ENDLICH VOLLEYBALLPARTY

Vilsbiburg Gegner im ersten Saisonheimspiel am Samstag - VON OLAF LINDNER

Foto: Ladies in Black Aachen\\ Fotograf-Aachen.de

AACHEN. Lange mussten die Fans sich gedulden, überall war die Neugier auf die neue Mannschaft und die neue Saison der Ladies in Black spürbar. Zum Heimspielauftakt am Samstag (10.11., 18.00Uhr Halle Neuköllner Straße) begrüßen die Aachenerinnen in Ihrer 11. Saison in Deutschlands höchster Spielklasse Die Roten Raben Vilsbiburg. Und das verspricht direkt zum Auftakt einen Volleyballleckerbissen.

Das Paradoxe: hatten in der Vorsaison die Gäste aus Bayern neun neue Spielerinnen zu integrieren, hat diese Aufgabe nun Aachens Cheftrainerin Saskia van Hintum mit ebenfalls neun Zugängen.

Trafen im vergangenen Heimeröffnungsspiel zwei Mannschaften aufeinander, die jeweils mit einem zuvor erzielten 1:3 unzufrieden waren, weil mehr drin war, kommen jetzt die Roten Raben mit nur einem absolvierten Pflichtspiel im Pokalachtelfinale zum ersten Spiel in der Bundesligasaison.

Im Pokal verlor Vilsbiburg überraschend klar mit 0:3 gegen natürlich bärenstark aufspielende Meisterinnen des SSC Palmberg Schwerin, war aber mit dem Verlauf der Sätze 2 und 3 wegen der Tendenz durchaus zufrieden. Damit kann man an die gute Saisonvorbereitung anknüpfen.

Auf Seiten der Gastgeberinnen stehen nach anstrengender Vorbereitung und kurzer gemeinsamer Phase bereits zwei 3:0 Siege in zwei vorangegangenen Pflichtspielen zu Buche und alle sind gespannt darauf, die heimische Hexenkesselatmosphäre hautnah zu erleben.

Da sind Spielerinnen, Coaches und Betreuer beider Teams mindestens genauso gespannt, wie die Fans, was am Samstag in der Aachener Arena geboten werden wird.

Auch im Umfeld gibt es viel Neues. Leider keine neue Halle – aber neue Technik immerhin, mit der jedes Bundesligaspiel künftig praktisch vollautomatisch von der Hallendecke übertragen wird. Mit dem System müssen alle noch Erfahrungen sammeln. Da wird zum Beispiel die MVP Ehrung an neuer Stelle vorgenommen werden, Bewegungen am Spielfeldrand weitgehend und auf dem Spielfeld, soweit sie nicht von Spielerinnen und Akteuren gefordert sind, in der Übertragungszeit aus technischen Gründen nicht sein dürfen. Das Betreten des Spielfeldes – bisher bereits unerwünscht – ist nun nicht mehr erlaubt.

Das wird der Stimmung keinen Abbruch tun. Die ist in Aachen bekannt laut und fair und nach dieser langen Wartezeit darf mit vollem Haus gespannter Zuschauer gerechnet werden.

Die Halle öffnet wie gewohnt 90 Minuten vor dem Anpfiff. An der Abendkasse werden sicherlich noch Karten erhältlich sein. Wer auf Nummer sicher gehen will, besitzt bereits eine Dauerkarte mit – auch das ist neu – durchweg nummerierten Sitzplätzen. Wer lieber stehen möchte oder vielleicht noch keine Eintrittskarte mit Sitzplatz hat, kann diese Online im Ticketshop der Ladies in Black oder in den Mediastores des Aachener Zeitungsverlages in der gesamten Städteregion kaufen.