14 BAYER ATHLETINNEN UND ATHLETEN REISEN ZU DEN PARALYMPICS

Jürgen Schrapp, (im Bild) steht vor seiner sechsten Paralympics Teilnahme (Bild: Oliver Heuser)

LEVERKUSEN / TOKYO. Vier Para Leichtathletinnen und vier Para Leichtathleten, fünf Sitzvolleyballer und ein Schwimmer: So sieht das große Team des TSV Bayer 04 Leverkusen aus, das bei den Paralympics vom 24. August bis 5. September 2021 in Tokio startet.

Noch nie war das Niveau so hoch und noch nie war es so schwer, Medaillen bei Paralympics zu gewinnen“, sagt Parasport-Geschäftsführer Jörg Frischmann – wohlwissend, dass seine Sportlerinnen und Sportler gute Erfolgsaussichten haben.

Markus Rehm, der gegebenenfalls auch bei den Olympischen Spielen startet, führt als einziger verbliebener Paralympicssieger das Aufgebot der Leverkusener an. Irmgard Bensusan, Staffel-Paralympicssieger Johannes Floors und Léon Schäfer reisen als aktuelle Weltmeister und Weltrekordhalter nach Tokio und für Maria Tietze und Nele Moos wird es nach dem WM-Debüt in Dubai 2019 nun zur Paralympics-Premiere kommen. Überraschend darf auch die Nachwuchsathletin Lise Petersen zum ersten Mal bei den Erwachsenen im Nationaltrikot starten und das macht Frischmann stolz: „Unser Nachwuchs ist die Basis für die Erfolge und es freut mich, dass dort viele Talente nachkommen, die sich jetzt auch mit den Paralympics belohnen dürfen.“ Auch David Behre, 2016 in Rio Silbermedaillengewinner über 400 Meter und Paralympicssieger mit der 4×100-Meter-Staffel, schaffte es ins Aufgebot von Bundestrainerin Marion Peters und wird in Tokio in der neuen 4×100-Meter-Universalstaffel und über 100 Meter auf die Bahn gehen.

Dass acht Athletinnen und Athleten von uns dabei sind, hätte ich nicht für möglich gehalten“, sagt Frischmann. Schließlich hätten nach den Paralympics 2016 Heinrich Popow und Franziska Liebhardt ihre Karriere mit Gold beendet und Birgit Kober und Vanessa Low den Verein verlassen. Auch Felix Streng war damals noch für Bayer mit am Start. „Dass wir trotz dieser Abgänge jetzt so ein starkes Team haben, ist sensationell“, sagt Frischmann, der auch noch darauf hinweist, dass mit dem Rennen über 200 Meter bei Johannes Floors, den 400 Metern für Irmgard Bensusan und der 4×100-Meter-Staffel Wettbewerbe aus dem paralympischen Programm genommen wurden, in denen gute Medaillenchancen bestanden hätten. Eine Prognose wagt er dennoch: „Auch wenn wir in Rio 15 hatten: Mit fünf Medaillen in der Leichtathletik wäre ich sehr happy, einfach weil die Konkurrenz so groß geworden ist.“

Zum ersten Mal bei den Paralympics dabei sein wird dann auch Taliso Engel: Der 19-Jährige hatte 2019 überraschend WM-Gold gewonnen und in diesem Jahr in überragender Manier den EM-Titel geholt. Dementsprechend darf er sich auch in Tokio über 100 Meter Brust berechtigte Hoffnungen auf eine Medaille machen. „Er ist in guter Form und ich bin gespannt, was er in Tokio zeigen wird. Auch über die 200 Meter Lagen kann er überraschen“, sagt Frischmann. Mit dem Wuppertaler Rücken-Spezialisten Fabian Brune wird ein zweiter Athlet der SG Bayer in Japan starten. „Noch nie war das Niveau so hoch und noch nie war es so schwer, Medaillen bei Paralympics zu gewinnen“, sagt Parasport-Geschäftsführer Jörg Frischmann – wohlwissend, dass seine Sportlerinnen und Sportler gute Erfolgsaussichten haben.

Die deutschen Sitzvolleyballer, die sich erst im Juni das letzte Ticket für die Paralympics In Tokyo gesichert hatten, treten mit 5 Spielern aus Leverkusen sowie zwei Spielern aus Koblenz an, die am Bundesstützpunkt in Leverkusen trainieren. Allrounder Thomas Renger wird dem Teanm in Tokyo aus privaten Gründen fehlen. Der Routinier war für das Qualifikationsturnier in Duisburg in die Nationalmannschaft zurückgekehrt. Fehlen wir Erfahrenster Spieler im Team ist Jürgen Schrapp, der seine sechsten Paralympics bestreiten wird. Das Team trifft in der Vorrunde auf den Iran, Brasilien und China. Jürgen Schrapp: „Wir haben in dieser Gruppe sicher eine Außenseiterchance auf das Halbfinale und dann hätten wir zwei Medaillenspiele.“  

Auch im Team um das Team sind die Leverkusener Farben stark vertreten. Parasport-Abteilungsleiter Dr. Karl Quade wird das deutsche Team wie gewohnt bereits zum 13. Mal als Chef de Mission bei den Paralympics anführen. Der Parasport-Geschäftsführer selbst wird als Teammanager der Para Leichtathletik in Tokio dabei sein. Die Leichtathletik-Trainer Karl-Heinz Düe und Matthias Esser, Steffi Nerius, Ex-Nachwuchstrainerin Helena Pietsch als Co-Bundestrainerin Nachwuchs, Biomechaniker Ralf Böhle vom Olympiastützpunkt NRW/Rheinland, Techniker Peter Ferger, Physiotherapeut Michael Wendler und Pressesprecher Nico Feißt komplettieren das große Leverkusener Team in Tokio. Im Trainingslager in Miyazaki betreut mit Dr. Tobias Fabian die Para – Leichtathleten als Teamarzt.“

Abteilungsleiter Dr. Quade: „Es ist schon außergewöhnlich, wie viele Personen aus dem Umfeld der TSV Parasport – Abteilung sich mittlerweile auch auf Bundesebene im Parasport engagieren.“

Fotos in Galerie (anklicken/vergrößern)

Foto li.: Irmgard Bensusan und (Mi.) Johannes Floors gelten als Hoffnungsträger in der Para – Leichtathletik  (Bilder: Mika Volkmann)

Foto re.: Taliso Engel zählt über 100 Brust zu den Favoriten (Bild: Ralf Kuckuck)