GELUNGENES HERBSTFEST BEIM CfWP

K.-PORZ-WAHN. (GR) Ausgelassen war die Stimmung beim Herbstfest des Clubs für Wassersport Porz, zu dem über hundert Besucher gekommen waren. Die angekündigte Bootstaufe und die Einweihung des Flaggenmastes waren lustig und lehrreich und auch ein bisschen feierlich.

Man könnte sagen, die Spatzen pfeifen es von den Dächern“, leitete Dieter Frangenberg seine Rede ein. Er war als einer der langjährigsten Ruderer auserkoren, das neue Boot beim CfWP auf den Namen „Möschekess“ zu taufen. „Spatzen sind quirlig und frech und heißen auf Kölsch ‚Mösch‘“, erläuterte Frangenberg den Namen für Nicht-Kölsche. „Und wenn man einem, der kein Ruderboot kennt, beschreiben soll, wie das aussieht“, fuhr Frangenberg fort, „dann sagt man es ist eine spitz zulaufende Kiste, ‚en Kess‘, die mit langen Löffeln angetrieben wird, daher ‚Möschekess‘“.

Aussortiert und verkauft wurde für den Neuzugang ein altes ausgedientes Holzboot, das den Namen „Männerschreck“ trug und in früheren Zeiten den Frauen vorbehalten war. So ist die Möschekess mit den quirligen Spatzen auch eine Anspielung auf die quirligen Frauen. Der neue Fünfer ist allerdings nicht nur für Frauen, sondern vor allen Dingen für die älteren Ruderer gedacht. Viele Mitglieder sind noch mit weit über 70 sportlich aktiv und haben es durch den größeren Fußraum im Boot leichter einzusteigen. Dieter Frangenberg wünschte dem Boot und der Mannschaft „allzeit gute Fahrt und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel“.

Bei Einbruch der Dunkelheit weihte Segler Hauke Sulzmeier dann den restaurierten Fahnenmast des Clubs ein, indem er langsam die Clubfahne hisste. Umweht wurde sie von der Deutschlandfahne, von Fahnen befreundeter Clubs und von den Fahnen der Ruder- Segel- und Motorbootverbände. „Der Mast ist eine Replik des Besanmastes, des hintersten Mastes der Gorch Fock II“, erzählte der Vereinsvorsitzende Marcus Schüler. „Es gibt eine regelrechte Flaggenkunde und Gesetze, die besagen, welche Flaggen auf den Segelschiffen gehisst werden können beziehungsweise gehisst werden müssen.“ So gäbe es Regeln, welche Fahne dabei weiter unten oder höher flattern dürfe, erläuterte Schüler. Der Mast auf dem Gelände des CfWP sei allerdings ein reines Nostalgiestück. An diesem Abend bot er ein beeindruckendes Schauspiel mit vielen bunten wehenden Fahnen.

Alte Seemannsweisen und Kölsche Lieder gab es anschließend im Bootskeller des Clubs mit vier Mitgliedern der CfWP-„Allstars“. Die Ruderboote wurden kurzzeitig ausgelagert und machten dem Buffet der Clubmitglieder und der Anlage von DJ Mario Platz, der echte Schalplatten für die „Vinyl-Pary“ auflegte. Zu Rock-und Popklassikern wurde noch bis in die Nacht hinein getanzt.

alle Fotos: Gaby Reucher