AL SAADI ERWARTET FITTESTEN GEGNER

Olympia in Tokio: Gegen die Briten zurück in die Spur \\ DHA

(c) DHB/DHA

TOKIO. Am frühen Morgen in Deutschland (5.15 Uhr) treffen die Honamas am Dienstag auf Großbritannien. Nach der 1:3-Niederlage gegen Weltmeister Belgien wollen die DHB-Herren
gegen das Team des Australiers Danny kerry in die Erfolgsspur zurückfinden. Bundestrainer Kais al Saadi will sein Team auf die, wie er es einschätzt, „fitteste Truppe hier in Tokio“
einstellen. Im Sinne der Belastungssteuerung in der Tokioter Hitze und bei dem engen Spielplan werden dabei Paul Kaufmann und Justus Weigand zu ihren ersten Olympia-Einsätzen kommen, während Timur Oruz und Timm Herzbruch pausieren.

Die Briten gelten als sehr eingespieltes Team, was daran liegt, dass der Verband seine Athleten über Monate zentral im Leistungszentrum in Bisham Abbey zusammenziehen kann, da die Sportler und
Sportlerinnen wie Profis leben. Was sich in Sachen Abläufe und Routinen natürlich auszahlt, hat aber nicht nur positive Auswirkungen. „Die Spieler sitzen viel im Hotel und warten nur auf die Hockey-Einsätze. Ein paralleles Studium oder eine Berufsausbildung wie in Deutschland wäre für den Kopf eigentlich eine wichtige Abwechslung“, sagte uns ein britischer Hockey-Journalist. In Tokio blieb das britische Team bislang ohne Verlustpunkt, hatte allerdings bislang mit Südafrika (3:1) und Kanada (3:1) auch nur die vermeintlichen Außenseiter der Gruppe vor der Brust. Deutschland ist der erste richtige Gratmesser. Die Honamas müssen vor allem Rupert Shipperley und Liam Ansell in den Griff bekommen. Shipperley spielte bei der Europameisterschaft noch nicht mit dem Olympiateam, weil
der Waliser als Kapitän seiner Nationalmannschaft ebenfalls für die A-EM in Amsterdam qualifiziert war. Der Blondschopf ist ein ständiger Unruheherd. Ansell, der auch schon eine Saison für Den Bosch in der
niederländischen Liga aktiv war, ist zurzeit mit drei Feldtoren in zwei Spielen für die Hälfte aller britischen Treffer verantwortlich. Bei der EM überrollten die Deutschen England beim 3:2-Halbfinalsieg
fast. Nach nicht einmal 13 Minuten stand es bereits 3:1 für die Honamas. Daran wird Danny Carry sein Team sicher erinnern vor dem morgigen Vergleich.