BERGHEIMER STARTEN IN DER DOMSTADT

BERGHEIM. Seine Perücke und die Papnas hat Josef Riefert schon bereit gelegt. Sie gehören zum Köln-Marathon wie der Dom. Am Sonntag ist es wieder so weit. Der Bergheimer geht mit seinen Schützlingen in der Inklusions-Staffel an den Start. „Ich freue mich riesig auf die Stimmung zwischen Chlodwigplatz, Rudolfplatz und Dom“, sagte der erfahrene Begleitläufer behinderter Sportler, für die die Teilnahme in Köln der Höhepunkt der Saison ist. Der 19-jährige Autist Timo Schilder hat sich im Rahmen der R(h)ein-Inklusions-Staffel ein rund elf Kilometer langes Teilstück vorgenommen. Riefert wird ihn dabei begleiten. „Der Wille muss da sein, vor allem soll es aber Spaß machen. Dann kommt die Leistung von alleine“, motiviert der Coach. Unterstützt wird der Bergheimer dabei von Ex-Radprofi Jochen Görgen und dem Paracycling-Weltmeister Hans Peter Durst.

Auch der blinde 16-jährige Felix Michalski freut sich auf den Köln-Marathon. Er wird in der Staffel eine Strecke über rund sechs Kilometer im Herzen der Domstadt laufen. „Ich habe gut trainiert“, erklärte der Bergheimer, der sich auf Inlineskater den Titel eines Deutschen Meisters geholt hat. In Köln sind die Skater nicht im Programm, aber dass er auch laufen kann, bewies Felix bereits bei der „Generalprobe“, dem Bergheimer Abendlauf. Künftig will der junge Sportler auf der neuen Bahn in Köln „noch intensiver trainieren“. Fernziel ist die Teilnahme an Paralympischen Spielen.

Josef Riefert hat zudem mit der Behinderten-Sportlerin Sigrun Passelat, die er beim „Strongman-Run“ am Fühlinger See kennengelernt hat, Kontakt aufgenommen, um sie für seine Bergheimer Gruppe zu gewinnen. „Vielleicht können wir schon im nächsten Jahr in Köln eine komplette Bergheimer Inklusions-Staffel an den Start bringen“, sagte er im Rahmen einer Teamvorstellung den Sponsoren.