DORMAGEN HAT SCHON JETZT GESCHICHTE GESCHRIEBEN

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Der TSV Bayer Dormagen steht zum ersten Mal mit einer A-Jugend-Mannschaft im Finale um die Deutsche Meisterschaft. - Foto: René Weiss

DORMAGEN. (RW) Der TSV Bayer Dormagen kann bereits von einer erfolgreichen Saison sprechen. Schafft der Zweitliga-Unterbau jetzt auch die Krönung im Endspiel gegen Berlin? Am Montag, 17 Uhr, treffen beide Teams in Potsdam erstmals aufeinander.

Geschichte haben die Dormagener A-Jugendlichen schon jetzt geschrieben. Durch den Erfolg über die Rhein-Neckar Löwen im Viertelfinale steht der TSV in dieser Altersklasse zum ersten Mal in einem Endspiel um die deutsche Meisterschaft. War dem Jahrgang um Eloy Morante Maldonado in der Saison 2015/16 sowie dem Team mit Simon Ernst drei Jahre zuvor der Einzug durch Halbfinal-Niederlagen gegen den SC Magdeburg beziehungsweise die Füchse Berlin verwehrt geblieben, so haben Aron Seesing, Christian Wilhelm, Lucas Rehfus und Co. diesen Schritt realisiert. Apropos Füchse Berlin: Die sind auch jetzt wieder Dormagens Gegner.

Der TSV trat unlängst den Beweis an, dass er das offensive Feuerwerk genauso beherrscht wie die aufreibende Defensivarbeit. Mit hohem Tempo bezwang das Team von David Röhrig, das während dessen Quarantäne-Zeit erfolgreich von seinem Co-Trainer Peer Pütz betreut wurde, die SG Flensburg-Handewitt. Das Hinspiel im hohen Norden setzte bei Bayer den Glauben frei, richtig weit kommen zu können. Die Mannschaft spielte sich auf eine Welle voller Selbstvertrauen. Gegen die Rhein-Neckar Löwen lag der Schlüssel zum Erfolg in der Abwehr. 20 Gegentore im Hinspiel waren aller Ehren wert. „Und auch im Rückspiel haben wir gut verteidigt – vor allem gegen den Kreis der Löwen“, analysiert Röhrig.

Da machte sich unter anderem bemerkbar, dass Aron Sessing in der Zweitliga-Mannschaft inzwischen zum Stamm-Innenblock gehört. Auch Christian Wilhelm hat im Erwachsenenbereich reichlich Abwehrpraxis gesammelt. Röhrig: „Sie konnten damit Selbstvertrauen und Wettkampfhärte sammeln. Davon profitieren wir.“ Nach dem Spiel gegen die Rhein-Neckar Löwen gestand er dem Team einen trainingsfreien Montag zu, danach begann aber direkt die Vorbereitung auf den finalen Akt gegen Berlin. Röhrig: „Wir wollen versuchen, die möglichen Schwachpunkte der Berliner ausnutzen, von denen es nicht so viele gibt. Im Halbfinale haben sie gegen Melsungen noch einmal eindrucksvoll ihre Klasse gezeigt und den für mich zweitbesten 2002er-Jahrgang in Deutschland deutlich besiegt Auch wenn die Rollen im Endspiel klar zu Gunsten der Füchse verteilt sind, wollen unsere Jungs, unter denen sich viele aus dem jüngeren A-Jugend-Jahrgang befinden, ein geiles Spiel zeigen und einen heißen Tanz hinlegen.“

Der Weg ins Finale:
Vorrunde, Staffel West: Dormagen – Saarlouis 40:22, Dormagen – Bergischer HC 35:22, Hanau – Dormagen 24:39, Dormagen – Münster 36:22, Hagen – Dormagen 34:32.


Zwischenrunde, Gruppe C: Dormagen – Hanau 28:18, Essen – Dormagen 30:36.

Der Weg ins Finale:
Vorrunde, Staffel West: Dormagen – Saarlouis 40:22, Dormagen – Bergischer HC 35:22, Hanau – Dormagen 24:39, Dormagen – Münster 36:22, Hagen – Dormagen 34:32.

Zwischenrunde, Gruppe C: Dormagen – Hanau 28:18, Essen – Dormagen 30:36.
Viertelfinale: Flensburg-Handewitt – Dormagen 32:40, Dormagen – Flensburg-Handewitt 36:36.
Halbfinale: Rhein-Neckar Löwen – Dormagen 20:23, Dormagen – Rhein-Neckar Löwen 31:30.

Tore pro Spiel: 34,3
Gegentore pro Spiel: 26,3
Siebenmeterquote: 19/27 (70,3 Prozent)
Top-Torschützen: Lennart Leitz 57, Maximilian Hinrichs 40, Lucas Rehfus 37.