PÜTZ UND VENUS SICHERN SICH DOPPELTITEL FÜR HAMBURG

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© Hamburg European Open / Leonie Horky

HAMBURG. Für den einen ist es die erfolgreiche Titelverteidigung, für den anderen eine echte Premiere. Tim Pütz (ATP-Doppel 33) aus Frankfurt und der Neuseeländer Michael Venus (ATP-Doppel 20) haben sich in einem abwechslungsreichen Finale den Doppel-Titel bei den Hamburg European Open 2021 gesichert. Das Duo setzte sich gegen Kevin Krawietz (ATP-Doppel 15) und Horia Tecau (Rumänien/ATP-Doppel 21) nach einer Stunde und 41 Minuten mit 6:3, 6:7 (3) und 10:8 durch. 

Venus verteidigte damit den Rothenbaum-Titel, den er im vergangenen Jahr an der Seite des Australiers John Peers gewonnen hat. Pütz beerbt Karl Meiler als letzten deutschen Doppel-Sieger in Hamburg. Meiler gewann 1977 an der Seite des Australiers Bob Hewitt – jetzt ist diese Durststrecke beendet.

Dabei entwickelte sich das Doppel-Finale zu einer echten Achterbahnfahrt: Pütz/Venus führten im zweiten Satz bereits mit 6:3, 5:1 und sahen bereits wie die sicheren Sieger aus. „Bei 1:5 im zweiten Satz haben wir uns dann gedacht, dass wir auch mal anfangen müssen“, sagte Kevin Krawietz nach der spektakulären Aufholjagd, die er zusammen mit Horia Tecau startete. Krawietz/Tecau wehrten einen Matchball ab und erzwangen nicht nur den Tie-Break, sondern auch einen entscheidenden Match-Tie-Break. Hier hatten dann Pütz/venus den längeren Atem: „Ihr seid uns echt zwei Sätze lang richtig auf die Nerven gegangen. Danach wurden wir besser. Aber am Ende habt ihr es verdient. Es hat so viel Spaß gemacht in einem so großen Stadion vor so vielen Leuten ein Finale spielen zu dürfen. Das ist nicht nur in diesen Zeiten nicht selbstverständlich und etwas ganz Besonderes“, sagte Finalist Krawietz unter dem Jubel der Hamburger Tennisfans.

Jungs, das war ein unglaubliches Comeback. Ich hätte nicht gedacht, dass es so eng wird“, sagte anschließend Tim Pütz, der mit dem Triumph in Hamburg nicht nur sein größter Karrieretitel, sondern auch der dritte Turniersieg in diesem Jahr war. Der Frankfurter rangiert ab Montag auf Platz 33 der Weltrangliste. So gut war der Hesse noch nie positioniert. „Ich wünsche Euch natürlich für die nächsten Turniere alles Gute für die nächsten Turniere, Kevin Dir natürlich vor allem für nächste Woche“, sagte Pütz an die Adresse von Krawietz mit dem er gemeinsam bei den Olympischen Spielen in Tokio für Deutschland auf Medaillenjagd gehen wird.