13 BOOTE BEI ANSPRUCHSVOLLEN BEDINGUNGEN WEITER IM RENNEN UM MEDAILLEN

U19-EM \\ VON JUDITH GARBE

Der Junioren-Achter der Männer sicherte sich im Vorlauf den direkten Einzug in das morgige A-Finale. Foto: DRV/Seyb

MÜNCHEN. Knapp ein Jahr vor den European Championships in München herrscht Europameisterschaftsfeeling auf der Olympia-Regattastrecke in München-Oberschleißheim. Bei schönstem Sonnenschein, aber anspruchsvollem Gegenwind, kämpften die Juniorinnen und Junioren heute um den Halbfinaleinzug – sechs von sieben deutschen Booten lösten auch das Ticket. Für vier Bootsklassen standen heute nur die Bahnverteilungsrennen auf dem Programm, weitere drei Boote lösten das Ticket für das A-Finale.

JW1x im C-Finale
Nach Platz vier im Vorlauf musste Einerfahrerin Charlotte Heyltjes (Renn-Ruder-Gemeinschaft Mülheim e.V.) am frühen Nachmittag in den Hoffnungslauf. Doch auch da kam sie nicht über Rang vier hinaus, sodass sie das Halbfinale verpasst hat. Für sie geht es morgen im C-Finale um eine gute Platzierung.

JM1x siegt im Hoffnungslauf

Besser lief es für Jakob Geyer (Berliner RC) der sich über den Hoffnungslauf als Sieger für das morgige Halbfinale im Einer qualifizieren konnte.

JW2x löst Halbfinalticket
Kristin Scholz und Lea Schneider (Renn-Ruder-Gemeinschaft Mülheim e.V./Kettwiger RG) haben sich als Dritte ihres Vorlaufes direkt für das morgige Halbfinale qualifiziert.

JM2x holt Platz zwei im Vorlauf
Konstantin Kluge und Johannes Langhans (RK Flensburg/Ratzeburger RC) mussten sich in ihrem Vorlauf nur knapp den Griechen geschlagen geben und stehen somit im Halbfinale des Junioren-Doppelzweiers.

Vorlaufsieg für JW2-
Elena Carius und Franziska Fischer (SC Magdeburg e.V. Abteilung Rudern/RC Potsdam) haben mit einem starken Schlussspurt ihren Vorlauf im Juniorinnen-Zweier ohne gewonnen und somit direkt das A-Finalticket gelöst. „Das Rennen lief zum Anfang nicht ganz so wie erwartet. Wir haben bei ca. 150m einen Krebs gezogen und mussten danach neu anschieben. Zum Ende hin haben wir mit dem Endspurt die Niederländerinnen ein- und überholen können und haben somit unser Ziel „ohne Umwege über den Hoffnungslauf ins A-Finale“ erreichen können. Für morgen nehmen wir uns vor das was heute noch nicht optimal war besser zu machen und dann werden wir sehen was es wird, aber wir hoffen natürlich auf eine Medaille“, so Franziska Fischer.

JM2- steht im Halbfinale
Beim Vorlaufsieg der Norweger wurden Thorben Fischer und Jamie Köhler (beide RC Potsdam) im Junioren-Zweier ohne Dritter. Damit haben sie das Halbfinale erreicht.

JW4x musste Umweg Hoffnungslauf nehmen
Als Vorlaufdritte mussten Ayse Gündüz, Isabell Heine, Laura Czerr und Ineke Teichmann den Umweg Hoffnungslauf im Juniorinnen-Doppelvierer gehen. Ruder-Union Arkona Berlin e.V./Dresdner RV/RU Arkona Berlin/RC Potsdam). Dort konnten sie sich hinter den Siegerinnen aus Italien als Zweite für das A-Finale qualifizieren.

JM4x verpasst Vorlaufsieg nur knapp
Keine drei Zehntel fehlten Justus Meis, Kaspar Dobrzalski, Christian Aethner und Kjell van der Bergh (Universitätssportverein TU Dresden e.V. Abt. Rudern/Hallesche-Ruder-Vereinigung Böllberg v. 1884 u. Nelson v. 1874 e.V. im SV Halle/Universitätssportverein TU Dresden e.V. Abt. Rudern/Der Hamburger und Germania Ruder Club e.V.) im Junioren-Doppelvierer zum Vorlaufsieg. Aber auch als Zweite hinter den Weißrussen haben sie das Halbfinale souverän erreicht.

JW4- wird Vierter im Bahnverteilungsrennen
Im Bahnverteilungsrennen war für Leandra Hogrefe, Carlotta Kellinghusen, Johanna Hansen, Frida Dettmann (RV Wandsbek/RV Kappeln im Turn- und Sportverein Kappeln von 1876 e.V./RG Hansa e.V.) im Juniorinnen-Vierer ohne heute nicht viel zu holen. Beim Sieg der Rumäninnen wurden sie Vierte. Im Finale werden die Karten dann neu gemischt.

JM4- kann Hoffnungslauf umgehen
Mit einer starken zweiten Streckenhälfte haben sich Simon Ternka, Michel Wieck, Hanno Wetjen und Leonardo Rosenquist (RC Favorite Hammonia/RC Potsdam/RC Favorite Hammonia/RC Allemannia von 1866 e.V.) im Junioren-Vierer ohne noch auf den zweiten Rang vorgearbeitet und damit das direkte Halbfinalticket gelöst. Michel Wieck zum Rennen: „Das Rennen war, wie man so schön sagt, „knüppel hart“. Die Startschläge sind wir gut rausgekommen, aber in der Nachstartphase haben wir uns ein wenig einholen lassen. Die dritten 500m waren ziemlich gut und hinten raus ging es nur noch darum die Platzierung über die Linie zu bringen.“

Rang zwei für JW4+ im Bahnverteilungsrennen
Leonie   Ristow, Michelle Lebahn, Miriam Fiedelius, Leticia Edel und Steuerfrau Alev Gündüz (RC Potsdam/Stralsunder RC/LRV Mecklenburg-Vorpommern von 1990/RU Arkona Berlin) haben im Bahnverteilungsrennen des Juniorinnen-Vierer mit Steuerfrau den zweiten Rang hinter Italien belegt.

JM4+ rudert auf den dritten Rang im Bahnverteilungsrennen
Im Bahnverteilungsrennen des Junioren-Vierer mit Steuermann wurden Lennart van Beem, Sven Achterfeld, Fynn Strozyk, Janne Rosendahl und Steuermann Tim Wadewitz (Essen-Werdener Ruder-Club von 1896 e.V./RRG Mülheim e.V./RR ETUF Essen e.V./Regatta-Verband Ems-Jade-Weser / Team Nord West/RC Hansa von 1898 e.V. Dortmund) Dritte hinter dem Junioren-Weltmeister aus Italien und Russland.

Rang vier für JW8+ im Bahnverteilungsrennen
In ihrem Bahnverteilungsrennen konnten Elena Günthner, Marlene Lauter, Lotta-Laura Schmidt, Lina Breitenfeld, Raphaela Werner, Nele Sasse, Sandra Berner, Kathrin Juschka und Steuerfrau Alexandra Marx (RK am Wannsee/RC Allemannia von 1866 e.V./Crefelder RC/Mainzer RV 1878 e.V./RG Eberbach 1899 e.V./Saarbrücker RG Undine e.V.) im Juniorinnen-Achter bei ihrem vierten Platz noch die Italienerinnen hinter sich lassen.

JM8+ kann Körner fürs Finale sparen
Bei den Junioren haben neun Nationen einen Achter gemeldet. Noah Anger, Aaron Böhm,  Jonas Wollrab, Viktor Schönwandt, Paul Stern, Max Goede, Valentin Wiering, Ole Hanack und Steuerfrau Emma Lauri Mehner (Ulmer RC Donau/Frankfurter RC Germania 1869 e.V./Dresdner RC/LRV Mecklenburg-Vorpommern von 1990 e.V./RV Treviris 1921 e.V. Trier/Hanauer RC Hassia/Dresdner RC) konnten mit dem zweiten Rang hinter Russland den Hoffnungslauf umgehen und somit wichtige Körner für das Finale morgen sparen.

Fazit der Junioren-Bundestrainerin
„Mit den heutigen Leistungen bin ich erstmal zufrieden. Der Gegenwind ist vor allem für die „Neulinge“ keine leichte Aufgabe gewesen. Auch der späte Termin im Herbst ist jetzt nicht einfach“, so Junioren-Bundestrainerin Sabine Tschäge und ergänzt: „Während bei anderen Nationen auch viele WM-Teilnehmer in den Booten sitzen, schnuppern bei uns alle zum ersten Mal internationale Regattaluft. Mit den Halbfinals und Finals an einem Tag morgen wird das eine ganz harte Nummer. Die Rennen sind gut besetzt, das wird knackig morgen.“