VIRTUELLER BLICK HINTER DIE KULISSEN

LEVERKUSEN (CK) Exklusive Einblicke in das Innenleben der BAYER GIANTS Leverkusen: Das Team der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA hat beim Virtuellen Neujahrsempfang seinen Partnern und Sponsoren Informationen aus erster Hand zum bisherigen Saisonverlauf, Umgang mit Corona und weiteren Themen gegeben. Interessante Details gab es zudem vom ehemaligen Stürmerstar der Bayer 04-Fußballer Stefan Kießling, langjähriger Dauerkarteninhaber bei den GIANTS und inzwischen bei Bayer 04 tätig im Bereich „Koordination Lizenz“. Mit diesem virtuellen Event haben die GIANTS die Idee umgesetzt, den Netzwerkpartnern trotz Corona die Gelegenheit zu geben, mit der Mannschaft, aber auch untereinander, in den direkten Austausch zu kommen.

Gewohnt kurzweilig und mit viel Hintergrundwissen moderierte Livestream-Kommentator Henning Kuhl die Veranstaltung, die Abteilungsleiter Frank Rothweiler mit einem Dank offiziell eröffnete. „Man kann das fortwährende Engagement und die Treue unserer Sponsoren gar nicht hoch genug schätzen“, zollte Rothweiler den Partnern größten Respekt für ihre anhaltende Verbundenheit. „Wir wissen das sehr zu schätzen und sehnen den Tag herbei, an dem wir uns auch in der Halle wieder treffen können.“

Eine sportliche Einschätzung gab GIANTS-Headcoach Hansi Gnad, der in der bisherigen Saison sehr viel Positives gesehen hat: „Die Mannschaft harmoniert sehr gut und wir haben viele tolle Spiele gezeigt“, resümierte der Trainer bei einer aktuellen Zwischenbilanz von sieben Siegen und fünf Niederlagen. Diese Spiele hätten natürlich viele Zuschauer verdient gehabt, das stand auch für das GIANTS-Trio Dennis Heinzmann, Haris Hujic und Luca Kahl außer Frage. „Die Atmosphäre fehlt total. Auch, dass man jedes Wort auf dem Feld hören kann, finde ich nicht so toll. Da fehlt dann auch der Überraschungseffekt“, berichtete Haris Hujic. Im weiteren Gespräch verriet der Guard unter anderem, was ihn zum Wechsel nach Leverkusen bewogen hat: „Ich wollte auf jeden Fall in ein Programm, in dem man mich auch wirklich haben möchte. Als mich Hansi sehr früh vor der Saison angerufen hat, war sehr schnell klar, dass das gut passen würde“, erläuterte Haris Hujic, zuletzt Topscorer beim Heimsieg gegen Tübingen. Außerdem: „Ich war froh, endlich mal nicht mehr gegen sondern mit Dennis Heinzmann zu spielen.“ Der Trashtalk mit Dennis bei den Spielen fehle ihm zwar ein bisschen, aber es gibt ja auch noch Trainingseinheiten…

Der angesprochene Heinzmann verriet den zugeschalteten Partnern, wie er mit seiner neuen Rolle umgeht – als ältester Spieler „in einer Mannschaft, deren Trainer ja gerne vor allem mit jungen Leuten arbeiten“, wie er mit einem Augenzwinkern bemerkte. „Ich habe mich ja nicht groß verändert. Ich bin jetzt vielleicht der Veteran, aber ich mache immer noch Späße mit den Jungs.“ Am Rande gab der 2,16-Hüne noch einen nicht ganz ernst gemeinten Fernsehtipp, nachdem er von Henning Kuhl auf seine schauspielerischen Talente angesprochen worden war: „Wer mittags regelmäßig RTL2 schaut, hat Chancen mich mal im Fernsehen zu sehen“, flachste der Sympathieträger. Dabei war es mehr als ein Scherz: Tatsächlich wird Dennis Heinzmann seit einigen Jahren immer wieder mal für kleinere Rollen in verschiedenen Serien gebucht. „Das ist aber eher mein viertes oder fünftes Standbein“, so die Einordnung des Hobby-Darstellers.  

Außenspieler Luca Kahl zeigte sich zuversichtlich, dass er seine Muskelverletzung bald auskuriert hat. Auch in dieser Phase ist er beim Spiel der Erste in der Halle und absolviert sein Programm mit Co-Trainer Jacques Schneider. „Natürlich ist es bitter, dann nicht das Trikot anziehen zu können. Aber ich versuche, der Mannschaft außerhalb des Feldes und von der Bank so gut es geht zu helfen.“ Auch zu Kahl’s zweitem Basketball-Standbein 3×3 machte Henning Kuhl mit dem GIANTS-Guard einen Ausflug. Abgesehen davon, dass bei der neuen olympischen Sportart mit einem kleineren aber ebenso schweren Ball gespielt wird, lernten die Zuschauer, dass die intensivere Spielweise für Kahl den besonderen Reiz ausmacht. „Da geht es nochmal ganz anders zur Sache als beim 5-5 in der Halle, ich mag diese Herausforderung“.  

Gedanklich rüber auf die andere Straßenseite ging es beim Talk mit Stefan Kießling, der schon lange Basketballfan ist und sich in Leverkusen zum überzeugten GIANTS-Anhänger entwickelte. Er gab aus Sicht des Fußballs Einblicke in das aktuelle Leben in der Blase rund um ein Spiel von Bayer 04, wo es bei den inzwischen standardisierten Abläufen zwischen Hotel, Flughafen und Stadion keinerlei Kontakt zur Außenwelt gibt. Dabei ist der Trainings- und Spielbetrieb eingebettet in ein umfangreiches und ausgeklügeltes Hygienekonzept, erläuterte der Ex-Nationalspieler, der sich aus dem Arbeitszimmer seiner Frau zugeschaltet hatte. „Ansonsten arbeite ich lieber im Stadion“, gab Kießling zu. Und die Geisterspiele? „Immerhin gibt es keine Staus mehr rund um die Heimspiele“, versuchte der Publikumsliebling zumindest etwas Positives in der aktuellen Situation zu sehen. Allerdings: Die Atmosphäre bei den Heimspielen sei derzeit eine ganz besondere. „Alle Beteiligten vermissen die tolle Stimmung, die unsere Fans sonst während des Spiels in der BayArena verbreiten“, berichtete Kießling, der sich an die aktuelle Lage gar nicht gewöhnen mag. Vor allem nicht beim Fußball, aber auch nicht beim Basketball: „Ich freue mich schon wieder darauf in die Halle zu kommen, die Stimmung in der Ostermann-Arena ist einfach super“, schwärmte der Dauergast mit Stammplatz hinter der Spielerbank.

Nach einer unterhaltsamen guten Stunde war es Abteilungsleiter Frank Rothweiler vorbehalten, sich bei allen Zugeschalteten zu bedanken: Für die Teilnahme an dem Abend und mit Blick auf die Sponsoren nochmal für deren Unterstützung, damit weiterhin hochklassiger Basketball in Leverkusen gespielt werden kann – möglichst bald wieder vor Zuschauern.

Erste positive Rückmeldungen zu dem neuen Veranstaltungsformat gab es unmittelbar nach dem Ende. „Es ist gut möglich, dass wir solche Treffen nun regelmäßiger machen, dann vielleicht auch in einer offenen Runde mit allen Fans und Interessierten“, so das Fazit von Frank Rothweiler.