GUMMERSBACH MARSCHIERT WEITER . . .

. . . und fährt nächsten bärenstarken Derbysieg ein

Mannschaft VfL. Gummersbach

GUMMERSBACH. Nach dem Weiterkommen im DHB-Pokal am vergangenen Donnerstag befindet sich der VfL Gummersbach auch im Ligabetrieb weiter auf Erfolgskurs. Am Sonntagnachmittag besiegte die Mannschaft von Cheftrainer Gudjon Valur Sigurdsson den TSV Bayer Dormagen nach anfänglichen Schwierigkeiten mit 28:18 (12:10) und fuhr am fünften Spieltag der 2. HBL den fünften Sieg ein. 1.890 Zuschauer in der SCHWALBE arena sahen in der ersten Halbzeit noch ein mitreißendes Spiel zweier fast gleichwertiger Mannschaften. Doch gleich zu Beginn der zweiten Hälfte demonstrierten die Gummersbacher ihre Stärke und zogen den Gästen im weiteren Spielverlauf erbarmungslos davon. Für die Oberbergischen ist damit der siebte Sieg im siebten Pflichtspiel perfekt. Bester Torschütze aufseiten der Gummersbacher war dabei einmal mehr Hákon Dadi Styrmisson mit zehn Treffern.

Der VfL, der mit Janko Božović, Ole Pregler und Julian Köster im Rückraum begann, erwischte zunächst keinen glücklichen Start in die Partie. Auf einen 0:2-Rückstand folgte in der vierten Minute ein verworfener Strafwurf von Božović, der keinen guten Tag erwischte. Stattdessen dauerte es nach einem weiteren Gegentreffer bis zur siebten Minute, ehe die Hausherren in Person von Styrmisson zum ersten Mal selbst einnetzten (1:3). Die Gummersbacher kamen nun besser in Fahrt und legten mit einem Kracher aus zehn Metern von Köster gleich nach (2:3, 8. Minute). Auch in der 5:1-Abwehr fanden die Blau-Weißen nun zu ihrem aggressiven Spiel. So sicherte Tom Kiesler den Oberbergischen nach eigener Balleroberung per Konter den 3:3-Ausgleich (10. Minute), woraufhin Styrmisson erst vom Siebenmet-Strich und dann ebenfalls per Tempogegenstoß die erste Führung der Gastgeber einläutete (5:3, 13. Minute).

Der VfL präsentierte sich nun gewohnt selbstbewusst und antizipierte ein ums andere Mal richtig in der Defensive. Beim 7:4 in der 16. Minute brachte Styrmisson erstmals drei Treffer zwischen sein Team und den TSV. Beim 9:6 sechs Minuten später steuerte der Isländer bereits seinen sechsten Treffer bei. Doch auch die Dormagener, die ohne Mittelmann Ian Hüter auskommen mussten, boten den Gummersbachern Paroli und erzielten in der 26. Minute den 9:9-Ausgleich. Die Oberbergischen legten jedoch weiter eine engagierte Leistung aufs Parkett und waren sowohl in der Abwehr als auch im Angriff die cleverere Mannschaft. Einen feinen Pass von Ole Pregler an den Kreis verwandelte Štěpán Zeman sicher zum erneuten Drei-Tore-Vorsprung (12:9, 29. Minute), der jedoch eine Sekunde vor Ende der ersten Spielhälfte noch einmal auf zwei Tore zum 12:10 schmolz.

Nach dem Wiederanpfiff in der SCHWALBE arena stand VfL-Keeper Tibor Ivanišević im Fokus, der schon im ersten Durchgang – wie sein Gegenüber Martin Juzbasic – eine starke Leistung bot und in der 32. sowie in der 34. Minute zwei überragende Paraden für sich verzeichnen konnte. Während es bei dem serbischen Torhüter der Blau-Weißen nun kein Durchkommen gab, drehten die Hausherren vor dem heimischen Publikum wieder einmal auf. Neun torlose Minuten der Dormagener und ein 6:0-Lauf des VfL mit allein vier Treffern durch Lukas Blohme katapultierte den Vorsprung der Oberbergischen auf acht Tore (18:10, 39. Minute).

Die Gastgeber ließen es daraufhin wieder etwas ruhiger angehen, ohne jedoch die Spielkontrolle zu verlieren. Über ein 22:13 durch Blohme per Tempogegenstoß (50. Minute) und einen Heber vom Kreis durch Ellidi Vidarsson zum 24:14 (52. Minute) gelang es dem VfL sogar den bereits komfortablen Vorsprung weiter auszubauen. Mit Kreativität und Spielfreude auf der einen sowie kämpferischen Qualitäten in der Abwehr auf der anderen Seite durchlebten die Gummersbacher eine Leistungsexplosion in der zweiten Halbzeit, die sich weiter auf der Anzeigentafel niederschlug. So sorgte Blohme mit dem letzten Tor der Partie zum 28:18 in der 59. Minute dafür, dass es bis zum Schluss beim zweistelligen Erfolg über den Lokalrivalen blieb.

Die nächste Partie für den VfL Gummersbach in der 2. HBL steht in einer Woche am Sonntag, den 17. Oktober, an. Um 17 Uhr treffen die Sigurdsson-Schützlinge dann auswärts auf den TV Emsdetten.

Trainerstimmen:

Gudjon Valur Sigurdsson (VfL Gummersbach): Wir hatten am Anfang ein paar Probleme. Wir wussten, wie gut Dormagen sein kann. Sie hatten bisher die wenigsten Gegentore in der Liga, spielen eine super Abwehr mit einem erfahrenen Torwart. Da hatten wir schon unsere Schwierigkeiten. Nach der Umstellung auf die 3:2:1-Deckung hat jeder einzelne Spieler, der an der Abwehr beteiligt war, eine überragende Leistung gezeigt. Dann konnten wir natürlich von unseren schnellen Außen profitieren, die einfache Tore erzielen konnten. Ich bin sehr zufrieden und glücklich, wie wir das umgesetzt haben. Mich freut es auch für Ole Pregler, der die Partie überragend geführt und tolle Pässe gespielt hat. Insgesamt hat jeder seine Aufgabe sehr gut erledigt.

Dusko Bilanovic (TSV Bayer Dormagen): Glückwunsch nach Gummersbach zum Sieg und zu einer starken Leistung in der zweiten Halbzeit. Für die erste Halbzeit kann ich meine Mannschaft nur loben, da hat sie eine starke Leistung gezeigt, aber dann kam die Halbzeitpause. In den ersten neun Minuten waren wir wie eine andere Mannschaft. Wir haben hundertprozentige Chancen nicht getroffen und waren bei weitem nicht mehr so präsent. Das hat Gummersbach sofort bestraft und das war schwer zu reparieren. Meine Mannschaft hat nie aufgegeben und weiter Gas gegeben. Uns fehlen viele Leute, aber wir hatten trotzdem eine Mannschaft auf dem Spielfeld, die guten Handball zeigen kann. Unsere Anzahl an technischen Fehlern war allerdings besonders in der zweiten Halbzeit zu hoch. Jetzt müssen wir das Spiel so schnell wie möglich abhaken. Für Gummersbach war es ein ganz verdienter Sieg.