VIER TAGESSIEGE FÜR DAS GERMAN SAILING TEAM

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Starke Leistung von Paul Kohlhoff und Alica Stuhlemmer am zweiten Wtettfahrtag der Kieler Woche 2020. Foto: DSV/Felix Diemer

HAMBURG / KIEL. Das German Sailing Team segelt im Heimatrevier vor Kiel weiter auf der Erfolgswelle. Vier Teams der Segel-Nationalmannschaft erkämpften am zweiten Tag der olympischen Halbzeit der 126. Kieler Woche jeweils einen Tagessieg, zwei Crews segeln als Gesamt-Zweite in Titelnähe, weitere mit engem Kontakt zu den Podiumsplätzen.

Allen voran glänzten am Freitag die Lokalmatadoren Paul Kohlhoff und Alica Stuhlemmer im Nacra 17. Die Mixed-Crew vom Kieler Yacht-Club holte ihren ersten Tagessieg und greift nach starken Ergebnissen in drei von vier Wettfahrten des Tages (5/1/(19)/4) mit nur noch einem Punkt Rückstand die führenden mehrfachen italienischen Weltmeister Ruggero Tita und Caterina Banti an. Dritte sind nach sieben Wettfahrten im rasanten foilenden Mixed-Katamaran die österreichischen Kieler-Woche-Titelverteidiger Thomas Zajac/Barbara Matz. Eine Kenterung im dritten von vier Rennen am langen und fordernden Segeltag brachte Kohlhoff/Stuhlemmer um die mögliche Führung. Steuermann Kohlhoff berichtete: „Heute war draußen das gesamte Allround-Paket gefragt. Unser großes Ziel bleibt die Konstanz. Wir sind – abgesehen von der Kenterung – bislang zufrieden mit unserer Leistung.“

Im 49erFX segelten Tina Lutz/Susann Beucke (Chiemsee Yacht-Club/Norddeutscher Regatta Verein) weiter auf der Erfolgswelle. Mit den Rängen sieben, fünf, drei und vier wusste das bayerisch-norddeutsche Duo am Freitag zu überzeugen und rückte auf Platz zwei vor. Vorschoterin Susann Beucke sagte im Olympiazentrum Kiel-Schilksee: „Es klappt sehr, sehr gut für uns. Wir haben bewusst sehr, sehr ernsthaft trainiert und spulen gut runter, was wir die letzten Monate einstudiert haben.“ Die Berlinerinnen Victoria Jurczok/Anika Lorenz (Verein Seglerhaus am Wannsee) liegen vor Beginn der Hauptrunde nach wechselhaften Ergebnissen, aber auch einem Tagessieg auf Platz zehn.

Im 49er liegen die Deutschen in Lauerstellung: Die WM-Dritten von 2018, Tim Fischer/Fabian Graf (Norddeutscher Regatta Verein/Verein Seglerhaus am Wannsee), und die olympischen Bronzemedaillen-Gewinner Erik Heil/Thomas Plößel (NRV) liegen nach guten Leistungen und jeweils einem Tagessieg auf den Plätzen vier und sechs.

Bei den Laser-Männern konnte Weltmeister Philipp Buhl (Norddeutscher Regatta Verein) mit den Rängen sechs, neun, drei und 16 zwar nicht ganz an seine Leistungen vom Vortag anknüpfen. Dennoch liegt der 30-jährige Steuermann aus dem Allgäu in der mit 80 Startern größten und ebenfalls stark besetzten olympischen Flotte nach sechs Qualifikationswettfahrten als Sechster mit nur elf Zählern Rückstand auf den italienischen Spitzenreiter Giovanni Coccoluto weiter aussichtsreich im Rennen.

Mit zwei herausragenden zweiten Rängen im Weltklassefeld der olympischen Einhandjollen für Frauen (Laser radial) konnte sich Svenja Weger vom Potsdamer Yacht-Club zu Beginn des mit vier Wettfahrten langen Segeltages stark in Szene setzen. In Kombination mit den folgenden Rängen 20 und 16 rückte Weger auf Platz zwölf vor. Weger sagte: „Bei uns auf der Bahn war es heute kantig, drehig und böig. Es war wichtig, sich für den ersten Dreher gut zu positionieren. Das ist mir in den ersten beiden Wettfahrten sehr gut gelungen.“