinig. Deutschland beginnt am Donnerstag um 16 Uhr gegen die Ukraine, die mit Yaroslav Zhmudenko einen Spitzenspieler hat, der in Düsseldorf lebt und trainiert. Zhmudenko zeigte seine Klasse in diesem Jahr beim WTT Contender in Durban (Südafrika), als er das Finale erreichte. Nummer zwei des Teams ist Routinier Yevhen Pryshchepa, ehemaliger EM-Dritter im Doppel. An den Position drei und vier sind Anton Limonov und Viktor Yefimov. Der für Deutschlands Herren in Malmö verantwortliche DTTB-Cheftrainer Düsseldorf Lars Hielscher weiß: „Die Ukraine ist nicht zu unterschätzen. Wir schauen deshalb auch gar nicht weiter in das Tableau. Wir müssen die EM von Spiel zu Spiel angehen und unsere beste Leistung abrufen. Wenn uns das am Donnerstag gelingt, dann gehe ich davon aus, dass wir weiterkommen.“ Im Falles des Viertelfinaleinzugs wird entweder die Slowakei mit Abwehrass Yang Wang oder Kroatien mit Spitzenspieler Andrej Gacina der Gegner sein. Auf Portugal wartet zunächst Tschechien, anschließend der Gewinner des Spiels Dänemark gegen Rumänien.

DER ZEITPLAN

Mittwoch, 13. September
ETTU-Kongress (ab 10 Uhr)

Donnerstag, 14. September

Herren, Achtelfinale
Deutschland – Ukraine (16 Uhr, Tisch 2)

Slowakei – Kroatien (13 Uhr, Tisch 3)
Dänemark – Rumänien (19 Uhr, Tisch 3)
Portugal – Tschechien (16 Uhr, Tisch 4)
Frankreich – Slowenien (13 Uhr, Tisch 1)
Polen – Belgien (10 Uhr, Tisch 4)
England – Ungarn (10 Uhr, Tisch 2)
Schweden – Österreich (19 Uhr, Tisch 1)

Damen, Achtelfinale
Deutschland – Ukraine (19 Uhr, Tisch 2)

Italien – Tschechien (19 Uhr, Tisch 4)
Schweden – Polen (16 Uhr, Tisch 1)
Portugal – Kroatien (10 Uhr, Tisch 1)
Frankreich – Österreich (16 Uhr, Tisch 3)
Slowakei – Ungarn (13 Uhr, Tisch 4)
Luxemburg – Spanien (10 Uhr, Tisch 3)
Rumänien – Serbien (13 Uhr, Tisch 2)

Freitag, 15. September
10 Uhr, 13 Uhr und 16 Uhr, Damen-Viertelfinale
13 Uhr, 16 Uhr und 19 Uhr, Herren-Viertelfinale

Samstag, 16. September
10 Uhr und 13 Uhr, Damen-Halbfinale
16 Uhr und 19 Uhr, Herren-Halbfinale

Sonntag, 17. September
14.00 Uhr, Damen-Finale
17.30 Uhr, Herren-Finale

Siegerehrung für beide Wettbewerbe ca. 20 Minuten nach dem Herren-Finale

Das deutsche EM-Aufgebot in Malmö

Herren

  • Benedikt Duda (TTC Schwalbe Bergneustadt, Weltrangliste vom 05. September: 37)
  • Timo Boll (Borussia Düsseldorf, WR: 66)
  • Ricardo Walther (ASV Grünwettersbach, WR: 70)
  • Cedric Meissner (1. FC Saarbrücken-TT, WR: 97)
  • Kay Stumper (Borussia Düsseldorf, WR: 128)

Damen

  • Ying Han (KTS Tarnobrzeg/Polen, Weltrangliste vom 5. September: 10)
  • Nina Mittelham (ttc berlin eastside, WR: 21)
  • Xiaona Shan (ttc berlin eastside, WR: 34)
  • Annett Kaufmann (TTC Böblingen, WR: 51)
  • Sabine Winter (TSV Dachau, WR: 68)

Sportliche Leitung
Richard Prause (Sportdirektor)
Trainerteam
Tamara Boros (Bundestrainerin Damen), Lars Hielscher (Cheftrainer Düsseldorf), Elke Schall-Süß (DTTB-Honorartrainerin)
Medizinische Abteilung
Dr. Thomas Garn (Teamarzt), Dr. Christian Zepp (Sportpsychologischer Experte), Peter Heckert, Birgit Schmidt (Physiotherapeuten, OSP Hessen in Frankfurt/Main)
Organisationsleiter
Kolja Rottmann (DTTB-Leistungssport)
Schiedsrichter
Sven Weiland (Oberschiedsrichter, Uhingen), Anja Gersdorf (Düsseldorf)

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