CHRISTMAS PRIZE PRAG

alle Fotos: Copyright Petr Tůma

DUISBURG. Von 29. November bis 2. Dezember nahmen acht Mädchen des Synchro – Kaders zusammen mit den Trainerinnen Stella Mukhamedova, Tatiana Reich und Doris Walper als Wertungsrichterin am „Christmas Prize“ in Prag teil. In diesem Jahr war dieser Wettkampf besonders gut besucht, allein in der Altersklasse 13 bis 15 Jahre waren 262 Schwimmerinnen aus 21 Nationen, unter anderem aus Russland, Japan, Weißrussland, Kasachstan, Schweden, Slowakei, Tschechien, Schweiz, Griechenland und Malta am Start.

Endlich im Hotel angekommen, waren alle froh über eine Verschnaufpause, bevor es zum ersten und einzigen Training mit Musik ins Bad ging. Hier zeichnete sich schon ab, dass es in der etwas in die Jahre gekommenen Halle eng werden würde, zudem gab es nur eine kleine Zone im tiefen Wasser. Die Hälfte des Beckens war für Küren eigentlich nicht geeignet. Trotz der nicht gerade ideale Bedingungen waren aber alle voll motiviert für den Wettkampf.

Auch der erste Pflichtwettkampf fand in unüblicher Art und Weise statt. Aufgrund des großen Teilnehmerfeldes und beengten Bades hatte man die Teilnehmer in drei Einschwimmgruppen verteilt. Zwischen Einschwimmen und Wettkampf lagen mehr als zwei Stunden. Der Pflichtwettkampf dauerte dann fast sechs Stunden. Da hieß es für alle Beteiligten, Nerven zu behalten. Hinzu kam, dass seit Kurzem die Regeln der Fina geändert wurden: Eine nicht korrekt absolvierte Übung darf nicht wie bisher wiederholt werden, sondern wird mit null Punkten gewertet. Per Videokontrolle wird bei Zweifeln geprüft, auch das kostete viel Zeit. Die NRW-Mannschaft blieb davon nicht ganz verschont. Auch versierten Synchronschwimmerinnen können Fehler unterlaufen.

Um 21 Uhr stand das Ergebnis fest und die Startreihenfolge der Duette für den kommenden Tag konnten ausgelost werden. Das Duett mit Nicole Davidovich und Klara Bleyer lag in der Pflicht so weit vorne (Platz 5 und Platz 25 von 262), dass es in der letzten „guten“ Startgruppe neben der Top-Nation Japan antreten durfte.

Klara Bleyer und Nicole Davidovich hatten sich mit ihrer Trainerin darüber geeinigt, dass sie in diesem Wettkampf mit ihrer neuen, angepassten und technischen anspruchsvollen Kür antreten würden. Am Ende belegte das Duett mit der drittbesten Kürwertung hinter den beiden japanischen Duetten unter 35 Paarungen den vierten Platz. In der Gesamtwertung mit dem Pflichtergebnis und der Kür fehlte ein halber Punkt zum Podestplatz. Trotz dieser undankbaren Platzierung war es für das Duett und Trainerin Jacky Kather ein toller Erfolg. “Hinter Japan kann man sich schon mal einreihen“, kommentierte Kather.

Gemeinsam mit Nicole Davidovich und Klara Bleyer startete am Nachmittag die Gruppe, hierzu zählten auch Romia Martin und Susana Rovner (FS Bochum), Mia Duda-Dudynska, Juliane Werwein und Katharina Sorokin (SG Wago) und Cindy Martins (TSV Solingen). Insgesamt gab es 22 Teams in dieser Disziplin. Und auch hier konnte das Vorkampfergebnis verbessert werden. Die Gruppe landete ebenfalls auf dem ausgezeichneten vierten Platz, trotz einiger Fehler, aber dafür toll präsentierter Heber und Sprüngen. Die Plätze eins bis drei belegten Weißrussland, die Slowakei und die Schweiz.

Dabei ist zu beachten, dass die Mannschaft des Schwimmverbandes NRW mit Aktiven aus unterschiedlichen Vereinen sonst nicht zusammen schwimmt und somit von Routine keine Rede sein kann.

Am Sonntagmorgen stand noch das Soloprogramm in der Freien Kür auf dem Plan. Hier ging Klara Bleyer für den SV NRW an den Start. Sie hatte sich im Pflicht-Vorkampf auf Platz vier von 30 Solistinnen gekämpft. Der Abstand zur Dritten aus Japan betrug nur 0,1 Punkte. Ein Weihnachtsmärchen gab es allerdings nicht. Obwohl Klara Bleyer alles gab und dicht an die Leistung der Japanerin herankam, gab es wiederum einen vierten Platz. Im Teilnehmerfeld mit den Aktiven aus starken Synchronschwimmer-Nationen war das natürlich immer noch ein hervorragendes Ergebnis.

Es blieb noch Zeit einen kurzen Trip in die Prager Altstadt und einen Besuch des Weihnachtsmarkts, leider bei strömenden Regen, ehe es am Abend erschöpft, aber zufrieden ins Flugzeug nach Düsseldorf ging.

Das Team bedankt sich herzlich bei Landestrainerin Stella Mukhamedova, der Co-Trainerin Tatiana Reich, Trainerin Jacky Kather (FS Bochum) sowie Doris Walper als Wertungsrichterin, die bei dem stark fordernden Wettkampf ganze Arbeit geleistet haben.

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