HOCKENHEIM CLASSICS

die tradition lebt - VON MICHAEL SONNICK

(c) Classics

HOCKENHEIM. Historische Rennmotorräder und -gespanne sowie klassische Automobile stehen kommende Woche bei der Hockenheim Classics am Start. Zur 43. Ausgabe der traditionsreichen Veranstaltung am Hockenheimring bietet der Veteranen-Fahrzeug-Verband alles auf, was in Deutschland und dem benachbarten Ausland an historischem Kulturgut auf Rennstrecken bewegt wird.

Da sind zuerst die Teilnehmer der DHM – Deutsche Historische Motorradmeisterschaft. Sie ist das teilnehmerstärkste und neben der IDM das höchste motorradsportliche Prädikat in Deutschland. Es starten Maschinen der Baujahre 1920 bis 1993 in 18 Soloklassen und fünf Gespannklassen. Historische Rennmotorräder und Renngespanne, die vor der Baujahrgrenze Dezember 1993 gefahren wurden, Supersportmotorräder, die zum Sporteinsatz auf der Straße geeignet waren, detailgetreue Nachbauten solcher Motorräder sowie mit damaliger Technik neu aufgebaute Motorräder für die Clubsportklassen sind am Start. Die DHM ist nicht nur Heimat für ambitionierte Sportfahrer/innen sowie Liebhaber historischer und klassischer Rennmaschinen. Auch frühere Teilnehmer an Welt-, Europa- und deutschen Meisterschaften sind am Start.

Außerdem in Hockenheim dabei sind die FHRM – Freunde Historischer Rennmotorräder aus der Schweiz. Sie fahren um die Vintage Schweizermeisterschaft und bringen Maschinen in den Klassen ‚Veteran’ – bis Baujahr 1950, ‚Classic’ – Baujahr 1951-1969, ‚Post Classic’ – Baujahr 1970-1984 sowie Seitenwagen bis Baujahr 1984 an den Start.

Auch die IHRO, International Historic Racing Organisation, ist wieder im Motodrom dabei. Die Maschinen der IHRO spiegeln die Starterfelder der späten 1960er- und frühen 1970er-Jahre wider. Zugelassen sind 250/350 ccm- bzw. 500 ccm-Rennmaschinen, die in der Zeit bis 1972 bei Grand-Prix-Rennen bewegt wurden.

Abgerundet wird das außerordentlich vielseitige Classic-Motorrad-Programm durch die Teilnahme der Serie Sidecar Trophy. Hier sind F2-Renngespanne auch jüngerer Jahrgänge am Start.

Im Bereich klassischer Automobile startet die VFV-GLPpro. Die GLPpro ist eine Serie innerhalb des Veteranen Fahrzeugverbandes, die sich darauf spezialisiert hat, Gleichmäßigkeitsläufe auf der Rundstrecke ohne Zeitnahme durch Fahrer oder Beifahrer auszutragen. Die Klasseneinteilung umfasst Tourenwagen, GT-Fahrzeuge, Formelfahrzeuge sowie Sportprototypen, und zwar bis Baujahr 1993. Bei der GLPpro wird schnell und auch gleichmäßig gefahren. Das nimmt die Spitzen an Ehrgeiz raus und erlaubt dem einzelnen Fahrer selbst zu bestimmen, wie schnell er sein möchte, ohne seine Chancen auf den Siegerpokal zu mindern. Im Vordergrund steht der Spaß am Motorsport, an Gleichmäßigkeitsprüfungen, Techtalk und an Benzingesprächen.

Aufgrund der Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg wird die Veranstaltung ohne Zuschauer stattfinden. Weitere Informationen zur Hockenheim Classics finden Sie online unter: www.hockenheim-classics.de