ZEHNTE KÖLNER ROLLSTUHLTENNIS-MEISTERSCHAFT IM MARIENBURGER SC

Felix Liecke gewinnt im Einzel und Doppel \\ VON Tillmann Becker-Wahl

(c) MSC / Ronny Edelstein

KÖLN. Am vergangenen Wochenende haben im MSC die 10. Offenen Kölner Rollstuhltennis-Meisterschaften der Gold-Kraemer-Stiftung stattgefunden. Gleich 18 Rollstuhltennis-Spielerinnen und -spieler spielten im Einzel und Doppel um den Sieg – und um Punkte für die Deutsche Rangliste. Am Ende gewann Felix Liecke beide Titel, im Doppel gemeinsam mit seinem Partner Gerhard Kunze. Die 10. Offenen Kölner Rollstuhltennis-Meisterschaften sind Teil des DTB-Rollstuhltennis-Race, bei dem sich die Spielerinnen und Spieler für große nationale Turniere qualifizieren können.

Einen perfekten Finaltag erwischte Felix Liecke aus Hildesheim. Der 29-jährige unterschenkelamputierte Spieler landete sowohl im Doppel als auch im Einzel auf dem Siegertreppchen. Zusammen mit seinem Partner Gerhard Kunze verwies er das Doppel Christian Burg und Ela Porges auf Platz zwei. Im Einzel setzte er sich noch einmal gegen Christian Burg durch.

Die erst 14-jährige Ela Porges aus Seeheim zeigte gegenüber ihrer ausschließlich Erwachsenenkonkurrenz eine sehr starke Leistung. „Ich habe heute gut gespielt und freue mich auf das nächste Wochenende“, sagte die Schülerin, die bei den Deutschen Meisterschaften im Rollstuhltennis ihren letztjährigen Titel als Deutsche Meisterin im Nachwuchs gerne verteidigen möchte.

Fest im Blick hat die Deutschen Meisterschaften auch Felix Liecke, der erst seit einem Jahr das Tennisspielen in seinem Heimatverein HTV Hildesheim begann. „Nach diesem Wochenende traue ich mir eine Mitfavoritenrolle im Herren-Einzel zu und hoffe, auch bald internationale Turniere spielen zu können“, zeigt sich der Hildesheimer überzeugt.

Für die Sportstadt Köln sind die Offenen Kölner Rollstuhltennis-Meisterschaften ein wichtiger Baustein im Bemühen, den Tennissport für Menschen mit Beeinträchtigungen im Sportverein weiter zu öffnen. Das unterstrich die Oberbürgermeisterin der Stadt Köln und Schirmherrin des Turniers, Henriette Reker: „Unter der Marke ‚Kölner Sportjahr‘ finden regelmäßig Sportveranstaltungen mit einem Inklusions- bzw. Integrations-Schwerpunkt statt. Dazu zählt auch das Turnier der Gold-Kraemer-Stiftung, das auch dafür wirbt, Verbände und Vereine für inklusive Vereinsarbeit zu sensibilisieren.“

Der Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Hans Josef Deutsch, dankte dem MSC für die jahrelange gute Zusammenarbeit und die Unterstützung beim Aufbau regelmäßiger inklusiver Sportangebote im Vereinsleben: „Gemeinsam haben wir den Weg erfolgreich gestartet, mehr Tennisangebote für Menschen mit Beeinträchtigung vor Ort anbieten zu können. Das eröffnet den Menschen mehr Teilhabe und echte Lebensqualität“. Für 2022 sprach unser MSC-Präsident Prof. Dr. Andreas Müller-Wiedenhorn die Einladung aus, mit den Offenen Kölner Meisterschaften erneut Gast unseres Clubs zu sein.

 

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(Pressemitteilung Gold-Kraemer-Stiftung, Fotos: red)