OLYMPIA: MODUS FÜR BASKETBALL-TURNIER

HAGEN / TOKIO. Im Folgenden beschäftigen wir uns mit dem Modus des Olympischen Basketball-Turniers (Foto unten Danilo Barthel). Denn der ist nicht ganz unkompliziert.

Gruppenphase (Group Phase)
In beiden Turnieren (Damen und Herren) wurden die zwölf Mannschaften in drei Gruppen (A, B und C) mit jeweils vier Mannschaften eingeteilt. Diese Phase des Wettbewerbs wird in einem Round-Robin-Format gespielt, wobei jede Mannschaft gegen alle anderen Mannschaften in ihrer Gruppe antritt (insgesamt drei Spiele für jede Mannschaft).

Die Erst- und Zweitplatzierten jeder Gruppe sowie die zwei besten Drittplatzierten (Platzierungskriterien siehe unten) der Gruppenphase qualifizieren sich für die Finalphase. Die restlichen vier Mannschaften nehmen nicht weiter am Wettbewerb teil.

Endrunde (Final Phase)
Nach Abschluss der Gruppenphase werden die Paarungen für das Viertelfinale ausgelost. Die Gruppensieger (Drei Mannschaften) und die zweitplatzierte Mannschaft mit dem besten Ergebnis (Eine Mannschaft) aus der Gruppenphase kommen in einen Topf (D), die zwei verbleibenden zweitplatzierten Mannschaften und die zwei besten drittplatzierten Mannschaften in einen weiteren Topf (E). Mannschaften aus der gleichen Gruppe in der Gruppenphase können im Viertelfinale nicht gegeneinander gelost werden.

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Diese Phase des Wettbewerbs wird im K.O.-Format gespielt. Die Auslosung ergibt ein festgelegtes Spielschema für den Weg zur Goldmedaille. Um zum Olympiasieger gekrönt zu werden, muss eine Mannschaft sechs Spiele bestreiten – drei in der Gruppenphase und drei in der Finalphase (Viertelfinale, Halbfinale, Finale), anstatt acht wie bei früheren Turnieren.

Klassifizierung bester Zweitplatzierter und zwei beste Drittplatzierte
Der folgende Text beantwortet die Frage nach der Klassifizierung der Dritten, gilt aber sinngemäß auch für die Feststellung des besten Gruppenzweiten.

1. Die drei Teams werden nach der Anzahl der Siege sortiert. In den olympischen Gruppen hat ein Dritter entweder zwei Siege oder einen Sieg erreicht (Null bzw. drei Siege sind nicht möglich). Folglich ist man ein besserer Gruppendritter, wenn man zwei Siege in seiner Gruppe errungen hat, als wenn man es nur auf einen Sieg gebracht hat.

2. Nach der Sieganzahl ist das zweite Kriterium die Korbdifferenz. Es kann also auf jeden einzelnen Korbpunkt ankommen. Jedes Ergebnis zählt bei der Frage, wer bester Gruppenzweiter oder ausscheidender Gruppendritter ist!

3. Sollten zwei Gruppendritte a) die gleiche Sieganzahl haben und b) dieselbe Korbdifferenz aufweisen, dann wird das Team besser platziert, welches mehr Punkte erzielt hat  (195 zu 185 ist besser als 190 zu 180).

4. Viertes und letztes Kriterium ist das Los.