OLYMPIA: ERSTES TRAINING, JETLAG UND MEHR

TOKIO. „Es war eine lange Reise nach Tokio, aber es hat viel Spaß gemacht hier anzukommen“, beschreibt Henrik Rödl, Bundestrainer der Basketball-Herren, in wenigen Worten die vergangenen Stunden. „Das Ambiente hier ist toll, es herrscht eine sehr gute Atmosphäre“, fährt er fort und sagt, dass man sich im Olympischen Dorf wohlfühle. Der Jetlag spielt bei ihm persönlich nur eine kleine Rolle: „Ich bin früh ins Bett gegangen und dann um 4.30 Uhr aufgestanden. Das ist aber gar nicht so weit von meiner normalen Zeit entfernt, daher passt das schon.“

Auch das erste Training haben die DBB-Korbjäger bereit absolviert. Dabei ging es in erster Linie darum „sich etwas zu bewegen“. „Die Jungs sahen alle ganz gut aus“, berichtet Rödl. Es sei nun in erster Linie wichtig, die Spieler langsam an die kommenden Aufgaben heranzuführen. „Wir haben schon die ersten kleinen Dinge zu unserem ersten Gegner Italien angesprochen, das wird sicher ab Freitag intensiver“, so Rödl.

Generell werde man – außer am Tag der Eröffnungsfeier – die kurze Hallentrainingszeit nicht wahrnehmen und nur zum 80-minütigen Training in die Trainingshalle fahren. „Wir möchten zu häufiges Fahren verhindern und verlegen die zweite Einheit als Kraft- und Athletiktraining ins Dorf.“ Dort ist Athletiktrainer Arne Greskowiak bereit, die Spieler im Kraftraum perfekt vorzubereiten.

In der „riesigen Mensa“ gebe es viel Auswahl, es sei sehr spannend sich dort aufzuhalten und auszutauschen. „Zwar dürfen wir die Masken nur zum Essen abnehmen, aber ein gewisser Kontakt ist schon möglich“, erzählt Rödl weiter. Insgesamt sei alles – auch das Prozedere rund um die Apps und Tests – gut organisiert. „Das kennen wir ja so ähnlich von anderen Großevents. Hier bei Olympia ist das halt noch ein bisschen mehr, aber kein Problem für uns“, schließt der Bundestrainer.

 

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Kurz-Interview Andreas Obst (oben.)

Wie ist der erste Eindruck in Tokio?
Sehr gut, sehr positiv! Es ist noch ein bisschen surreal, jetzt wirklich hier zu sein. Die ganze Welt ist hier, mit den Athleten überall verteilt. Das ist schon sehr krass, auch mit der ganzen Coronasituation. Es ist schon ärgerlich, dass wir nicht zu den anderen Wettkämpfen dürfen, aber im Dorf können wir uns eigentlich schon frei bewegen. Wir haben einen riesigen Fitnessraum, also die Verhältnisse sind schon echt gut. Es ist auf jeden Fall sehr beeindruckend, was hier so vor sich geht. Dieses Feeling, wie Olympia so ist, es sind ja noch nicht alle da, das wird sich im Laufe der Zeit sicher noch verstärken, wenn alle Athleten da sind.

Wie ist die Unterkunft (Bett)?
Die Betten sind ok, klein, aber die passen soweit. Harte Matratzen, man kann sie aber auch anpassen lassen, bisschen weicher, härter, wie man es mag.

Wie war das erste Training, was habt ihr gemacht?
Das war ganz gut. Wir haben den Flug ein bisschen rausbekommen, 5 gegen 0, ein bisschen geworfen, mit Arne (Greskowiak, Athletiktrainer – Anm. d. Red.) was gemacht. Wir haben ein paar alte Teamkollegen getroffen und ein bisschen gequatscht. Ich denke mal, dass wir noch mehr die Tage sehen werden, wenn wirklich alle anreisen.

Wie ist die Mensa, wie schmeckt das Essen (Auswahl)?
Das Essen ist gut, es gibt eine große Auswahl. Für diesen Aufwand, den die Küche hier betreiben muss, ist es auf jeden Fall völlig in Ordnung. Frag‘ mich in einer Woche nochmal, wie es dann ausschaut (lacht).

Was macht der Jetlag?
Dem Jetlag sind wir fast entwichen. Die Nacht war noch nicht so rund, aber ich denke mal, morgen oder spätestens übermorgen müsste der Rhythmus so einigermaßen drin sein.

 

Spieltermine Gruppe B:
Sonntag, 25. Juli 2021, 06.40 Uhr: Deutschland – Italien
Mittwoch, 28. Juli 2021, 03.00 Uhr: Deutschland – Nigeria
Samstag, 31. Juli 2021, 10.20 Uhr: Deutschland – Australien

Der deutsche Olympiakader