SIEBEN TORE GEGEN DAS LAMPENFIEBER

KCNW Berlin holt bei den Finals 2021 den Kanu-Polo-Pokal der Frauen

Fabienne Thöle trifft zum 3-0 (c) Henning Schoon

RHEIN-RUHR / BERLIN. Sieben auf einen Streich. Die Frauen des KCNW Berlin sicherte sich mit einem 7:0 (3:0)-Erfolg über den Alster Canoe Club aus Hamburg am Samstag den Deutschen Kanu-Polo-Pokal. Wie schon am Tag zuvor bei den Männern der WSF Liblar sicherten sich auch die Berlinerinnen mit dem Pokalerfolg von Duisburg das Double. Das Endspiel auf der Vereinsanlage des ASCD im Sportpark Duisburg war im Rahmen der Finals 2021 Rhein-Ruhr/Berlin live im ZDF zu sehen. 

Die beiden hochkarätig besetzten Teams mit insgesamt fünf Nationalspielerinnen unterhielten die Zuschauer mit zahlreichen Torabschlüssen und schönem Kombinationsspiel. Der Vizepräsident des Deutschen Kanu-Verbandes Jens Perlewitz, der auch die Siegerehrung vornahm, sah das Fernsehfinale der Frauen als genutzte Chance, die Disziplin Kanu-Polo vor großem Publikum zu präsentieren. Dass für die Finals ein Schwimmbad zur Arena wurde, habe der Partie zusätzlich Attraktivität verliehen. 

Jenne Werner, der Coach der Pokalsiegerinnen aus der Hauptstadt, zeigte sich ebenfalls dankbar für die Fernsehzeit: Für uns ist das ja mal was ganz anderes, live im TV zu sein. Meine Spielerinnen waren ganz aufgeregt. Für sie war das, was ganz Tolles.“ Trotz des Lampenfiebers zeigten die Berlinerinnen eine konzentrierte Vorstellung. Jenne Werner: Meine Spielerinnen haben all das umgesetzt, was wir vor der Partie angesprochen haben. Mit dem deutlich unterlegenen ACC hatte der Coach Mitgefühl: Das tut mir fast schon ein wenig leid für die Hamburgerinnen. Wenn man bedenkt, dass wir bei den Deutschen Meisterschaften im Finale gleich mehrfach in die Verlängerung gingen, dann war das heute schon eine Hausnummer.

Sein Kollege Lukas Richter vom ACC musste enttäuscht anerkennen: Das haben wir uns schon anders vorgestellt. Wir haben aber drei neue Spielerinnen in Mannschaft und konnten aufgrund von Corona wenig mit der Mannschaft trainieren. Das hat man heute gesehen. 

Die Spielerinnen aus Berlin hatten sich vor dem Spiel zur Einstimmung gegenseitig mit Wasser bespritzt. Die Erfrischung wirkte prompt: Nathalie Herrmann schaffte mit einem Doppelpack in der vierten Minute bereits klare Voraussetzungen. Fabienne Tüle (10.), Clara Axenova (13.), Esra Özbay und Jill Rutzen mit zwei Toren in der Schlussminute verwandelten den Sieg in einen Triumph. Die Berlinerinnen konnten es sich sogar einen von Jill Rutzen verschossenen Penalty und eine zwei Minuten Zeitstrafe in der ersten Halbzeit leisten. Die Hamburgerinnen – immerhin mit zwei Nationalspielerinnen im Aufgebot – taten sich vor allem im Abschluss schwer und hatten in der Defensive Mühe mit den schnell konternden und souverän abschließenden Berlinerinnen.