KANU-RENNSPORT-WM SOLL ALS SPRUNGBRETT FÜR NACHWUCHSATHLETEN DIENEN

DUISBURG. Erstmals finden in einer Saison sowohl die Olympischen Spiele als auch die Weltmeisterschaften im Kanu-Rennsport statt. Der Deutsche Kanu-Verband will mit starken Nachwuchsathleten glänzen und den neuen olympischen Zyklus einleiten. 

Mit einer Auswahl von insgesamt 18 Athleteninnen und Athleten wird der DKV am kommenden Wochenende vom 16. bis 19. September bei den Kanu-Rennsport-Weltmeisterschaften in Kopenhagen an den Start gehen.

Wir haben uns bewusst dafür entschieden, auch den jüngeren Sportlern die Möglichkeit zu bieten, WM-Luft zu schnuppern und sich mit den großen Namen der Kanuwelt zu messen. Den Olympia-Teilnehmern haben wir geraten, erstmal zu pausieren und die Zeit für Regeneration und Erholung zu nutzen.“ so Bundestrainerin Tina Kövari im Interview. 

Aufgrund der zuvor stattgefundenen Olympischen Spielen und der Deutschen Meisterschaften fiel die diesjährige WM-Vorbereitung deutlich kürzer als üblich aus. Trotzdem erwartet der Trainerstab um Cheftrainer Arndt Hanisch einen erfolgreichen Saisonabschluss des deutschen Teams auf dem Bagsværd See in Kopenhagen. Für den Großteil der Mannschaft, der bereits bei den Weltcups in Szeged und Barnaul viele Medaillen gewinnen konnte, gelten die Weltmeisterschaften als der große Saisonhöhepunkt. Hierbei können sich die Athleteninnen und Athleten durch hervorragende Leistungen für die entsprechenden Kaderplätze empfehlen und den ersten Meilenstein auf dem Weg nach Paris 2024 setzen.

Bereits in drei Jahren werden die nächsten Olympischen Spiele in Paris eröffnet, bei denen sich das Programm im Kanu-Rennsport etwas verändern wird. Neben der Abschaffung aller 200m-Distanzen werden die 2er-Rennen der Herren im Kajak und Canadier nun nicht mehr über 1000m, sondern stattdessen über 500m ausgetragen. Diese Änderung wurde auch für die WM in Kopenhagen berücksichtigt. Das deutsche Team wird sich auf die neuen olympischen Disziplinen fokussieren und diese bestmöglich besetzen.

Für das Kanu-Rennsport Team Deutschland beginnen die Wettkämpfe am Donnerstag sowie Freitag mit den Vor- und Zwischenläufen. Die Medaillen im Kanu-Rennsport werden am Samstag- und Sonntagmittag jeweils ab 11:03 Uhr vergeben. Die Disziplin K2 Mixed feiert in Kopenhagen ihr WM-Debüt und wird am Sonntag ab 12:58 Uhr über die 200m-Distanz ausgetragen. Traditionell werden die Weltmeisterschaften durch die Langstreckenrennen über 5000m abgeschlossen, die am Sonntag ab 13.30 Uhr beginnen.


Das Kanu-Rennsport Team Deutschland  für Kopenhagen:
Kajak Damen
K1 500m Paulina Paszek (Hannover)
K2 500m Caroline Arft (Essen), Sarah Brüßler (Karlsruhe)
K1 5000m Paulina Paszek (Hannover)

Canadier Damen
C1 200m, 500m & 5000m Annika Loske (Potsdam)

Canadier Herren
C1 500m & 1000m Conrad Scheibner (Berlin)
C2 500m Michael Müller (Magdeburg), Peter Kretschmer (Leipzig)
C1 5000m Sebastian Brendel (Potsdam)

Kajak Herren
K1 200m Jonas Dräger (Dresden)
K1 500m Moritz Florstedt (Magdeburg)
K1 1000m Martin Hiller (Potsdam)
K2 500m Tobias Pascal Schultz (Essen), Martin Hiller (Potsdam)
K2 1000m Jakob Kurschat (Dresden), Jakob Thordsen (Hannover)
K4 500m Tamas Grossmann, Max Zaremba, Felix Frank (alle drei Potsdam), Kostja Stroinski (Berlin)
K1 5000m Tobias Pascal Schultz (Essen)

Mixed
K2 200m Mixed Kostja Stroinski (Berlin), Pauline Paszek (Hannover)
C2 200 Mixed Felix Gebhardt (Magdeburg), Annika Loske (Potsdam)


Weitere Informationen:
Zeitplan und Ergebnisse: http://copenhagen2021.spotfokus.com
Livestream: https://www.youtube.com/planetcanoe