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MÜLHEIM – GEKOMMEN UM ZU BLEIBEN

RBL 2023

Das autosen Buderus Sprintteam Mülheim holt sich den Tagessieg und die Tabellenführung beim Heimspiel auf der Ruhr. Foto: Alex Pischke.

MÜLHEIM / RUHR. Das autosen Buderus Sprintteam Mülheim schreibt bei seinem ersten Heimrenntag ein eigenes kleines Sommermärchen. 

Erstmals hat die Ruder-Bundesliga in Mülheim an der Ruhr gastiert. Dabei hat sich der Standort von seiner besten Seite präsentiert und den perfekten Rahmen für den dritten Renntag der Ruder-Bundesliga 2023 geboten. Insgesamt 50 Mal hieß es: „Attention – Row“ kurz oberhalb der Schloßbrücke für die 21 Ruderteams aus ganz Deutschland. Auf einer Sprintstrecke von 300 Metern wurde im Achter im direkten Duellmodus wieder um wichtige Punkte im Kampf um den Ligatitel gerudert.

Havelqueen Achter baut Führung weiter aus

Der Havelqueen Achter aus Berlin hat den Tagessieg-Hattrick in Mülheim perfekt gemacht. In einem spannenden Finale gegen den Meenzer Express, setzten sich die Berlinerinnen am Ende mit 13 Hundertstelsekunden durch. Damit sicherten sich die „Queens“ nach Bad Segeberg und Kassel auch in Mülheim den verdienten Tagessieg.

Für die Überraschung des Tages bei den Frauen sorgte allerdings ein anderes Team. Der Melitta-Achter Minden „Team Red“ konnte den abschließenden Gruppenphasen-Lauf gegen den Alstersprinter mit der Winzigkeit von 7 Hundertstelsekunden für sich entscheiden und zog somit erstmals in dieser Saison in die Runde der Top 4 ein. Im Finale gegen den Allstars-Achter setzte sich die Renngemeinschaft aus Minden und Münster souverän durch und feierte am Ende freudestrahlend die Bronzemedaille.

Ein Sommermärchen für das Sprintteam Mülheim

Nachdem das autosen Buderus Sprintteam Mülheim beim letzten Renntag die vier Jahre andauernde Siegesserie des Münster-Achters beenden konnte, waren alle Augen insbesondere auf diese beiden Teams gerichtet. Am Vormittag konnten die Männer aus Münster in den Zeitläufen zunächst das Fernduell recht deutlich für sich entscheiden. Doch die Lokalmatadoren aus Mülheim lauerten direkt dahinter auf Platz 2. 

Die Riesenüberraschung gab es am Nachmittag im Viertelfinale. Der Achter des Crefelder Ruder-Clubs zauberte einen richtig starken Lauf aufs Wasser. Der Münster-Achter hatte das Nachsehen und verpasste den Einzug in die Final-Four-Runde. Gleichzeitig konnte sich das autosen Buderus Sprintteam Mülheim souverän bis in das große Finale vorarbeiten. 

Dank der Schützenhilfe des Crefeld-Achters war somit Tür und Tor geöffnet für die Heimmannschaft die Sensation perfekt zu machen und erstmals in der Vereinsgeschichte die Tabellenführung in der Ruder-Bundesliga zu übernehmen. 

Beflügelt durch die frenetischen Anfeuerungsrufe des heimischen Publikums flog der Achter der Mülheimer regelrecht über die Ruhr und im Ziel gab es kein Halten mehr. Der Finalgegner, der Melitta-Achter „Team Black“, wurde um fast 1 Sekunde distanziert. Bei der Siegerehrung jubelten die Männer von der Ruhr fast noch lauter über die gelben Leadershirts als über die Goldmedaille des Tagessiegers.

Mit so einer Geschichte bei unserem ersten Heimrenntag hätten wir niemals gerechnet. Natürlich wollten wir vor Heimpublikum wieder um den Tagessieg kämpfen, aber dass wir ausgerechnet zu Hause erstmals in Gelb fahren, ist schon ein absoluter Traum.“, freut sich Henrik Stoepel, Teamkapitän des autosen Buderus Sprintteam Mülheim.

Revanche in Münster?

Bereits in zwei Wochen, am 2. September, kann der Münster-Achter vor Heimpublikum Revanche nehmen. Schließlich liegt nur ein Punkt zwischen Münster und Mülheim im Tabellenstand. Doch auch dahinter wird es höchst spannend. Insbesondere im Mittelfeld gibt es dieses Jahr sehr viel Bewegung. Mit noch zwei ausstehenden Renntagen ist noch viel möglich.

Auch bei den Frauen bleibt der Spannungsbogen hoch. Die Havelqueens wollen ihre Siegesserie fortsetzten, doch die Verfolgerinnen kommen auf dem Wasser immer besser in Fahrt. Nach dem Renntag in Mülheim reisen der Allstars-Achter und der Alstersprinter übrigens punktgleich nach Münster.

Henrik Stoepel blickt bereits auf den nächsten Renntag: „Wir wollen in Münster unsere Tabellenführung verteidigen und wieder um den Tagessieg fahren. Schließlich sind wir ‚gekommen, um zu bleiben‘.“

Mülheim ist heiß auf die Ruder-Bundesliga

Ähnlich sieht das auch Martin Kiefer, Sportvorstand des WSV Mülheim: „Nach dieser außerordentlich erfolgreichen Premiere wollen wir sehr gerne auch zukünftig RBL-Renntage hier in Mülheim veranstalten. Gemeinsam mit unseren starken Partnern von autosen und Buderus sowie dem Orga-Team rund um Apeltrath Transporte und Schönfeld Events wollen wir den Standort Mülheim zu einer festen Größe im Ruder-Bundesliga Zirkus machen.“

Tabellenstand 1. Bundesliga Männer

Ergebnisse Ruder Bundesliga Männer 2023

Platz Name Start-Nr. Punkte Bad Segeberg Punkte Kassel Punkte Mülheim Punkte Münster Punkte Hamburg Punkte Gesamt
1 Buderus Sprintteam Mülheim 2 11 15 15 41
2 Münster-Achter 1 15 14 11 40
3 Melitta-Achter Minden „Team Black“ 10 14 7 14 35
4 TÜV-Nord Maschseeachter Hannover 3 12 11 12 35
5 Riemax Achter Osnabrück 5 13 9 9 31
6 Hamburg ACTIVE CITY EXPRESS by Schulenberg & Simon 4 10 12 7 29
7 Germania Achter 8 7 13 8 28
8 Crefelder Ruder-Club 14 9 3 13 25
9 Hauptstadsprinter DWB-HOLDING Berlin 6 8 8 5 21
10 Mainzer Achter 7 4 6 10 20
11 Leipzig-Achter 12 5 10 2 17
12 Sparkasse-Hameln-Weserbergland-Achter 9 6 5 6 17
13 Sparkasse Gießen-Achter 11 1 4 4 9
14 Lokomotive Bremen 13 3 1 3 7
15 Witten/Bochum Achter 15 2 2 1 5

Tabellenstand 1. Bundesliga Frauen

Ruder Bundesliga Frauen 2023

Platz Name Start-Nr. Punkte Bad Segeberg Punkte Kassel Punkte Mülheim Punkte Münster Punkte Hamburg Punkte Gesamt
1 HavelQueen-Achter Berlin 1 6 6 6 18
2 Meenzer Express 2 5 4 5 14
3 Alstersprinter 3 3 5 2 10
4 Allstar-achter 5 4 3 3 10
5 Melitta-Achter Minden „Team Red“ 4 2 2 4 7
6 Engel & Völkers Maschseenixen 6 2 1 1 4

 

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